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Das FDCL 2012: Kommende Veranstaltungen, Aktivitäten, Publikationen, Neues ...



Freitag, den 09.03.2012 um 19.00 Uhr | „Der Fall Luciano Romero: Ermordung von Gewerkschaftern in Kolumbien - Ist Nestlé rechtlich verantwortlich?“

Abendveranstaltung mit

 

Carlos Olaya von der kolumbianischen Gewerkschaft SINALTRAINAL
Rechtsanwalt Leonardo Jaimes vom Solidaritätskomitee mit politischen Gefangenen
Claudia Müller-Hoff, Rechtsanwältin und Referentin beim ECCHR

Moderation: Wolfgang Kaleck, Generalsekretär des ECCHR

 

 

Freitag, den 09.03.2012

um 19.00 Uhr

in den Räumen des ECCHR (Zossener Str. 55-58, Aufgang D, 10961 Berlin)

 

Am 10. September 2005 wurde der kolumbianische Gewerkschafter Luciano Romero in Valledupar, Cesar, im Nordosten Kolumbiens von Paramilitärs brutal mit 50 Messerstichen ermordet. Romero hatte zuvor jahrelang für die kolumbianische Nestlé-Tochter Cicolac gearbeitet. Die Geschäftsleitung der Tochterfirma hatte ihn zuvor fälschlich als Guerrillakämpfer verleumdet, die Schweizer Konzernleitung reagierte nicht auf diese Vorwürfe.

Zusammen mit der kolumbianischen Lebensmittelgewerkschaft SINALTRAINAL und kolumbianischen Anwält/innen hat das ECCHR die Frage nach der strafrechtlichen Verantwortung des Schweizer Mutterunternehmens und seiner führenden Mitarbeiter untersucht. Die Ergebnisse sollen vorgestellt und rechtspolitisch diskutiert werden.

Wir bitten um Anmeldung unter info@ecchr.eu und freuen uns auf Ihr Kommen!

 

ECCHR HUMAN RIGHTS LECTURES, Misereor und Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile/ Lateinamerika (FDCL)

 


Donnerstag, 16.2.2012 | Film: "Count Dowm am Xingu"

Werkstattpräsentation Dokumentarfilm

„Count – Down am Xingu II“

am Rande der Berlinale 2012.


Donnerstag, 16.2.2012, 20.15 Uhr

Kino Babylon, Berlin – Mitte

(Info / Reservierung tel. 030.2425969) Rosa Luxemburg Str. 30

www.babylonberlin.de

Eintritt:5,- €


Für die Indigenen des brasilianischen Amazonasgebietes ist der XINGU ein heiliger Fluss. Doch dieser Tage wird ihr Fluss geschändet. Der bislang völlig unberührte Riesenstrom wird umgeleitet und zu einer gewaltigen Talsperre aufgestaut – zum drittgrössten Wasserkraftwerk der Welt:  „Belo Monte“. Damit das aufstrebende Schwellenland Brasilien und internationale Aluminiumkonzerne mit „billigem“ Strom aus Wasserkraft versorgt werden können. Dafür werden rund 600 qkm Urwald geflutet, über 30 000 Indigene, Flussbauern und Bewohner der Stadt Altamira zwangsweise umgesiedelt.

Die Bauarbeiten haben gerade begonnen: Stihl – Motorsägen bohren sich in jahrhundertealte Urwaldriesen, Volvo - Bagger und Caterpillar - Raupen graben breite Transportpisten in den fruchtbaren Urwaldboden und verladen die Fracht in gewaltige Mercedes – LKW, die die rotbraune Erde in den Xingu kippen, um den Fluss aufzustauen.

Seit Jahrzehnten laufen Indigenstämme, Bischof Dom Erwin Kräutler (Träger des alternativen Nobelpreises) und das regionale Protestbündnis „Xingu vivo para sempre“  Sturm gegen  das grösste von 70 weiteren geplanten Wasserkraftwerken im Amazonasgebiet. Unterstützt von Rockstar Sting und Hollywoodgrössen wie James Cameron und Sigourney Weaver. Neuerdings auch von brasilianischen TV - Stars, deren youtube - Spot gegen Belo Monte von 1,5 Millionen Brasilianer unterstützt wurde. Vergeblich. Obwohl über ein Dutzend Prozesse gegen Belo Monte vor der brasilianischen Justiz anhängig und umweltrechtliche Genehmigungsverfahren nicht abgeschlossen sind, hat die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff  bereits Tausende Bauarbeiter an den Xingu entsandt. Und die schaffen dort vollendete Tatsachen - auch mithilfe deutscher Unternehmen, wie wir in Brasilien erfahren. Sowohl die Firmen Stihl als auch Mercedes Benz werden genannt, aber auch Siemens und Voith, die Turbinen für Belo Monte liefern. Im Land der „nationalen Energiewende“ - Deutschland - jedoch wird darüber kaum gesprochen. Obwohl - Strom aus grossen Wasserkraftwerken im Amazonasgebiet ist keine saubere Energie, da sind sich die Wissenschaftler einig. Gerade in Brasilien wären Strom aus Windkraft und Solarenergie erfolgversprechende Alternativen zur weiteren Zerstörung der „grünen Lunge der Welt“.

Mit „Count-Down am Xingu II“ setzen wir unsere dokumentarische Langzeitbeobachtung fort -  über das drittgrösste Staudammprojekt der Welt am Xingu und seine Folgen. Im Rahmen der „Werkstattvorführung“ zeigt Filmemacher Martin Keßler Ausschnitte aus seinem gerade aktuell am Xingu gedrehten Material und diskutiert mit dem Publikum.

 

Foto im Anhang ( Bauarbeiten für den Staudamm Belo Monte am Xingu): Joao Zinclar

 

Die Veranstaltung wird unterstützt von: Haleakala-Stiftung treuhänderische Stiftung in der GLS Treuhand e.V., attac Berlin, Business Crime Control (BCC), Gesellschaft für bedrohte Völker(GfbV), Informationsstelle Lateinamerika (ILA), Kooperation Brasilien (KoBra), Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile Lateinamerika (FDCL), Stiftung Menschenwürde und Arbeitswelt

Weitere Infos finden Sie unter www.neuewut.de .


Neue Publikation

Globalising Hunger: Food Security and the EU’s Common Agricultural Policy (CAP)

Studie von Thomas Fritz. Herausgegeben von Ecologistas en Acción, FDCL, Transnational Institute (TNI) und Védegylet

Download der Studie als pdf.

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