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* Das FDCL 2010: Veranstaltungen, Aktivitäten, Neues


Mo, 13.12.2001, 19H: Filmabend im Mehringhof | GASLAND, USA 2010, R: Josh Fox, 107 min, eng. OV

Ist auch Ihr Trinkwasser schon entflammbar? Falls noch nicht, dann vielleicht demnächst. An zahlreichen Orten wird auch hierzulande im Einzugsbereich von Trinkwasserschutzzonen schon nach Erdgas gebohrt. Und wie das Politmagazin MONITOR jüngst zu berichten wusste, werden davon weder alle relevanten Behörden noch die Bevölkerung in Kenntnis gesetzt.

 

Erdgas deckt ungefähr 25 Prozent des weltweiten Energieverbrauchs ab und wird Prognosen zufolge in den nächsten 25 Jahren andere fossile Brennstoffe wie Kohle und Erdöl ablösen. Doch ist Gas auch sicher? Es gibt Anschuldigungen, dass Bohrungen von Erdgasunternehmen im US-Bundesstaat Pennsylvania zur Kontamination des Trinkwassers der umliegenden Bevölkerung führten.

 

Regisseur Josh Fox war zunächst direkt betroffen – er ist selbst aufgefordert worden, Land seiner Familie in Pennsylvania an eine Energiefirma zu verkaufen. Es klang verlockend, zu verlockend. Fox reist dann erst einmal quer durch die USA zu weiteren Bohrgebieten und schaut sich um, welche Auswirkungen das sogenannte Fracking bei der Erdgasförderung aus eher kleinen Vorkommen auf Umwelt- und Gesundheit der Menschen vor Ort hat ...

 

Datum: Dienstag, 13.12.2010, 19 Uhr

Ort: Mehringhof, Versammlungsraum (über dem Theater)

Gneisenaustr. 2a, 10961 Berlin, Hinterhof, Aufgang 3 (Mehringhof-Theater)

U-Bahnhof Mehringdamm (U7/U6)

Eine Veranstaltung von FDCL e.V. und Mehringhof e.V.

Fr, 17.12.2010, 19 Uhr: Veranstaltung in Berlin | Buchvorstellung + Diskussion: „Zapatismus. Ein neues Paradigma emanzipatorischer Bewegungen“

Blauer Salon im Mehringhof, Gneisenaustr. 2a, 10961 Berlin (Hinterhof, Aufgang 3, 1. Stock (über dem Mehringhof-Theater), U-Bahnhof Mehringdamm (U7/U6)

 

Raina Zimmering bezeichnet die Zapatisten als die großen Mythenzerstörer und gleichzeitig als die großen Synkretisten unserer Zeit. Die Autorin ist der Meinung, dass die Zapatisten als erste größere Bewegung gegen das neoliberale Mainstream, als Erfinder neuer Widerstandsformen (z.B. internationale zivile Menschenrechtsbeobachtung) und als Konstrukteure einer basisdemokratischen alternativen Gesellschaft in Form von indigenen Autonomien ein neues Paradigma für emanzipatorische Bewegungen und antineoliberalen und antikapitalistischen Protest gesetzt haben.

 

Und gerade jetzt, da die Zapatisten in Mexiko großen Schwierigkeiten ausgesetzt sind und ihre Wahrnehmung in der ganzen Welt nachlässt, hält die Autorin ein Buch über diese Bewegung für besonders wichtig. Soziale Bewegungen in ganz Lateinamerika, wie z.B. die Piqueteros in Argentinien oder indigene Bewegungen in Bolivien und Ekuador, wenden zapatistische Methoden an. Die Sozialforen in der ganzen Welt machten sich zapatistische Prinzipien und Normen zu Eigen. Auf zapatistischer Grundlage entstand eine neue Widerstandskultur.

 

Seit über 15 Jahren hat die Autorin, Historikerin und Politikwissenschaftlerin, die aufständische indigene Bewegung der Zapatisten in Mexiko aus der Perspektive der kritischen Transformations- und Widerstandsforschung analysiert und gleichzeitig den Gegenstand ihrer wissenschaftlichen Forschung als Aktivistin in verschiedenen Menschenrechtsorganisationen in praktischen Zusammenhängen vor Ort kennen gelernt. Das vorliegende Buch besteht aus einer Sammlung von überwiegend wissenschaftlichen Artikeln und einigen Erlebnisberichten über und Interviews mit den Zapatisten.

 

Zapatismus. Ein neues Paradigma emanzipatorischer Bewegungen“, Raina Zimmering, 2010 - 300 Seiten; ISBN: 978-3-89691-867-3; Erschienen: Oktober 2010


The Devil Operation@One World Filmfestival 2010 | Diskussion nach dem Film mit Regisseuren online


Do, 9.12.2010, 19H: Neue Großstaudämme am Amazonas: „Entwicklung" gegen Menschen und Natur?

Donnerstag, 9.12.2010, 19:00 Uhr

Ort: HBS, Beletage, Schumannstraße 8, 10119 Berlin

Neue Großstaudämme am Amazonas: „Entwicklung" gegen Menschen und Natur?

Am Xingu-Fluss, mitten in Amazonien, will die brasilianische Regierung einen der größten Staudämme der Welt bauen: "Belo Monte". Lokale und indigene Gruppen widersetzen sich dem Vorhaben. Der Bischof von Altamira, Dom Erwin Kräutler, wird für sein Engagement gegen den Staudamm 2010 den alternativen Friedensnobelpreis erhalten.

Auf der Veranstaltung wird Antonia Melo aus Altamira berichten. Sie vertritt das lokale Bündnis "Xingu Vivo" und ist seit vielen Jahren in der Frauenbewegung aktiv. Ein Kurzfilm wird in das Thema einführen und den Widerstand gegen das Mega-Projekt zeigen.

VeranstalterInnen: ASW e.V., FDCL, FIAN Berlin, hbs, Kooperation Brasilien (KoBra), Lateinamerika Nachrichten, Rettet den Regenwald, Nachrichtenpool Lateinamerika NPLA, GegenStrömung, urgewald



Montag, 6. Dezember 2010, 19:00 Uhr Brasilien: Agrarindustrie vertreibt die Guarani-Kaiowá von ihrem Land

Die Guarani-Kaiowá im Westen Brasiliens wurden von ihrem traditionellen Land vertrieben – für Zuckerrohr-Plantagen und Viehzucht.
Sie leiden unter Unterernährung, Gewalt von Seiten der Großgrundbesitzer, hohen Selbstmordraten. Seit Jahren fordern sie die Rückgabe ihres Landes.
Am 18. und 19. August 2010 besetzten mehrere Dutzend Indigene Land einer Farm in Paranhos, an der Grenze zu Paraguay. Ihnen wurde medizinische Versorgung verweigert, ein Kind ist deshalb im September gestorben.
Von der aktuellen Situation berichten Anastácio Peralta (Guarani-Kaiowá), Egon Heck (Indianermissionsrat CIMI), Jônia Rodrigues (FIAN Brasilien) und Verena Glass (Repórter Brasil).

Montag, 6. Dezember 2010, 19 Uhr

Ort: Robert-Havemann-Saal, Haus der Demokratie und Menschenrechte, Greifswalder Straße 4, 10405 Berlin,  Haltestelle Am Friedrichshain (Tram M4, Bus 200, 240)
VeranstalterInnen: FIAN, Survival International, ASW, FDCL


Das FDCL unterstützt ...

... die Petition der internationalen Kampagne Mining in Paradise? - No-Go zones for mining! von peruanischen und internationalen Organisationen für bergbaufreie Zonen und alternative Entwicklungsmodelle in Nordperu (die Petition kann noch bis zum 5. Dezember digital HIER 'unterzeichnet' werden) ...


25.11.-3.12. 2010 Kampagne "Minería en el Paraíso? - Zonas Libres de Minería" // Fidel Torres (Peru) auf Rundtour

+++ Die Kampagne Minería en el Paraíso? - Zonas Libres de Minería von peruanischen (z.B. das Umweltnetzwerk Red Muqui) und internationalen Organisationen (CATAPA, Belgien) setzt sich ein für die Forderungen der Bevölkerung im andinen Norden Perus nach bergbaufreien Zonen. +++ Der peruanische Biologe Fidel Torres (in diesem Film aus 2006 ab 10min45sek in Bild und Interview), der an einem alternativen Entwicklungskonzept für die Region im Grenzgebiet mit Ecuador mitgearbeitet hat, wird auf einer Rundreise über den gefährdeten Naturraum und dessen Ökosysteme, alternative Entwicklungsmodelle und die aktuelle Situation vor Ort berichten.

 

+++ Stationen & Termine seiner Rundreise: Bad Honnef (25.11@InWent), Jena (26.11.@Eine Welt Netzwerk Thüringen und Rosa Luxemburg Stiftung Thüringen), Leipzig (28.11.@Tagung Quetzal Leipzig@Cinematheque), Dresden (29.11.@Umweltzentrum Dresden), Berlin (30.11.@Haus der Demokratie und Menschenrechte), Hamburg (2.12.@Raum 1150 im Phil Turm der Uni Hamburg), Bielefeld (3.12.@Welthaus Bielefeld)

 

Alle Informationen zur Rundreise von Fidel Torres auf dem Aktionsblog auf der taz-Bewegungsplattform plus Hintergründiges zur Situation in der betroffenen Region in Nordperu.


Mo, 29.11.2010, 19H, One World Film Festival Berlin: OPERATION TEUFEL # Peru 2010, 69', OVmdU

Der neue Dokumentarfilm Operación Diablo (Operation Teufel) von Guarango/Quisca feiert auf dem IDFA Dokumentarfilmfestival in Amsterdam im November seine Europapremiere. +++ Wir zeigen den Film in deutscher Erstaufführung auf dem One World Film Festival in Berlin im Arsenal Kino. +++ Als Gäste werden wir begrüßen: Stephanie Boyd (Regisseurin/Produzentin) und Miguel Araoz (Koproduzent und künstlerischer Direktor) von Quisca producciónes aus Cuzco. | >>> Filmtrailer | >>> Poster

 


So, 28.11.2010, 19H, One World Film Festival Berlin: FAMILIA # Schweden/Peru 2010, 82', OVmeU

"Liebst du mich?" fragt Daniel seine Frau Nati, die dabei ist ihren Koffer zu packen. 34 Jahre haben sie zusammen gelebt. Bald wird beide ein unendlich scheinender Ozean trennen. Nati wird Peru verlassen, um nach Spanien zu gehen und Geld für die Familie zu verdienen. In Lima geht Daniel zwar jeden Tag arbeiten, um den familiären Lebensunterhalt mit seinem Mototaxi zu erwirtschaften. Doch dies ist nicht genug, um die Schulausbildung des kleinen Sohnes zu bezahlen. +++ FAMILIA ist der dritte und letzte Teil des Dokumentarfilmprojektes von Mikael Wiström, das sich der Familie Barrientos aus der peruanischen Hauptstadt Lima widmet. Es ist ein gelungenes einfühlsames Portrait, das in intimer Weise eine private familiäre Geschichte voller Emotionen, Schwierigkeiten und Kämpfe erzählt, deren Protagonisten tausende Kilometer voneinander getrennt leben. | Ausgezeichnet mit dem Dragon Award auf dem Göteborg International Film Festival 2010 als bester Dokumentarfilm. Großer Preis auf dem Karlovy Vary International Film Festival 2010 als bester Dokumentarfilm. | >>> Filmtrailer | >>> Poster (A3)

 


Sa, 27.11.2010, 17H, One World Film Festival Berlin: CUCHILLO DE PALO # Spanien 2010, 93', OVmeU

"Es war Winter. Mein Vater alarmierte uns. Sie hatten die Leiche meines Onkels unbekleidet auf dem Fußboden gefunden. ... Als ich mich erkundigte, woran er gestorben war, bekam ich zu hören: an der Traurigkeit. Diese Antwort stellte alle meine Erinnerungen an sein Leben in Frage. ... Mein Film berichtet von der Suche nach den Spuren seines Lebens und der Entdeckung, dass er damals auf einer der „108er Listen“ gestanden hatte und verhaftet und gefoltert worden war. Wenn heutzutage in Paraguay jemand von einem „108er“ spricht, ist damit immer noch „Stricher, Schwuler“ gemeint. Während der gesamten Zeit der Diktatur, die eine ganze Generation lang währte, waren Männer, die in Verdacht gerieten, homosexuell oder gegen das Regime zu sein, die bevorzugten Opfer der Kollaborateure." Regisseurin Renate Costa // Gesprächsgast: Sebastian Henning (FDCL e.V.) // Filmausschnitt // Poster (A4)



25.11.-1.12.2010 One World Film Festival, Berlin

Das FDCL ist Partner für die drei Filme Cuchillo de Palo, Familia und Operation Teufel (Operación Diablo) - Mehr Infos unten // Weitere Filme mit Bezug auf die Amerikas im Programm von One World 2010: South of the Border von Oliver Stone und Gasland von Josh Fox // Das Programm des One World Film Festival 2010 jetzt ONLINE. // Das Filmfestival findet statt im Arsenal-Kino, Potsdamer Straße 2, 10785 Berlin, Fon: 030 26955-100 (Karte).


Di, 23.11.2010, 18H: Film- & Infoveranstaltung mit Natividad Llanquileo Sprecherin der Politischen Gefangenen Mapuche

Von Mitte Juli bis Mitte Oktober dieses Jahres befanden sich 35 politische Gefangenen der Mapuche in südchilenischen Gefängnissen im Hungerstreik. Ihre Forderungen waren die Abschaffung des Antiterrorgesetzes und der Militärjustiz, die Demilitarisierung der Mapuche-Gemeinden und die Freilassung aller politischen Gefangenen Mapuche. Nach wochenlangen Verhandlungen mit der chilenischen Regierung – unter Vermittlung des Erzbischofs von Concepción - beendeten die Mapuche ihren Hungerstreik. Die chilenische Regierung hat Reformen der Militärjustiz eingeleitet und zugesagt, das Antiterrorgesetz – das noch aus der Zeit der Pinochet-Diktatur stammt – nicht in den Verfahren gegen die 35 Mapuche anzuwenden.

 

Natividad Llanquileo, eine der vier SprecherInnen der Hungerstreikenden, befindet sich derzeit auf Europareise, um von der Hungerstreikbewegung und der aktuellen Situation des Kampfes der Mapuche um Land und Selbstbestimmung zu berichten.

 

18 Uhr Filmvorführung:  El Juicio de Pascual Pichún (2007, 65 min, spanisch mit engl. UT)

19:15 Uhr: Vortrag und Diskussion mit Natividad Llanquileo (bei Bedarf mit konsekutiver Übersetzung SP->D)

 

Datum: Dienstag, 23.11.2010

Ort: Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile-Lateinamerika e.V.,

Gneisenaustr. 2a, 10961 Berlin, Hinterhof, Aufgang 3 (Mehringhof-Theater), 5. Stock

U-Bahnhof Mehringdamm (U7/U6)

 

Pressekontakt:  030 6934029

 

Veranstalterin: Mapuche Solidaritätsgruppe im FDCL



Mo, 22.11.2010, 19H, Abendveranstaltung in Berlin: Der Plurinationale Staat in Bolivien: erste Schritte der Umsetzung

Zeit: Montag, 22. November 2010, 19:00 Uhr

Ort: Versammlungsraum im Mehringhof

Gneisenaustr. 2a, 10961 Berlin (U6 Mehringdamm)


Mit: Oscar Vega aus Bolivien (Philosoph, Literaturwissenschaftler, Autor, Herausgeber, ehemaliges Mitglied der Verfassung gebenden Versammlung)


Während hierzulande wiederholt rassistische Positionen den öffentlichen Diskurs um Integration bestimmen und die Anpassung an eine deutsche Leitkultur fordern, wird in Bolivien versucht, die kulturelle Dominanz einer Gruppe aufzubrechen, um Gesellschaft und Staat grundlegend zu verändern.


Die neue Verfassung Boliviens erkennt die plurinationale und multiethnische gesellschaftliche Realität nicht nur an, sondern stellt das Konzept des modernen und als homogen vorgestellten Nationalstaates sowie seine angebliche kulturelle Neutralität in Frage. Insofern unterscheiden sich die jüngsten Debatten um Staatsneugründungen in Bolivien und Ecuador deutlich von hiesigen Auffassungen des Multikulturalismus. Das plurinationale Staatskonzept versucht die Gleichwertigkeit von Differenzen ernst zu nehmen und diesen Anspruch in veränderte staatliche Institutionen und neue gesellschaftspolitische Praxen zu übersetzen.


Wichtige Themen sind die langjährigen Forderungen indigener Gemeinschaften nach territorialer und kultureller Selbstbestimmung, Rechtspluralismus, die Mehrsprachigkeit staatlicher Behörden, Mitspracherechte bei Ressourcenkonflikten, der Aufbau eines interkulturellen Bildungs- und Gesundheitssystem, die Revision der kolonialen und republikanischen Geschichtsschreibung und nicht zuletzt die Dekolonisierung der Köpfe.


Dieser Suchprozess hat gerade erst begonnen und ist in der Praxis durch sehr unterschiedliche politische Visionen im Regierungslager und den sozialen Organisationen selbst gekennzeichnet sowie mit erheblichen Widerständen der bisher Privilegierten und alten und neuen Bürokrat_innen konfrontiert.


Oscar Vega, bolivianischer Philosoph, Literaturwissenschaftler sowie Autor und Herausgeber begleitet und unterstützt den bolivianischen Transformationsprozess aktiv. Mit seinem Vortrag versucht er Antworten auf die Frage „Was ist ein plurinationaler Staat?“ zu geben bzw. verschiedene Aspekte der bolivianischen Debatte um die Realisierung dieses Konzeptes vorzustellen und diese mit uns diskutieren.

 

Übersetzung Spanisch-Deutsch konsekutiv!

 

Eine Veranstaltung des Bildungswerks Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung in Kooperation mit dem Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile Lateinamerika FDCL e.V.

 

Diese Veranstaltung wird realisiert aus Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin

 

Teilnahme frei. Anmeldung willkommen, aber nicht verpflichtend unter: global@bildungswerk-boell.de

 

 


Entwicklungspolitische Fachtagung in Berlin

Donnerstag, 18. November 2010:

Die neue Landnahme in Afrika, Asien und Lateinamerika

 

Mehr Informationen // More information // Más información


Mo 15.11.2010, 19H - MEHRINGHOF Film-& Diskussionsveranstaltung, Berlin / Landgrabbing: der Ausverkauf des Südens

Zu Gast: Abdallah Mkindi (Envirocare), Tanzania

 

Im November finden mehrere Tagungen und Veranstaltungen zum Thema "Landgrabbing" statt und auch in den Medien geraten großflächige Landkäufe in den Ländern des Südens zunehmend in die Schlagzeilen. Zu den Auswirkungen des Landgrabbing bzw. der Neuen Landnahme zählen gravierende Verletzungen der Menschenrechte, z.B. durch gewaltsame Vertreibungen und Landdiebstahl von indigenen Gemeinschaften. Entwicklungsländer verkaufen riesige Flächen fruchtbaren Bodens, damit Industrieländer ihre Rohstoffversorgung oder bevölkerungsreiche Länder ihre Ernährung sichern können. Die unmittelbar Leidtragenden sind Menschen in den betroffenen Ländern des Südens. Wichtige Strategien zur Bekämpfung des Hungers werden durch die Neue Landnahme verhindert, z.B. notwendige Agrarreformen.

 

Wir zeigen Ausschnitte aus dem Dokumentarfilm „Hunger“, von Marcus Vetter und Karin Steinberger, der am 25.10.2010 in der ARD ausgestrahlt wurde und diskutieren anschließend mit Abdallah Mkindi, Mitarbeiter der tanzanischen Umweltorganisation Envirocare, über die konkreten Auswirkungen des Landgrabbing in Tanzania.

Die Diskussionsveranstaltung wird übersetzt.

 

Zeit: Mo 15.11.2010, 19:00 Uhr

Ort: Versammlungsraum im Mehringhof, Gneisenaustr. 2a, 10961 Berlin (U6 Mehringdamm)

 

In Kooperation mit: INKOTA, FIAN Berlin, ASW e.V., Blue21, Mehringhof Verein e.V.

 

Mit Unterstützung von der Stiftung Umverteilen! und InWent, aus Mitteln des BMZ

 

 


Presseinformation

Berlin/Stuttgart, 15. November 2010


Die neue Landnahme in Afrika, Asien und Lateinamerika

Hintergrundgespräch am 18.11.2010 um 11:00 Uhr mit internationalen Gästen


Der Wettlauf um Land nimmt rasant zu. Angetrieben wird er nicht nur durch die
Nahrungsmittelkrise, die steigende Nachfrage nach Agrarrohstoffen und
Futtermitteln, sondern auch durch die Wirtschaftskrise. Fruchtbarer Boden gilt
bei Anlegern als ein sicheres und inflationsbeständiges Vermögen.
Die „neue Landnahme“ birgt erhebliche ökologische und soziale Risiken für
KleinbäuerInnen, Indigene Völker und Hirten, die oft keine oder unsichere
Landtitel haben. Deshalb braucht es verbindliche internationale Regulation zum
Schutz der natürlichen Ressourcen und der traditionellen Landrechte. Denn der
Zugang zu Land ist zentral für die Ernährungssicherung.


Wir laden Sie herzlich ein zu einem Hintergrundgespräch


am Donnerstag, 18. November 2010
um 11:00 Uhr
im Hotel Dietrich-Bonhoeffer-Haus
Ziegelstr. 30, 10117 Berlin


Als Interview- und Gesprächspartner stehen zur Verfügung:


· Abdallah Ramadhani Mkindi, Envirocare (Tansania)
· Fatima N. Burnad, SRED (Indien)
· Judith Maldonado Mojica, CCA und Gilma Rosa Tellez, ASCAMCAT (Kolumbien).

Anlass ist die am selben Tag um 13:00 Uhr stattfindende Fachtagung:
„Die neue Landnahme in Afrika, Asien und Lateinamerika“ am selben Ort.
Das Tagungsprogramm und kurze Informationen zu den Gästen finden Sie hier:
fdcl-berlin.de/fileadmin/landnahme/Tagungsprogramm_Landgrab_18112010_DE.pdf


Rückfragen und Anmeldung:


Carolin Callenius, Tel. 0176– 678 508 57, c.callenius@brot-fuer-die-welt.de
Thorsten Schulz, Tel. 0151 – 28439490, thorsten.schulz@fdcl.org


Mi, 10.11.2010, 19H, Berlin, Film + Gespräch: Ecuador CRUDE: The Real Price of Oil (USA/Ecu, 2009, 104')

Den Dokumentarfilm CRUDE von Joe Berlinger über milliardenschwere toxische Altlasten von Chevron/Texaco im Regenwald von Ecuador und die seit Jahren laufende Klage von 30.000 EcuadorianerInnen gegen den US-Öl-Giganten zeigen wir im ACUD Kino, Veteranenstr. 21, 10119 Berlin-Mitte. +++ In Englisch, Spanisch, A’ingae & Secoya mit englischen Untertiteln +++ Als Gast zum Film und Gespräch nach der Filmvorführung begrüßen wir Alexandra Almeida von Acción Ecologica. +++ Gespräch in spanischer Sprache, Übersetzung konsekutiv ins Deutsche +++ Crude wurde beim diesjährigen Cinema for Peace mit dem International Green Film Award ausgezeichnet. +++ Mehr Information

 

Filmtrailer // Poster (A4) // Chevron, ... clean up your own mess! // Punk Chevron (4,2 MB) // Postkarte // Organisation: Umweltzentrum Münster, FDCL e.V. Partner: FIAN Berlin, Rettet den Regenwald e.V., realeyz

 


Di, 9.11.2010, 19H, Mehringhof-MultimediaInfoAbend, Berlin // Ecuador: Das Yasuni ITT-Projekt und was kommt nach dem Öl?

ECUADOR will sein größtes Erdölvorkommen im Yasuni-Nationalpark nicht fördern, wenn die Hälfte der dadurch entgangenen Einnahmen durch Investoren wie Staaten, Stiftungen oder Privatpersonen gedeckt wird. Klimaschädliche Emissionen sollen so vermieden, Biodiversität und der Lebensraum indigener Völker geschützt werden. Seit August 2010 besteht bei den Vereinten Nationen der Yasuni-ITT Trust Fund. Das Manko: Es fehlen bisher konkrete Finanzierungszusagen und auch die bisher Einzige durch die BRD wurde von Entwicklungshilfeminister Niebel (FDP) jüngst zurück genommen. Doch die Idee einer kleinen Gruppe von ecuadorianischen UmweltaktivistInnen geht noch weiter: Erdöl soll auch in anderen Regionen (z.B. Nigerdelta in Afrika) „im Boden belassen“ werden. Und es geht darum, wie Gesellschaften ohne Öl gestaltet werden und wirtschaften können. Mit ALEXANDRA ALMEIDA von Acción Ecologica aus Ecuador, Mitbegründerin der Yasuni-Initiative, wollen wir uns über den aktuellen Stand des Projektes und die politische Lage um Yasuni-ITT herum informieren und diskutieren.

# Die Veranstaltung findet statt im Veranstaltungsraum des Mehringhofes, Gneisenaustraße 2a, Aufgang III, 2. Stock. +++ Vortrag in spanischer Sprache, Übersetzung konsekutiv ins Deutsche // Postkarte // Organisation: Mehringhof e.V., Umweltzentrum Münster, FDCL e.V. Partner: FIAN Berlin, Rettet den Regenwald e.V.,


Samstag, 6.11.2010, 11-18 Uhr, Tagesseminar in Berlin

Die Privatisierung des Krieges

 

Zeit: 6. November 2010, 11 -18 Uhr
Ort: Versammlungsraum im Mehringhof, Gneisenaustr. 2a, 10961 Berlin (U6 Mehringdamm)

 

Mit: Peter Lock und Laurent Joachim

 

Neben staatlichen Armeen treten verstärkt private Militärunternehmen, Paramilitärs, Warlords, Privatarmeen und Söldner als Akteure des Krieges auf. Kriege selbst werden weniger zwischen Staaten und ihren Armeen geführt als vielmehr innerhalb von Staaten zwischen regulären und irregulären Truppen und vor allem gegen die Zivilbevölkerung. Unter dem Stichwort „Neue Kriege“ wird dieses Phänomen inzwischen auch von Wissenschaftlern diskutiert.

Das Seminar möchte diese Entwicklung und ihre internationalen Ausmaße thematisieren und den Zusammenhang zwischen Globalisierung, Neoliberalismus, Neuer Weltordnung und Neuen Kriegen aufdecken und diskutieren.

 

Programm als PDF

 

Eine Veranstaltung des Bildungswerks Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung in Kooperation mit dem Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile Lateinamerika FDCL e.V.

Diese Veranstaltung wird realisiert aus Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin

 

Teilnahme frei. Anmeldung unter: global@bildungswerk-boell.de

 


Freitag, 29.10.2010, Abendveranstaltung in Berlin

Drogenhandel und Drogenpolitik in Lateinamerika

Das Thema Drogen in Lateinamerika: in den Medien wird hauptsächlich von Gewalt und Kriminalität berichtet. Die Drogenthematik ist aber in den verschiedenen lateinamerikanischen Ländern durchaus komplexer: Drogenproduktion, Drogenhandel, Drogenpolitik, Drogenhandelsrouten, aber auch Wirtschafts-, Handels- und politische Strukturen zeigen ein vielschichtiges Bild von der Rolle des Drogenhandels in und für Lateinamerika.
Auch im Umgang mit dem Drogenhandel unterscheiden sich die lateinamerikanischen Länder.  Hier nur einige Beispiele: In Mexiko wird vom „Drogenkrieg“ gesprochen, in Bolivien wird versucht konstruktive wirtschaftliche Alternativen zu schaffen, bei gleichzeitiger Anerkennung der Coca-Pflanze, Perú setzt verstärkt auf repressive Strategien, wobei die Regierung auf legale und illegale polizeiliche, militärische und paramilitärische Kräfte zurückgreift, Kolumbien nimmt die „Hilfe“ der USA in Anspruch...
Darüber hinaus reicht die Drogenpolitik in Lateinamerika weit über die jeweilige nationale Politik hinaus und bestimmt mit ihren außenpolitischen und wirtschaftspolitischen Implikationen die internationalen Beziehungen Süd- und Lateinamerikas untereinander, zur USA und dem Rest der Welt.

Vortrags- und Diskussionsveranstaltung mit: Karl-Dieter Hoffmann

 

Zeit: Freitag, 29. Oktober 2010, 19:00 Uhr. Ort: Versammlungsraum im Mehringhof. Gneisenaustr. 2a, 10961 Berlin (U6 Mehringdamm)

 

Eine Veranstaltung des Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung in Kooperation mit dem Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile Lateinamerika FDCL e.V. Diese Veranstaltung wird realisiert aus Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin. Teilnahme frei. Anmeldung unter: global@bildungswerk-boell.de

 


Neue Publikation

Die zweite Eroberung

Das EU-Freihandelsabkommen mit Kolumbien und Peru                  

von Thomas Fritz | FDCL (Berlin), TNI (Amsterdam)

September 2010


ISBN: 978-3-923020-49-2

 

The Second Conquest

The EU Free Trade Agreement with Colombia and Peru                                                             

by Thomas Fritz | FDCL (Berlin), TNI (Amsterdam)

October 2010


ISBN: 978-3-923020-50-8


Fr, 22.10., Berlin: Falscher Clown verhaftet

Mehr zum warum & Kontext: Tagesspiegel (Text) & Tagesspiegel (Fotostrecke) & Cooperativa (Chile) & Radio Corax, Halle (Audio) & Voces Nuestras (Costa Rica) & amerika21 (D) & Prensa Latina (Cuba) & Terra (Chile) & in der Printausgabe der Süddeutschen Zeitung vom 23.10.2010 auf Seite 7! ... angesichts dieser präsidialen Steilvorlage kann sich der festgesetzte Kollege von oben sicher nur wundern.


Do 21.10., Berlin: Proteste gegen Chiles Präsident Piñera vor der Humboldt Universität


Do, 21.10.2010: Protestkundgebung // Chilenischer Präsident Piñera in Berlin // Pressemitteilung

Pressemitteilung

Chilenischer Präsident Piñera in Berlin

Protestkundgebung am Donnerstag, den 21.10.2010

18:00 Humboldt Universität, Audimax (Piñera spricht dort um 19:15 zum Thema „Chile Bicentenario – Challenges, Innovation and Future“)

 

La gente nos dice que somos héroes y no, no somos héroes, somos víctimas.. Somos víctimas de los empresarios que no invierten en seguridad”[1] der gerettete Bergmann Franklin Lobos in der chilenischen Tageszeitung El Mercurio vom 18.10.2010

 

Die 33 Bergleute der San José Mine sind gerettet und der neue chilenische Präsident Sebastián Piñera besucht Berlin. Gemeinsam mit Angela Merkel und deutschen UnternehmerInnen möchte er nach 20-Jahren Concertación (Regierungskoalition aus Christ- und Sozialdemokraten) die Rückkehr der Staatsgewalt in den Schoß seiner aus radikalen Marktliberalen und rechtsextremen Neopinochetisten bestehenden Regierung feiern. Der glückliche Ausgang der hochtechnologisierten hypermedialen Rettung der Bergarbeiter darf jedoch nicht über die kollektive Tragödie des chilenischen Gesellschaftsmodells hinwegtäuschen, die das Grubenunglück von San José erst ermöglicht hat. Das von der Pinochet-Diktatur (1973-1990) gewaltsam durchgesetzte chilenische Politik-, Wirtschafts- und Sozialmodell wurde von 1990 bis 2010 von den Concertación-Regierungen fortgeführt, vertieft und demokratisch legitimiert und ist heute das Fundament eines Modells, dass auf der Ausbeutung von Mensch und Natur, auf Ungleichheit und Repression basiert. Die gegenwärtige chilenische Verfassung von 1980 ist die Verfassung der Diktatur, und das Antiterrorgesetz, dass die Regierung Pinera derzeit gegen Mapuche und soziale Bewegung anwendet, wurde ebenfalls von der Pinochet-Diktatur erlassen. Chile hat auch bis heute nicht die internationale Konvention über Sicherheit und Gesundheit im Bergbau ratifiziert (ILO-Konvention 176).

 

Wir fordern:

  • Die Freilassung aller politischen Gefangenen Mapuche und ChilenInnen

  • Entmilitarisierung der Mapuche-Gebiete

  • Die Abschaffung des Antiterrorgesetzes und der Verfassung von 1980

  • Wahrheit und Gerechtigkeit für die Opfer der Pinochet-Diktatur

  • Angemessene Löhne, Arbeitsverträge und Sicherheitsstandards

  • Bildung und soziale Gerechtigkeit für alle in Chile und anderswo

Mapuche-Solidaritätsgruppe im FDCL

Veranstalter: Mapuche-Solidaritätsgruppe im FDCL e.V., Gneisenaustr. 2a, 10961 Berlin, 030-6934029, info@fdcl.berlin.de

Pressekontakt vor und während der Veranstaltung: Fernando Galván, 0177-9369433


[1] „Die Menschen sagen uns, dass wir Helden sind und nein, wir sind keine Helden. Wir sind Opfer der Unternehmer, die nicht in Sicherheit investieren.“

Pressemitteilung herunterladen (pdf)!


Mapuche Soli-Demo Berlin | 20. September 2010

Für größere Bilder draufklicken! Hier einige Pressemeldungen zur Demonstration: NPLA | Indymedia | El Ciudadano (Chile) | La Tercera (Chile) | MapuexpressNoticias 123


Donnerstag, 30. September 2010, Abendveranstaltung in Berlin

Vertrieben, vergiftet, verwüstet – Sojaanbau in Paraguay

Soziale und ökologische Folgen der Sojamonokultur:

Multimediale Informations- und Diskussionsveranstaltung mit Fotos und akustischen Beiträgen. Ausgehend vom Sojaanbau und der aktuellen politischen Situation rücken Menschenrechtsverletzungen, der Landkonflikt und die Kämpfe der sozialen Bewegungen in den Fokus.

Zeit und Ort:

30.09.2010, 19:00 Uhr, Mehringhof (Veranstaltungsraum)

Gneisenaustr. 2a, 10961 Berlin, 2. Hof, Aufgang 3, 1. Stock (über dem Mehringhoftheater)

Referentinnen:

Steffi Holz, freie Journalistin und Ethnologin in Köln, recherchierte in Paraguay kürzlich drei Monate lang zum Thema, diverse Beiträge für Printmedien und Hörfunk
Regine Kretschmer, Ethnologin, lebt seit 10 Jahren in Paraguay und arbeitet eng mit Kleinbauernorganisationen zusammen, Expertin zum Thema Landreform

 

mehr

 

Gefördert von Inwent aus Mitteln des BMZ und der Europäischen Union. Mit freundlicher Unterstützung der Europäischen Akademie Nordrhein-Westfalen


Einladung zum Pressegespräch

30.09.2010., 17:00 Uhr, Mehringhof


Landkonflikt und Menschenrechte in Paraguay

mit Regine Kretschmer (Paraguay) und Steffi Holz (Köln)


Referentinnen der Multimedia-Veranstaltung:


Vertrieben, vergiftet, verwüstet – Sojaanbau in Paraguay

30.09.2010, 19:00 Uhr, Mehringhof


Deutsche Tierzucht- und Mastbetriebe sind in der EU die größten Abnehmer von Sojaschrot. Die einweißhaltige Bohne wird extrem billig angeboten und findet zunehmend als Energiepflanze für Agrarsprit Beachtung. Doch während hiesige Verbraucher von billigen Fleisch- und Milchprodukten profitieren und Energiebewusste über Sojabenzin nachdenken, hat der Sojaanbau in den Herkunftsländern hohe Nebenwirkungen. Auch in Paraguay, wo mittlerweile über 90% der dort kultivierten Sojapflanzen gentechnisch verändert sind.

Das kleine Land Paraguay im Herzen des südamerikanischen Subkontinents stieg in den letzten Jahren zum weltweit viertgrößten Sojaexporteur auf. Brasilianische, argentinische und deutsche Landbesitzer, internationale Saatgutfirmen und Futtermittelexporteure verdienen am Sojaboom. Doch der intensive Sojaanbau in Monokultur zerstört nicht nur die Umwelt und vergiftet die Landbevölkerung. Die Ausweitung der Sojaanbauflächen bedroht auch die kleinbäuerliche Landwirtschaft und verschärft den Landkonflikt. Der Kampf der Kleinbäuerinnen und- Bauern gegen das internationale Agrarbusiness scheint ein Kampf Davids gegen Goliath zu sein.


Pressegespräch mit Regine Kretschmer, Ethnologin, die seit 10 Jahren eng mit Kleinbauernorganisationen in Paraguay zusammen arbeitet und Expertin zum Thema Landreform ist. Steffi Holz, Ethnologin und freie Journalistin in Köln, recherchierte in Paraguay kürzlich drei Monate lang intensiv zum Thema.


Kontakt:

Steffi Holz, 0221 31 70 91, steffi.holz@gmx.de


Mittwoch, 29. 09.2010, 20 h, Informationsveranstaltung

Militarisierung, Frauenmorde und Straflosigkeit zur aktuellen Situation der Menschenrechte in Mexiko

 

mit Veronica Corchado (Pacto por la Cultura, Ciudad Juárez) und Cristina Hargada (Menschenrechtszentrum Tlachinollan, Guerrero)

 

Kurz nach seinem Regierungsantritt 2006 erklärte Mexikos Präsident Felipe Calderon den „Krieg gegen den Drogenhandel“ und schickte hierzu das Militär auf die Straße. Das Ergebnis ist, neben einer umfassenden Militarisierung bedeutender Teile des öffentlichen Lebens, die allgemeine Zunahme von Gewalt – Beobachter_innen gehen von über 28.000 Toten im „Drogenkrieg“ aus. Die wenigsten hiervon dürften direkt mit dem Drogengeschäft zu tun haben. Die Militarisierung des Landes durch den mexikanischen Staat trifft dabei vor allem die Zivilbevölkerung und nicht zuletzt die sozialen Bewegungen im Land, die in den letzten Jahren immer wieder Ziel von staatlichen und parastaatlichen Angriffen waren.

 

 

Datum: 29. September 2010

Uhrzeit: 20:00 Uhr

Ort: Versammlungsraum im Mehringhof - Gneisenaustr. 2a, 10961 Berlin (U6 Mehringdamm)

 

In Zusammenarbeit mit:  Ökumenisches Büro für Frieden und Gerechtigkeit e.V., CAREA, pbi und der Rosa Luxemburg Stiftung

 

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Dienstag, 28.9.2010 Veranstaltung in Berlin

Für eine Kultur des Friedens: Die Arbeit des Kinder- und Jugendzentrums /Chasqui/; El Alto, Bolivien
Bolivien befindet sich im Wandel. Auf politischer und sozialer Ebene wurde in den letzten 5 Jahren unter dem ersten indigenen Präsidenten des Landes, Evo Morales, der Weg für viele Änderungen bereitet.
Jorge Cruz Quispe, Mitarbeiter des Zentrums für Kommunikation und Kultur /Chasqui/ berichtet vor diesem Hintergrund von seiner Arbeit in El Alto.
Das Kinder- und Jugendzentrum /Chasqui/ wurde gegründet mit der Vision, Kinder und Jugendliche in ihren Rechten zu unterstützen und gegen Diskriminierung stark zu machen. Der Referent wird im Rahmen des Vortrages das EIRENE-Projekt "Friedenskultur" vorstellen, dessen Ziel die Schulung von Kindern und Jugendlichen in der gewaltfreien Konfliktbearbeitung ist.


Datum: 28.09.2010

Uhrzeit: 20.00 Uhr

Ort: FDCL Mehringhof, Gneisenaustraße 2a


Spanisch mit Konsekutivverdolmetschung
Eintritt frei
VeranstalterInnen: CAREA, BUKO-Berlin, FDCL in Zusammenarbeit mit EIRENE, Internationaler Christlicher Friedensdienst.


Samstag, 11.09.2010, Tagesseminar (11-18h) in Berlin

Solidarische Ökonomie und kommunale Wirtschaft:
Lateinamerikas Alternativen zum Neoliberalismus?

 

Mit: Kerstin Sack, Jan Ullrich und Clarita Müller-Plantenberg

 

Im Rahmen der Wirtschaftskrise müssen selbst neoliberale Wirtschaftsdenker eine gestärkte Rolle des Staates hinnehmen. Daneben gibt es aber in der Region Lateinamerika auch diverse Initiativen, die dezentralisierte Modelle befürworten, in denen demokratische und partizipative Komponenten eine große Rolle spielen. Nach den Krisen der neoliberalen Modelle (nicht nur) in Lateinamerika, konnten solidarische Strukturen und kommunale Einrichtungen einen großen Beitrag leisten, um neue Formen der öffentlichen und kommunalen Wirtschaft zu entwickeln, die den gemeinschaftlichen und gesellschaftlichen Charakter über die reine Wachstums- und Gewinnlogik stellen.

Wir werden uns im Seminar mit Beispielen aus Cuba, Venezuela und Brasilien beschäftigen und Strukturen, Tendenzen und Prozesse des Aufbaus einer solidarischen Ökonomie analysieren und diskutieren: Wer sind die jeweiligen Akteure? In welchem politischen Kontext entwickelt sich eine solidarische Ökonomie? Was ist der nationale und internationale Rahmen (z.B. ALBA), in dem diese Prozesse stattfinden? Welche Erfahrungen wurden bisher damit gemacht? Was können wir vom Süden lernen?

 

Programm (PDF-Datei)

 

Zeit: 11. September 2010, 11 - 18 Uhr

Ort: Versammlungsraum im Mehringhof

Gneisenaustr. 2a, 10961 Berlin (U6 Mehringdamm)

 

Eine Veranstaltung des Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung in Kooperation mit dem Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile Lateinamerika FDCL e.V.

 

Diese Veranstaltung wird realisiert aus Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin. Teilnahme frei. Anmeldung unter: global@bildungswerk-boell.de

 


Dienstag, 31.8.2010, 19h, Veranstaltung in Berlin

La Selva peruana: Riqueza en peligro
Una charla con Dominika Szkatula

Ya puede contar de una historia de invasiones que ha visto: La Selva peruana, la parte más grande del Perú. Hoy en día alrededor de 75 por ciento del territorio selvático está cubierto por concesiones hidrocarburos. Y los años pasados han mostrado que el gobierno peruano sea apto para abrir la Selva para más inversiones - sin consultar a los habitantes. Por medio de dos huelgas masivas en 2008 y 2009 decenas de miles de indígenas de varios grupos y etnías han mostrado su resistencia a este tipo de desarrollo forzado desde Lima. La ultima huelga terminó el 5 de junio del año pasado en un masacre cerca de la ciudad amazónica de Bagua, inicialmente provocado por un ataque policial contra manifestantes pacíficos. ... Un año más tarde todavia faltan investigaciones serias para definir las personas juridicamente y politicamente responsables. Y hasta el día de hoy Perú sigue sin una ley de consulta para los grupos indígenas.


Para la charla del 31 de agosto le damos la bienvenida a Dominika Szkatula. Desde hace 25 años Dominika vive en la región de Loreto y trabaja como misionera laica en el Vicariato Apostolico San Jose de Amazonas. Allá Dominika dirigió la pastoral de juventud del vicariato, ahora coordina toda la pastoral del vicariato. También trabaja junto con el hermano Paul McAuley, presidente de la Red Ambiental de Loreto (RAL).


En su charla Dominika va a hablar sobre la situación de los pueblos indígenas en la Selva peruana amenazados por las compañias pertroleras y madereras, y por otro lado sobre la respuesta desde la pastoral indígena y del medio ambiente.

Debate en idioma español (sin traducción)

Forschungs- & Dokumentationszentrum Chile – Lateinamerika (en la teraza, si el tiempo permite, si no en el 5o piso), Gneisenaustr. 2 a, 10961 Berlin (Kreuzberg), U 6 & U 7 Mehringdamm

 

Organizado por: FDCL y Informationsstelle Peru e.V.

 

Recomendación >>> Zona Cruda (2009, 23 minutos, español, subtitulos en inglés): Video sobre contaminación petrolera y la vida de comunidades indigenas en la region de Loreto en las cuencas de los ríos Pastaza, Corrientes, Napo


Montag, 5.7.2010, Abendveranstaltung in Berlin

Chile: Die Rückkehr der Rechten an die Macht


Mit: Urs Müller Plantenberg und Isidoro Bustos V.

Ab 11. März dieses Jahres sind die konservativen Kräfte in Chile wieder an der Macht. Die die Diktatur Pinochets unterstützt haben, haben heute das Sagen im Regierungspalast La Moneda. Dies war vorauszusehen: Nach 20 Jahren war die Concertación por la Democracia, das Bündnis von Christ- und Sozialdemokraten aller Couleur ziemlich erschöpft.

Trotz einiger nicht zu unterschätzenden Fortschritte im Bereich Menschenrechte und im gewissen Maße im sozialen Bereich, hat sich die ideologische Herrschaft des Konsumismus unter dem Mitte-Links-Bündnis noch verstärkt. Dabei haben die Medien – in den Händen zweier konservativer Konzerne – eine entscheidende Rolle gespielt.

In dieser Veranstaltung möchten wir differenziert die Gründe analysieren, die zum Sturz der Mitte-Links-Regierung geführt haben. Dabei werden wir auch die Konsequenzen der Machtübernahme einer konservativen Koalition betrachten, in der die extremrechte Partei UDI die stärke Kraft ist. Dabei ist auch die aktuelle Krise innerhalb des politischen Spektrums, die nicht nur die Parteien der geschlagenen Mitte-Links-Koalition, sondern auch die regierenden rechten Parteien betrifft, Teil dieser Debatte.

Selbstverständlich muss die Bedeutung dieser Änderung im politischen Szenarium Chiles auch vor dem lateinamerikanischen Kontext betrachtet werden, in dem immer mehr Mitte-Links-Regierungen an der Macht sind.


Zeit: 5. Juli 2010, 19:00 Uhr  

Ort: Versammlungsraum im Mehringhof, Gneisenaustr. 2a, 10961 Berlin (U6 Mehringdamm)

 

Eine Veranstaltung des Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung in Kooperation mit dem Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile Lateinamerika FDCL e.V. /// Diese Veranstaltung wird realisiert aus Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin

Teilnahme frei. Anmeldung unter: global@bildungswerk-boell.de


Montag, 28.06.2010, 19.30 Uhr Abendveranstaltung

Bildung und Frauen in Guatemala

MIRIAM, ein Bildungsprojekt zur Frauenförderung, 1989 gegründet und tätig in Nikaragua, Guatemala, Östereich und der Schweiz, hat sich die ganzheitliche Entwicklung von Frauen mittels Aktivitäten im Bildungs-und Sozialbereich zum Ziel gesetzt. Direkte Unterstützung erfolgt u.a. durch diverse Stipendienprogramme für Frauen, in Guatemala sind ca 85 % der Stipendiatinnen indigener Herkunft.


Zu Gast ist Silvia Tecún León, Stipendienkoordinatorin von MIRIAM Guatemala. Silvia, Maya-Kíché und Diplomandin der Rechtswissenschaft, berichtet vom Bildungsprogramm des Projektes und analysiert den Zugang von indigenen Frauen zu höherer Bildung, Diskriminierung und Rassismus an der Universität und Gleichberechtigung in der Mayakosmovision.

MIRIAM Guatemala ist Teil der indigenen Frauenbewegung Tz`ununijá ,Silvia selbst hat am ersten Gipfel Indigener Frauen in Puno, Peru, teilgenommen und arbeitet gemeinsam mit Frauen aus Mexiko, Peru und Bolivien an Themen wie " Derecho a la Consulta, el Buen Vivir, Estado Plurinacional, Equidad de Género".Im Rahmen der Bildungsarbeit von MIRIAM gibt sie ihre Erfahrungen mit der interkontinentalen Diskussion der Indigenen Gipfel an die guatemaltekischen indigenen Student/Innen weiter und erarbeitet inputs für den nächsten Gipfel.

 

Vortrags-und Diskussionsveranstaltung mit Silvia Tecún León


Zeit: Montag, 28.06.2010, 19.30 Uhr

Ort: Versammlungsraum des FDCL, 3. Aufgang, 5. Stock, Gneisenaustr. 2a, 10961 Berlin (U6 Mehringdamm)


Die Veranstaltung wird gemeinsam durchgeführt vom Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile-Lateinamerika FDCL und dem Arbeitskreis Lateinamerika der Partei Die Linke. Sie wurde ermöglicht durch die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit.


Montag, 28.06.2010, 19H, Filmveranstaltung in Berlin

PERU // Cuando La Tierra Llora (Wenn die Erde weint)
Ein Film- und Gesprächsabend mit Marco Arana – Priester, Menschenrechtsaktivist und Aachener Friedenspreisträger 2010 – über den schwierigen Kampf gegen Bergbaukonzerne, Leben und Arbeiten unter den Augen von Spionen und seine politischen Ambitionen mit der Bewegung Tierra y Libertad im Hinblick auf die Regionalwahlen 2010 und die Präsidentschaftswahlen 2011.

 

Film (Trailer): Cuando la Tierra Llora // Peru 2009, R: Stephanie Boyd (Guarango/Quisca), 58 Minuten, Spanisches Original mit deutschen Untertiteln

 

Poster JPEG (900 kB) | PDF (2,7 MB)

 

// Montag, 28. Juni 2010, 19 Uhr

// ACUD Kino, Saal 1, Veteranenstraße 21, 10119 Berlin-Mitte

// Veranstaltet von: FDCL (Blog@realEYZ), Infostelle Peru, realEYZ


Sa, 26. Juni | Find den Sommer auf der Dachterasse ...

... mit Jungs und Mädels von FDCL, den Lateinamerika Nachrichten, Blue 21, FIAN und der Aktionsgemeinschaft Solidarische Welt e.V. (ASW). Anläßlich der achten Ausgabe der Linken Buchtage öffnen wir am 26. Juni die Dachterasse von 14-20 Uhr zum Kennen lernen, Quatschen, Trinken, Sonnenbrand holen, Essen oder einfach Abhängen. Sonne ist bestellt. Getränke und Essen sind in übersichtlicher Auswahl vorhanden. An zuviel guter Laune und Heiterkeit kann es nie mangeln - also immer noch mehr mitbringen.

 

Am 26. Juni daher einfach in den 2. Hinterhof des Mehringhofes kommen ... alles andere links und rechts liegen lassen :) ... und dann den Theateraufgang nehmen bis zum 4. Stock. Der behindertenunfreundliche Zugang zur Dachterasse läßt sich mit einem Telefonanruf unter 0174.88.99.386 umgehen. Das aktiviert zu der oben genannten Zeit den Fahrstuhldienst.

 

Zum Flyer (pdf)


Donnerstag, 24.06.2010, Abendveranstaltung in Berlin

Jugendliche und Jugendkulturen in Lateinamerika

Wenn von Jugendkulturen in Lateinamerika die Rede ist, werden meist sofort die mittelamerikanischen Jugendbanden, die Maras oder Pandillas, genannt, die genauso unmittelbar und vorschnell ausschließlich mit Bandenkriminalität assoziiert werden. Zum einen ist dieses Bild differenzierter zu sehen, zum anderen soll der Blick erweitert werden: Das Seminar möchte die Jugendlichen und Jugendkulturen Lateinamerikas unter die Lupe nehmen, wobei zwischen zwei Strömungen unterschieden werden muss: ein breiter Teil der Jugendlichen charakterisiert sich durch ein demonstratives Desinteresse an Politik im herkömmlichen Sinne, ein anderer Teil ist explizit engagiert in politischen Zusammenhängen. Dennoch sind die eigentlich „apolitisch“ orientierten Jugendlichen durchaus ein politischer Faktor: durch ihre gesellschaftlichen und sozialen Aktivitäten, globalisierte Interessen und die intensive Vernetzung mit Gleichgesinnten sowohl im eigenen Land als auch weltweit stellen sie ein gesellschaftliches Potential dar, das sich seiner politischen Auswirkungen oft selbst nicht bewusst ist.

Mit dem erfahrenen Jugendsoziologen Manfred Liebel wollen wir gesellschaftliche Realitäten, soziale Aktivitäten und politische Einflüsse der Jugendkulturen herausarbeiten.

 

Vortrags- und Diskussionsveranstaltung mit: Manfred Liebel

 

Zeit: Donnerstag, 24. Juni 2010, 19:00 Uhr. Ort: Versammlungsraum im Mehringhof. Gneisenaustr. 2a, 10961 Berlin (U6 Mehringdamm)

 

Eine Veranstaltung des Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung in Kooperation mit dem Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile Lateinamerika FDCL e.V. Diese Veranstaltung wird realisiert aus Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin. Teilnahme frei. Anmeldung unter: global@bildungswerk-boell.de

 


Donnerstag, 27.5.2010, 20H, Veranstaltung in Berlin

MEXIKO

 

peace brigades international (pbi), Carea e.V. und das FDCL laden ein:

 

Menschenrechtslage politischer Gefangener und Sicherheit von MenschenrechtsverteidigerInnen

Im Rahmen der dritten Besuchsreise möchten Antonio und Alejandro Cerezo über die Menschenrechtslage politischer Gefangener und die Arbeit des  Komitee Cerezo auf dem Gebiet der Sicherheit und des Schutzes von MenschenrechtsverteidigerInnen berichten. Sie stellen den Kontext von Kriminalisierung sozialer Proteste sowie der Auswirkungen des Krieges der mexikanischen Regierung gegen den „Drogenhandel“ auf die Menschenrechte her.

 

Antonio Cerezo wird von seinen siebeneinhalb Jahren in Haft, davon sechseinhalb Jahre in einem Hochsicherheitsgefängnis, erzählen. Im Anschluß zeigen wir einen Film über das Komitee Cerezo.

 

Mit der Veranstaltung möchten wir informieren und um Unterstützung für das Komitee und die politischen Gefangenen in Mexiko werben, um damit den Aufbau solidarischer Netzwerke zu befördern.

 

Das Komitee Cerezo ist eine Nichtregierungsorganisation die sich seit 2001 für die Verteidigung der Menschenrechte von politischen Gefangenen einsetzt. Das Komitee kämpft gegen Straflosigkeit und für die Suche nach Wahrheit, Gerechtigkeit und Wiedergutmachung für die Opfer von Menschenrechtsverletzungen. Zu den Mitgliedern zählen Familienangehörige und FreundInnen der Opfer und Überlebenden politischer Unterdrückung, z.B. illegaler und ungerechter Haftstrafen in Hochsicherheitsgefängnissen. Dazu zählen Alejandro, Héctor und Antonio Cerezo sowie Pablo Alvarado und weitere Personen, die zum Ziel von Todesdrohungen, Verfolgungen und Erpressungen von Seiten der Polizei und des Militärs geworden sind.

 

Zeit: Donnerstag, 27. Mai 2010, 20:00 Uhr. Ort: Versammlungsraum, Im Mehringhof, 2. Hinterhof (Eingang Theater), Etage über dem Theater, Gneisenaustr. 2a, 10961 Berlin (U6 Mehringdamm)


Do., 20.05.2010, 20:30 H, Das Freihandelsabkommen zwischen der EU und Kolumbien

Mit Risiken und Nebenwirkungen

Das Freihandelsabkommen zwischen der EU und Kolumbien im Angesicht politischer Morde, Vertreibung und fortlaufender Armut

 

Do. 20. Mai 2010 – 20:30 Uhr Veranstaltungsraum im Mehringhof, Gneisenaustr. 2a, 10962 Berlin. 2. Hof, Aufgang 3, 1. Stock (über dem Mehringhof-Theater)

 

Podiumsdiskussion mit:

 

Laura Rangel, RECALCA Kolumbien: Wirkungen und Nebenwirkungen des Freihandelsabkommen in Kolumbien – Von Gewinnern und Verlierern

Raul Arroyave, CUT Kolumbien: Resistente Erreger und wirksame Medizin – Transnationale Konzerne, Gewerkschaften und Arbeitsrechte in Kolumbien

Hans-Christian Ströbele, Bündnis 90 / Die Grünen (angefragt): Diagnose Verfahren und Ortung – Die Möglichkeiten deutscher Parlamentarier, auf den Ratifizierungsprozess Einfluss zu nehmen.

Heike Hänsel, Die LINKE: Placebos und Folgeerkrankungen – Wie der Freihandel in der politischen Landschaft Deutschland /EU diskutiert wird

David Hachfeld, Oxfam Deutschland: Moderation

 

Hintergrund:

Das bilaterale Freihandelsabkommen zwischen der Europäischen Union (EU) und Kolumbien soll am 18.05.2010 nach dreijährigen Verhandlungen auf dem EU-Lateinamerika-Gipfeltreffen in Madrid unterzeichnet werden. Die EU, wie auch die Eliten Kolumbiens verbuchen dies als großen Erfolg, der dem südamerikanischen Land immense wirtschaftliche Vorteile und Entwicklungsmöglichkeiten verschaffen werde.

Diese Medizin wird auch wirken. Doch die tatsächlichen Gewinner werden die europäischen Großkonzerne und große lateinamerikanische Unternehmen des Exportsektors sein. Für die Bevölkerung hingegen wird es eine bittere Pille, denn die mit dem Abkommen einhergehende Liberalisierung und Privatisierung werden Vertreibung, Armut und den sozialen Ausschluss in Kolumbien weiter verschärfen.

In Kolumbien richtet sich ein breites Bündnis aus NGOs, Parteien und Gewerkschaften gegen das Freihandelsabkommen mit der EU. Im Vordergrund stehen dabei einerseits die permanenten Verletzungen der Menschenrechte durch die Regierung und andere im Bürgerkrieg beteiligte Gruppierungen. 2009 wurden 41 GewerkschafterInnen ermordet. MenschenrechtsaktivistInnen wurden und werden systematisch von Armee und Polizei verfolgt, verhaftet oder ermordet. Andererseits richtet sich die Kritik gegen multinationale Konzerne, die die natürlichen Ressourcen Kolumbiens rücksichtslos ausbeuten. Im Bergbau finden massive Arbeitsrechtsverletzungen statt. Konzerne greifen sich das Land, um bspw. Palmölplantagen anzulegen und vertreiben dafür die angestammte Bevölkerung.

Auch als der US-Kongress, das kanadische Parlament und die norwegische Regierung die Ratifizierung eines Freihandelsabkommens mit dem Verweis auf die katastrophalen Zustände in Kolumbien abgelehnt hatten, setzte die EU ihre Verhandlungen mit dem kolumbianischen Regime über ein Freihandelsabkommen fort. Eine Menschenrechtsklausel soll die Bedenken von NGOs und Gewerkschaften zerstreuen, wird aber an der tatsächlichen Wirkung des Vertrages kaum etwas ändern.

Mit unserer Veranstaltung wollen wir über das Freihandelsabkommen EU-Kolumbien informieren, um gemeinsam die Ratifizierung, sei es im Europäischen Parlament oder den einzelnen Parlamenten der Mitgliedstaaten, zu verhindern.

Eine Veranstaltung des FDCL e.V.

in Kooperation mit WEED, Oxfam Deutschland und Kolko e.V..

Gefördert von der Europäischen Union.


Einladung zum Pressegespräch

Mit Risiken und Nebenwirkungen –
Das Freihandelsabkommen zwischen der EU und Kolumbien im Angesicht politischer Morde, Vertreibung und fortlaufender Armut


Donnerstag, 20.05.2010, 12:00 Uhr
Mehringhof, Gneisenaustr. 2a, 10962 Berlin


Auf einen Blick

  • Europäische und kolumbianische NGOs und Gewerkschaften kritisieren die Unterzeichnung des Freihandelsabkommen zwischen der EU und Kolumbien am 18.05.2010
  • mobilisieren gegen die Ratifizierung durch das Europäische Parlament und den Bundestag

 

Interviewmöglichkeiten mit kolumbianischen und deutschen AktivistInnen und
kolumbianischem Gewerkschafter


TeilnehmerInnen am Pressegespräch


Laura Rangel, RECALCA Kolumbien
Nicola Jaeger, WEED e.V.
Raul Arroyave, CUT Kolumbien
Thorsten Schulz, FDCL e.V.


Mittwoch, 19.5.2010, 20H, Filmveranstaltung in Berlin

MEXIKO

Acteal, 10 Jahre Straflosigkeit, und wieviele noch?

Regie: José Alfredo Jiménez Pérez. 2007-2008, 45 min., digitales Video, Tsostil und Spanisch mit englischen Untertiteln.

Mit: José Alfredo Jiménez, Axel Köhler (Videoastas Indigenas, Chiapas)

 

Der Dokumentarfilm ist der Erinnerung an die 45 Menschen gewidmet, die meisten von ihnen Frauen und Kinder, die von paramilitärischen Kräften am 22. Dezember 1997 in Acteal, Chiapas, massakriert wurden. Anhand von Aussagen der Augenzeugen und Überlebenden und derer, die in den Ermittlungsprozess involviert sind und versuchen, eine faire gerichtliche Anhörung zu erwirken, untersucht der Film die Verantwortlichen für das Massaker, sowohl die Auftraggeber als auch die Täter des Verbrechens, die nie zur Rechenschaft gezogen wurden. Wir werden Zeugen der politischen Manipulationen der mexikanischen Regierung, der Strategien des "Krieges niederer Intensität" in Chiapas, und die Straflosigkeit, die das Abschließen mit diesem schmerzvollen Ereignis verhindert.

 

José Alfredo Jiménez, 34 Jahre alt, ist ein Tsotsil-sprachiger Bewohner der Ortschaft Chenalhó in Chiapas, wo er als Filmemacher und Sozialkommunikator für seine Organisation Sociedad Civil Las Abejas (Zivile Organisation Die Bienen) arbeitet. Er ist seit 2002 gelernter Journalist und fing 2005 an, Videos mit "Red de Comunicadores Boca de Polen" (Kommunikationsnetzwerk Blütenstaubmund) zu drehen. Er hat an einer Reihe von Video- und Filmfestivals teilgenommen, unter anderem dem Internationalen Film- und Videofestival Indigener in Oaxaca (Mexiko), dem Internationalen Filmfestival in Morelia (Mexiko), und dem XIV. Festival für Indigenen Film und Video des Smithonian National Museum Amerikanischer Indianer in New York.

 

Zeit: Mittwoch, 19. Mai 2010, 20:00 Uhr. Ort: FDCL-Etage, Im Mehringhof, 2. Hinterhof (Eingang Theater), 5. Stock, Gneisenaustr. 2a, 10961 Berlin (U6 Mehringdamm)


Alternativengipfel Enlazando Alternativas4 (EA4), Madrid, 14- 18 Mai 2010

Das Bi-regionale Netzwerk „Europa - Lateinamerika und Karibik“ lädt zum 4. Mal zum „Alternati­ven Gipfel“ ein, um ein bi-regionales politisches Netzwerk zu stärken. Der vierte Alternativen-Gipfel findet vom 14. bis 18. Mai 2010 in Madrid statt. Er soll dazu dienen neue solidarische Übereinstimmungen zwi­schen unseren Völkern und den entstehenden Widerstandsbewegungen zu stärken und einen politi­schen Raum für eine bi-regionale Mobilisierung zu schaffen: trotz der Kriminalisierung sozialer Be­wegungen.

[Vorläufiges Programm (deu)] [Programa detallado (esp)]

 

Zwei Veranstaltungen mit dem FDCL auf EA4 in Madrid, beide am Samstag, 15.05.2010

* 10–14 Uhr, B12: Die Landnahme in Lateinamerika bedroht die Biodiversität. Der Fall: Soja. (El acaparamiento de tierras en América Latina, amenaza para la biodiversidad. El caso de la soja.)

Mit: Transform Europe / Partido de la Izquierda Europea / FDCL (Alemania) / Ecologistas en Acción / Amigos de la Tierra Internacional


* 12–14 Uhr, S107b: Ständiges Tribunal / Gerichtliche und außergerichtliche Strategien gegen multinationale Unternehmen. (Estrategias no jurídicas y jurídicas de enfrentamiento a las empresas transnacionales)

Mit: Terra de Direitos (Brasil) / PACS (Brasil), KoBra (Alemania), FDCL (Alemania)

 

Gefördert von der Europäischen Union.


The Devil Operation | Der neue Dokumentarfilm von Guarango/Quisca | Trailer + Infos auf realEYZ

Pater Marco, ein einfacher Priester aus Cajamarca in Perus nördlichen Andenbergen, wird verfolgt. Eine private Detektivfirma filmt und fotografiert jeden seiner Schritte; ihre akribischen Berichte tragen den Codenamen “Operation Teufel” (The Devil Operation). +++ “2. Nov. 5:00 Uhr” – Die Überwachung der “Hölle” (Büro von Pater Marco Arana) beginnt. +++ “2. Nov. 7:00 Uhr” – “Der Teufel” (Pater Marco) kommt am Büro an. +++ “2. Nov. 7:10 Uhr” – Der Teufel gibt eine Messe. +++ Marcos Verbündete werden ermordet und gefoltert ... [Weiterlesen und zum Trailer auf dem realEYZ-FDCL-Blog]

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+++ Webseite zum Film (spanisch/englisch)

+++ Wir sehen was, was ihr (bestenfalls) nicht seht … (FDCL-Blog@realEYZ)

+++ The Devil Operation: Weltpremiere @ HotDocs Filmfestival, 30. April 2010

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+++ Über realEYZ: Ein 4minütiger Radiobeitrag von Bayern2


Mittwoch, 12.5.2010, 19H, Veranstaltung in Berlin

Stimmen aus dem Süden zum Assoziierungsabkommen EU – Zentralamerika

 

Mit: Lorena Zelaya, Aktivistin in der honduranischen Organisation Bloque Popular, die Widerstand gegen Freihandelsabkommen leistet // Carlos Aguilar, Koordinator des mittelamerikanischen Zweigs des lateinamerikanischen Widerstandsnetzwerks Grito de los Excluidos

 

Lange Zeit galt auch in vielen Teilen Lateinamerikas das neoliberale Modell als alternativlos: Exportorientierung, Privatisierungen öffentlicher Dienstleistungen, Sozialabbau. Seit etwa 10 Jahren jedoch wird auf dem ganzen Kontinent mit Alternativen experimentiert, und nicht nur auf Regierungsebene. Soziale Bewegungen beziehen sich z.B. auf die sog. Gemeingüter, die vielerorts in langer kultureller Tradition stehen und gegen den Zugriff der Interessen von Privatisierung und Profit verteidigt werden.


Unterdessen kämpft die Europäische Union (EU) um den Erhalt der Vorteile, die ihr das neoliberale Modell bietet. Aktuell versucht die EU, Zentralamerika sowie Peru und Kolumbien für Freihandelsabkommen zu gewinnen, die dieses Modell der Macht des Stärkeren, des Wachstums um jeden Preis, der Spaltung in Arm und Reich verfestigen sollen.


Die EU weiß, dass ihr Ruf als Wahrerin der Menschenrechte ihr größtes Kapital ist und verbirgt ihre Interessen hinter Formulierungen wie „Assoziierungsabkommen“, „Politischer Dialog“, „Entwicklungszusammenarbeit“.


Dass jedoch die Durchsetzung ihrer Weltmachtinteressen ihr zentrales Motiv ist, zeigt sich darin, dass sie dafür selbst mit Regierungen wie der von Porfirio Lobo in Honduras zusammenarbeitet, in dessen 2 Monaten Amtszeit über 20 politische Morde an Angehörigen der Demokratiebewegung begangen wurden. [Mehr auf der Kampagnenseite des Ökumenischen Büro e.V. München]

 

Lorena Zelaya und Carlos Aguilar werden ihre Analysen zum sogenannten Assoziierungsabkommen vorstellen und erläutern, warum und wie die sozialen Bewegungen Zentralamerikas dagegen vorgehen.


Sie rufen die europäische Bevölkerung dazu auf, sich diesem Projekt entgegen zu stellen. Nach der drohenden Unterzeichnung im Mai 2010 stünde die Ratifizierung des Abkommens im Europäischen Parlament an.

 

Zeit: Mittwoch, 12. Mai 2010, 19:00 Uhr. Ort: Versammlungsraum, Im Mehringhof, 2. Hinterhof (Eingang Theater), Etage über dem Theater, Gneisenaustr. 2a, 10961 Berlin (U6 Mehringdamm)


Mittwoch, 12.5.2010, 11H, Pressegespräch in Berlin

Das Assoziierungsabkommen EU – Zentralamerika

Mit: Lorena Zelaya, Aktivistin in der honduranischen Organisation Bloque Popular, die Widerstand gegen Freihandelsabkommen leistet. Seit dem Putsch in Honduras ist sie führendes Mitglied der Bewegung gegen den Putsch und für eine neue Verfassung in Honduras. // Carlos Aguilar, Koordinator des mittelamerikanischen Zweigs des lateinamerikanischen Widerstandsnetzwerks Grito de los Excluidos

 

Hintergrundinfos: Kampagnenseite des Ökumenischen Büro e.V. München

 

Zeit: Mittwoch, 12. Mai 2010, 11:00 Uhr. Ort: FDCL-Etage, Im Mehringhof, 2. Hinterhof (Eingang Theater), 5. Stock, Gneisenaustr. 2a, 10961 Berlin (U6 Mehringdamm)


Dienstag, 27.4.2010, 19.30H, Veranstaltung in Berlin

Arbeitsrechte in der IT-Industrie in Zeiten der Krise – Das Beispiel Mexiko

Computer, Handy & Co. gibt es nahezu in jedem Haushalt. Rube und Mery, zwei Mexikanerinnen, die in der dortigen IT-Industrie arbeiten, zeigen die Probleme auf, die durch den schnelllebigen Konsum von Computer, Handy & Co. entstehen: ArbeiterInnen in den Produktionsstätten zahlen den Wechsel zum neusten High-Tech-Trend mit Kurzzeitvertägen von einem Monat und Hungerlöhnen. Rube arbeitet seit 6 Jahren beim Centro de Reflexión y Acción Laborales (CEREAL) in Guadalajara (Mexiko) und wird die Ergebnisse einer Studie über die Auswirkungen der globalen Finanzkrise auf den IT-Sektor vorstellen. Mery arbeitet in der Fabrik Jabil, die Blackberrys herstellt. Sie wird über den Alltag in den IT-Fabriken berichten. +++ Außerdem: Infos von ExpertInnen über das Thema Nachhaltiger Konsum im IT-Bereich. Es gibt Tipps zum eigenen Konsumverhalten und aktuelle Aktionen werden vorgestellt. +++ Die Veranstaltung findet im Rahmen einer Rundreise statt, die die CIR (http://www.ci-romero.de) vom 26. April bis zum 5. Mai in Deutschland über das Projekt Ishopfair www.Ishopfair.net realisiert. +++ Ort: newthinking-store.de (NTS), Tucholskystrasse 48, 10117 Berlin +++ Zeit: Dienstag, 27.4.2010, 19.30 Uhr +++ Veranstalter: CIR, weed, Germanwatch, NTS, realEYZ, FDCL +++ >>> Text mit Foto +++ >>> Flyer herunterladen (pdf, 700 kB)


Samstag, 24.4.2010, 12-14H, Soliaktion in Berlin

KOLUMBIEN: Solidaritätsaktion für Menschen- & Gewerkschaftsrechte

Jedes Jahr werden Tausende Menschen in Kolumbien ermordet, allein weil sie sich für ihre sozialen und politischen Rechte engagieren. +++ Besonders im Fadenkreuz von Armee und Paramilitärs stehen aktive GewerkschafterInnen. Auch 2009 mussten die Gewerkschaften 41 KollegInnen zu Grabe tragen. +++ Doch die Überlebenden geben nicht auf und sind ein Beispiel für Mut und die Kraft ihrer Überzeugungen. Mit ihnen wollen wir uns solidarisieren und deutlich machen, dass ihr Engagement wahrgenommen, die Missachtung der Menschenund Gewerkschaftsrechte hingegen scharf verurteilt wird.

 

Protestaktion mit Redebeiträgen auf Deutsch und auf Spanisch zu:

Bedrohte VerteidigerInnen von Menschenrechten - kolko e.V. // Gewerkschaftliche Arbeit unter ständiger Todesdrohung - Arbeitskreis Internationalismus der IG Metall Berlin // Fallstudien bedrohter und ermordeter Gewerkschafter - Amnesty International Berlin- Brandenburg // Konzerninteressen und Menschenrechte - Kolumbienkampagne // EU-Freihandelsabkommen mit Kolumbien - Oxfam

 

Zusammenschluss von: Arbeitskreis Internationalismus der IG Metall Berlin, FDCL, kanalB, kolko e.V., Kolumbienkampagne, Kommunität Grimnitz, Oxfam, Polo Democratico Alternativo, ver.di Bezirk Berlin und Weltwirtschaft, Ökologie & Entwicklung – WEED e. V.

 

Wo + Wann: 24. April 2010 – 12:00-14:00h // Berlin, Wittenbergplatz
(am Brunnen auf der Seite des KaDeWe) // PDF-Datei (600 kB) zum Herunterladen


20.4.2010 | Nun doch: Auktion abgeschlossen für Belo Monte Staudamm- und Wasserkraftwerksprojekt

Nach juristischem Hickhack in den letzten Tagen vor verschiedenen brasilianischen Gerichten scheint die Ausschreibung für die Bauleistungen des Belo Monte Staudamms am 20. April nun doch zu beginnen. Belo Monte am Xingu Fluß im brasilianischen Amazonasgebiet wäre nach den Planungen gegenwärtig das weltweit drittgrößte Staudamm- und Wassserkraftprojekt. Bedroht sind die Lebensgrundlagen zahlreicher indigener Völker.

--- 19.4.2010: Der Richter in Altamira stoppte auf der Grundlage einer zweiten Klage den Beginn der Ausschreibung erneut (mehr auf der Plattform Belo Monte).

--- 20.4.2010International Rivers schreiben, die Auktion findet statt, nachdem auch die (zweite) Verfügung von gestern aufgehoben wurde. Massive Proteste in Brasilien. Belo Monte Auction Goes Forward after 
Court Overrules Second Injunction --- >>> International Rivers mit einer globalen Aktion. --- Folha notiert, die Auktion (es gab nur zwei Bieterkonsortien, eines mit sechs, das andere mit neun Unternehmen) ist vorüber und dauerte nicht einmal 10 Minuten (Gewinner der Auktion: das Konsortium unter der Führung der staatlichen Companhia Hidroelétrica do São Francisco). Erst während die Auktion lief, erließ Bundesrichter Antonio Carlos Almeida Campelo in Altamira eine weitere gerichtliche Verfügung gegen Belo Monte im Zuge einer dritten anhängigen Klage.

„Dieser Kampf endet nicht mit der Durchführung des Bietprozesses, denn wir richten unsere Termine nach dem Widerstand und nicht nach dem Bietverfahren“,  so Dion Monteiro vom Städtischen Komitee Lebendiger Xingu für immer. (aus: Belo Monte: Movimentos afirmam que luta não se encerra com o leilão (Adital))

Die Bewegungen mobilisieren weiter und setzen nach wie vor auf nationale und internationale UnterstützerInnen.

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Brief von 140 Organisationen an Brasiliens Präsident Luis Ignácio Lula da Silva von Anfang März nach Erteilung der Umweltlizenz für das Projekt: Englisch | Portugiesisch

 

Artikel Beton und Fluten - Umweltbehörde IBAMA gibt grünes Licht für Megastaudamm am Amazonas (Lateinamerika Nachrichten, März 2010)

 

Analyse des Projektes von AmazonWatch (englisch)

 

Internationale Kampagne: International Rivers (englisch)


Jueves, 15.04.2010, 19 horas, Evento en Berlin

Presentación del libro y discusión con el autor

“Latinoamérica - La mentalidad colonial y otros ensayos” de Dr. Julio Roldán

   “El descubrimiento, la conquista y la colonización europea son los tres hechos que dan origen y moldean históricamente al denominado Nuevo Mundo. Estos acontecimientos tienen sus consecuencias mayores en El mestizaje, en todos los niveles. ¿Ha generado América Latina, en su proceso histórico, características esenciales en su ser que lo diferencian del ser en general?

   Julio Roldán nació en la ciudad de Tayabamba-Perú y vive desde el año 1993 en Hamburgo-Alemania en condición de asilado político.

   Nos encontramos para charlar y discutir con el autor Julio Roldán el jueves, 15.04.10 a las 19h (7pm) en el Mehringhof (Gneisenaustr. 2a,10961 Berlin, Subida - Aufgang - 3, segundo piso a la izquierda - Versammlungsraum). Si quieren traen algo para beber y comer. Les esperamos!

   Radio Colibrí - el programa que te hace vibrar cada jueves a las 19h (7pm) en www.multicult2.0.de!

Les invitan Radio Colibrí y


Montag, 12.04.2010, 20 Uhr, Veranstaltung in Berlin

Alternativen verknüpfen!

Lateinamerika im Visier der neoliberalen Freihandelsagenda der EU - Widerstand und Alternativen

Mit unserer Veranstaltung wollen wir auf die möglichen Formen von Widerstand eingehen und Strategien debattieren, um die beim 4. Alternativen Gipfel – Enlazando Alternativas in Madrid stattfindenden Aktionen zu unterstützen, hier in Deutschland gegen das Freihandelsabkommen EU-Kolumbien zu mobilisieren und die noch nötige Ratifizierung im Europa Parlament zu verhindern.

Podiumsveranstaltung am Mo. 12.4.2010 um 20:00 Uhr im Mehringhof Versammlungsraum, Gneisenaustr. 2a, 10961 Berlin, Aufgang III, 1. Stock über dem Theater

Auf dem Podium

Tom Kucharz: Spanien, Koordinator von Enlazando Alternativas und Mitarbeiter bei Ecologistas en Accion.
Heike Hänsel: Mitglied des Bundestags, Fraktion Die Linke
Alirio Uribe: Kolumbien, Rechtsanwalt und Menschenrechtsaktivist

Das FDCL e.V. in Kooperation mit der Fraktion Die Linke

 

[mehr]

 

 


Samstag, 27.03.2010, Tagesseminar in Berlin

Droht Amazonien die unbegrenzte Erschließung?

– Ein Wirtschaftsraum für den globalen Konsum

Tagesseminar am 27. März 2010, 11 - 18 Uhr im Versammlungsraum im Mehringhof, Gneisenaustr. 2a, 10961 Berlin (U6 Mehringdamm) # Eine Veranstaltung des Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung in Kooperation mit dem Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile Lateinamerika FDCL e.V. [mehr]


Mittwoch, 24.03.2010, Abendveranstaltung in Berlin

Argentinien # Film & Erinnerungsarbeit / Cine Memoria # "Victoria"

Wir wollen erinnern an den Militärputsch vom 24. März 1976 und die Zeit der Diktatur in Argentinien. Wir möchten dies mit dem Film Victoria (ARG 2008, 85', Spanisch mit englischen Untertiteln) tun, anhand einer individuellen Geschichte, die jedoch stellvertretend für viele Schicksale der damaligen Zeit steht. +++ Analías bisheriges Leben zerbricht mit Ende zwanzig, als ihr "Vater" einen Selbstmordversuch unternimmt. Der Grund: Er wird von spanischen Richtern mit weiteren ehemaligen Folterern der Mechanikerschule der Marine (ESMA) mit internationalem Haftbefehl gesucht. Analía erfährt schmerzhaft und langsam, dass ihr richtiger Name Victoria ist. Den erhielt sie noch von ihrer Mutter, die sie 1977 in der ESMA gebar. Victoria wurde dann ihrer Mutter entrissen, die wenig später bei einem der Todesflüge über dem Rio de la Plata ermordet wurde. Auch Victorias Vater liessen die Militärs in der Diktaturzeit verschwinden. Der Film von Adrián Jaime begleitet Victoria Donda Perez - heute die jüngste Abgeordnete im argentinischen Parlament - bei der Entdeckung der Familien ihrer leiblichen Eltern und ihrer wahren Identität. +++ Mit Gesprächspartnern & Diskussion nach dem Film (mehr Infos demnächst) +++ Zeit und Ort: Mittwoch, 24.3.10, 19h // ACUD Kino, Veteranenstraße 21, 10119 Berlin-Mitte, Tel. 030/44359498, http://www.acud.de


Dienstag, 23.03.2010, Abendveranstaltung in Berlin

Der Belo Monte Staudamm: Widerstand, Akteure und aktueller Stand

Rosalvo Salgueiro, der Koordinator der brasilianischen Sektion des „Dienst für Frieden und Gerechtigkeit“ (SERPAJ), von dem Bau des Belo Monte Staudammes am Rio Xingu berichten. Im Mittelpunkt des Vortrages von Rosalvo Salgueiro stehen der nationale und lokale Widerstand, die Betroffenen und Mitstreiter, die Erfolge und Misserfolge und der aktuelle Stand des Projektes. # Eine Kooperationsveranstaltung von Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile und Lateinamerika (FDCL), Food First Informations- und Aktions-Netzwerk (FIAN), Rettet den Regenwald. # Ort + Zeit: Versammlungsraum im MehringHof, Gneisenaustr. 2A, 10961 Berlin (U6 Mehringdamm) am Dienstag 23. März 2010, 19:00 Uhr. [Mehr im Ankündigungstext, PDF-Datei, 70kB]


Montag, 01.03.2010, Abendveranstaltung in Berlin

Nach dem Putsch - die Menschenrechtslage in Honduras
Bertha Oliva und Jesús Garza berichten über die aktuellen Entwicklungen in Honduras. Maja Liebig stellt die Ergebnisse der Recherchen von Amnesty International zu Honduras vor. Veranstaltungsort: Haus der Demokratie und Menschenrechte, Robert-Havemann-Saal, Greifswalder Str. 4, Berlin, Beginn: 19 Uhr [mehr].


FDCL Filmpartner bei Berliner Filmplattform realEYZ

... dort begleiten wir die Guarango-Filme Choropampa - Der Preis des Goldes (2003) sowie Tambogrande - Mangos, Murder, Mining (2007) mit einem Blog. [mehr]


Neue Publikation des FDCL

Landnahme im Treibhaus
Land und Wald auf den Kohlenstoffmärkten
von Thomas Fritz | FDCL Berlin, 2009

Herausgegeben von: Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile-Lateinamerika – FDCL e.V.
ISBN-13: 978-3-923020-48-5


Neue Publikation des FDCL

Die neue Landnahme. Amazonien im Visier des Agrobusiness

 

Von Thilo F. Papacek, FDCL Verlag, Berlin 2009

 

Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile-Lateinamerika. ISBN-13: 978-3-923020-47-8 [mehr].


Freitag, 05.02.2010 Abendveranstaltung in Berlin

Die zweite Befreiung Lateinamerikas?
Informations- und Diksussionsveranstaltung mit: Harald Neuber.
Zeit: Freitag, 5. Februar 2010, 19:00 Uhr. Ort: Versammlungsraum im Mehringhof. Gneisenaustr. 2a, 10961 Berlin (U6 Mehringdamm) [mehr].


Januar 2010: Presseschau und Pressemitteilung „ThyssenKrupp beutet das Erz aus, den Fischern bleibt die Schlacke“ - Erfolgreiche Hauptversammlung für Luis Carlos Oliveira und Kritische Aktionäre

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Die Pressemitteilung von PACS, KoBra, Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre und FDCL vom 22.Januar 2010 als PDF-Datei zum Öffnen/Herunterladen.

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Auf Einladung der Bundestagsfraktion Die Linke war es dem brasilianischen Fischer Luis Carlos Oliveira möglich, im Januar 2010 nach Deutschland zu kommen, um über den Protest der Fischer gegen das Stahlwerk von ThyssenKrupp an der Bucht von Sepetiba zu berichten.

Weitere Informationen z.B. zur Hauptversammlung der Aktionärinnen und Aktionäre der ThyssenKrupp AG finden sich auch auf der Seite des Dachverbands der  Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre.

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Für Interviews:

Luis Carlos Oliveira, Vertreter der Fischervereinigung APESCARI, Region Canto dos Rios // Karina Kato, Mitarbeiterin des Instituts Políticas Alternativas para o Cone Sul (PACS), Rio de Janeiro (beide erreichbar über Christian Russau) // Christian Russau, Vorstandsmitglied des bundesweiten Netzwerks der Brasilien-Solidarität, Kooperation Brasilien (KoBra) aus Freiburg, Tel. 0171 - 209 55 85 und chrussau(at)googlemail.com // Markus Dufner, Geschäftsführer des Dachverbands der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre, Tel. 0221/5995647, Mobil-Tel. 0173 – 713 5237, Email: dachverband@kritischeaktionaere.de

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Ein paar Medienreaktionen zum Protest der Fischer auf der Hauptversammlung von ThyssenKrupp:

 

"Nachhaltige Investments. Kritische Aktionäre prangern Geschäftspraktiken an" (Handelsblatt Business Briefing, 19.02.2010, Nr. 2) +++ Thyssens Versprechen - und die Realität (labournet, 19.02.2010) +++ "Lula - auch nur ein Genosse der Bosse?" ThyssenKrupp baut in Brasilien seit 2006 für Milliarden Euro ein riesiges Stahlwerk, das nach Kritikern die Lebensgrundlage von Fischern und die Umwelt bedroht (telepolis, 16.02.2010) +++ "Die Fischer gegen das Stahlwerk von ThyssenKrupp" (Bundestagsfraktion Die Linke 10.02.2010 – PDF) +++ "ThyssenKrupp: Nerven wie Drahtseile gefragt" (Finanzen.net, 07.02.2010) +++ "Handschlag verweigert. ThyssenKrupp weist alle Vorwürfe zurück – Fischerprotest gegen Stahlwerk hält an" (Lateinamerika Nachrichten, Februar 2010) +++ "Pescatori vs Thyssen Krupp" (Osservatorio Brasile, 01.02.2010) +++ "Weiter Kritik aus Brasilien an ThyssenKrupp". Deutscher Stahlkonzern weist Vorwürfe zurück. Entwicklungsausschuss des Bundestags schaltet sich ein (amerika21, 30.01.2010) +++ "Entwicklung - Aber für wen? Fischer im Kampf gegen ein ThyssenKrupp-Stahlwerk" (Radio onda, 30.01.2010, audiofile) +++ »Ich wurde aus Luxuswagen mit einer Waffe bedroht«. ThyssenKrupp baut in Brasilien ein Stahlwerk und vergiftet dabei die Umwelt. Ein Gespräch mit Luis Carlos Oliveira (junge welt 29.01.2010) +++ "Das Stahlwerk zerstört unsere Lebensgrundlage". ThyssenKrupp baut eine neue Fabrik in Brasilien. Die Fischer der Region sind dagegen (taz 28.01.2010, auch in Druckausgabe ND 28.01.2010) +++ EU und Lateinamerika: Schutz vor Willkür statt Profit. Von Barbara Lochbihler (news.de 26.01.2010) +++ "Ärger um teure Stahlwerke" (NRZ 22.01.2010, nur Druckausgabe) +++ "Versammlungszirkus". Kommentar von Werner Sturbeck (FAZ vom 22.01.2010, nur Printausgabe)  +++ Ein Fischer kämpft gegen Thyssen-Krupp (Südamerika Blog 23.01.2010) +++ Globalisierter Protest Zwischen den Zahlen (Süddeutsche Zeitung, 22.1.10) +++ Probleme für Stahlmulti (jW, 22.1.10) +++ "Dieser Fischer protestiert gegen Thyssen-Krupp" (BILD NRW 22.01.2010, nur Print) +++ "Aus der Substanz" (Süddeutsche Zeitung 22.01.2010, nur Druckausgabe) +++  Der Streit um die Dividende. Gewerkschaft lehnt auf ThyssenKrupp-Hauptversammlung Auszahlung ab / Kritik an Kraftwerksbau (Leipziger Volkszeitung, Printausgabe 22.01.2010) +++ "ThyssenKrupp und die Fischer von Sepetiba" (Bonner Generalanzeiger, Printausgabe 21.01.2010) +++ ThyssenKrupp: Hauptversammlung bei ThyssenKrupp (2'-Video, ARD Mediathek, Börse im Ersten, 21.1.10, online bis 28.1.10) +++ "ThyssenKrupp bedroht Menschenleben in Brasilien (Pressemitteilung Die Linke, Niema Movassat MdB, 21.01.2010)  +++ ThyssenKrupp unter Druck: Neue Werke fressen Gewinn (n-tv, 21.01.2010) +++ Probleme bei Thyssen-Krupp (2'45''-Audio, WDR Mediathek, 21.1.10)  +++ "Neue ThyssenKrupp-Werke deutlich teurer" (Stern, 21.01.2010) +++ Aktionäre billigen Vorstandsvergütungen (Frankfurter Rundschau Online, 21.1.10) +++ Hauptversammlung: Thyssen-Krupp verärgert Aktionäre (Der Westen, 21.01.2010) +++ Zum Wohl der Aktionäre – ThyssenKrupp bedroht Menschenleben in Brasilien (Saarländische Online-Zeitung, ‎21.01.2010‎) +++ Fischer gegen ThyssenKrupp (ND 21.1.10) +++ Neue ThyssenKrupp-Werke klar teurer als geplant (ZEIT online mit dpa, 21.1.10) +++ ThyssenKrupp-Aktionäre fürchten Dividende (Financial Times Deutschland, 21.1.10) +++ Millionen für die Mangrovensümpfe (Handelsblatt 21.1.10) +++ Brasilianische Fischer wollen gegen ThyssenKrupp-Werk protestieren (Spiegel Online mit dpa, 21.1.10) +++ Kritik an ThyssenKrupp Stahlwerk in Brasilien (Deutsche Welle, 21.1.10) +++ Protest gegen geplantes Stahlwerk von ThyssenKrupp in Brasilien (inforadio, Audiofile, 20.1.10, online bis 28.Januar) +++ Pescadores brasileiros protestam na Alemanha (O Globo – Blogue No Portal de Brandemburgo, 20.01.2010) +++ Brasilianische Fischer wollen gegen ThyssenKrupp-Werk protestieren (N24, 20.01.2010) +++ ROUNDUP: Brasilianische Fischer wollen gegen ThyssenKrupp-Werk protestieren. BONN (dpa-AFX, 20.01.2010) +++ Stahl: Fischer wollen gegen ThyssenKrupp-Werk protestieren. Brasilianische Fischer wollen am Donnerstag bei der ThyssenKrupp-Hauptversammlung in Bochum gegen ein fast fertiggestelltes Werk des größten deutschen Stahlproduzenten in ihrer Heimat protestieren. (Focus, 20.01.2010) +++ Fischer wollen gegen ThyssenKrupp-Werk protestieren (20.1.10, ZEIT online mit dpa) +++ Metaller und Fischer (Süddeutsche Zeitung, 20.01.2010) +++ "Fischer protestiert gegen Stahlwerk von ThyssenKrupp in Brasilien" (AFP 20.01.2010 bei yahoonews)  +++ Fischer gegen ThyssenKrupp. Vertreter von Fischereiverbänden aus Brasilien kommen zu Aktionärsversammlung. Vorwürfe wegen Bau eines Werks (amerika21, 09.01.2010)

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"Denúncias contra TKCSA ganham visibilidade na Alemanha" (Fazendo Média 23.01.2010, auch übernommen von Brasil de Fato) +++ Pollution: des pêcheurs brésiliens s'opposent au géant allemand ThyssenKrupp (AFP) +++ Alemanha: Pescador brasileiro em guerra contra gigante alemão da siderurgia (Correio de Minho) +++ PARTERRE / TyssenKrupp nella rete del pescatore di Rio (Il Sole) +++ Pescadores brasileños protestan en Asamblea General de ThyssenKrupp (Prensa Latina) +++ ThyssenKrupp é alvo de críticas de pescadores brasileiros (Deutsche Welle) +++

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Der Kampf des Fischers (Portrait über Luis Carlos Oliveira, Süddeutsche Zeitung, Printausgabe vom 20. Januar 2010) - PDF-Datei (365 KB) Öffnen/Download HIER

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Das Stahlwerk und die Fischer. Brasilianisches Menschenrechtssekretariat geht davon aus, dass der Werkschutz von ThyssenKrupp in Brasilien aus Milizionären besteht, in: Lateinamerika Nachrichten, Januar 2010

 


Freitag, 22.01.2010 Abendveranstaltung in Berlin

Brasilien: Das Thyssen-Krupp Stahlwerk und die Fischer
Informations- und Diskussionsveranstaltung der Fraktion DIE LINKE mit Niema Movassat und Heike Hänsel, beide MdB DIE LINKE, sowie Mitglieder im Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Luis Carlos da Silva Oliveira, Brasilien, und Karina Kato, Brasilien, unter Mitwirkung von Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile-Lateinamerika e.V. (FDCL Berlin), Kooperation Brasilien (KoBra), Aktionsgemeinschaft Solidarische Welt e.V. (ASW), Rosa-Luxemburg-Stiftung, FoodFirst Informations- und Aktions-Netzwerk Berlin (FIAN Berlin), Rettet den Regenwald e.V., Nachrichtenpool Lateinamerika NPLA
Ort: Versammlungsraum im MehringHof, Gneisenaustr. 2A, 10961 Berlin Zeit: Freitag, 22. Januar 2010, 19:00 Uhr [mehr].


21. Januar 2010: Brasilianische Fischer protestieren bei Hauptversammlung gegen Stahlwerk von ThyssenKrupp

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Pressemitteilung vom 20. Januar 2010. PDF-Datei HIER öffnen/herunterladen.

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Januar 2010 Gegenantrag zur 11. ordentlichen Hauptversammlung der ThyssenKrupp AG am 21. Januar 2010 in Bochum

Der Gegenantrag des Dachverbands der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre steht ab sofort auf der Internetseite der ThyssenKrupp AG zum Download bereit:
www.thyssenkrupp.com/de/investor/hauptversammlung.html
Weitere Hintergundinformationen zum Fall des brasilianischen Stahlwerks CSA von ThyssenKrupp und den Protesten der Fischer finden sich auf unserer Kampagnenseite zu dem Fall.


Mittwoch, 20.01.2010 Abendveranstaltung in Duisburg

ThyssenKrupp in Brasilien: Das Stahlwerk und der Protest der Fischer
Informations- und Diskussionsveranstaltung mit Luis Carlos O. (Fischer von der Bucht von Sepetiba), Karina Kato vom Institut PACS - Políticas Alternativas para o Cone Sul (Rio de Janeiro) und Hermann Dierkes (Partei DIE LINKE in Duisburg).
Moderation: Marcos da Costa Melo (FUgE Hamm / Vorstandsmitglied der Kooperation Brasilien - KoBra). Zeit: Mittwoch, 20.Januar 2010, 19:00 Uhr. Ort: Internationales Zentrum, Niederstr. 5 / Flachsmarkt 15, Duisburg-Mitte.
Eintritt frei! Sprache: Englisch / Portugiesisch / Deutsch mit Konsekutivverdolmetschung [mehr].


Mittwoch, 20.01.2010 Pressekonferenz in Bonn, 11 Uhr

Brasilianische Fischer protestieren gegen ThyssenKrupp-Stahlwerk
Einladung zur Pressekonferenz am 20. Januar 2010, 11 Uhr, Ort: Internationales Frauenzentrum, Quantiusstr. 8, 53115 Bonn (Nähe Hauptbahnhof). Pressekonferenz des Instituto Políticas Alternativas para o Cone Sul (PACS), der Kooperation Brasilien (KoBra), des Dachverbands der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre und des Forschungs- und Dokumentationszentrums Chile-Lateinamerika FDCL. [mehr]


Dienstag, 19.01.2010 Veranstaltung in Berlin

Das brasilianische Wasserkraftwerk Belo Monte: ein “umweltfreundliches” Projekt?
Vortrag von Marcelo Salazar vom brasilianischen Umweltinstitut Instituto Socioambiental (ISA) sowie Filmausschnitte
Wann: Dienstag, den 19.01.2010 um 19.00 Uhr. Wo: Versammlungsraum, Im Mehringhof, Aufgang 3, 1.Stock, Gneisenaustraße 2a, 10961 Berlin-Kreuzberg.Veranstalter: Aktionsgemeinschaft Solidarische Welt e.V. (ASW), Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile und Lateinamerika (FDCL), Food First Informations- und Aktions-Netzwerk (FIAN), GegenStrömung, Institut für Ökologie und Aktions-Ethnologie e.V. (INFOE), Kooperation Brasilien (KoBra), Rettet den Regenwald, Rosa-Luxemburg-Stiftung, urgewald [mehr].


Neu in LN 427: Das Stahlwerk und die Fischer

Das Stahlwerk und die Fischer
Brasilianisches Menschenrechtssekretariat geht davon aus, dass der Werkschutz von ThyssenKrupp in Brasilien aus Milizionären besteht
Seit nunmehr zwei Jahren protestieren lokale Fischer, Bürgerinitiativen und Menschenrechtsgruppen aus Rio gegen das Stahlwerk, das ThyssenKrupp an der Bucht von Sepetiba baut, circa 70 Kilometer westlich des Stadtzentrums von Rio de Janeiro. Die Region ist bekannt als Gebiet, in dem Milizen agieren. Vorwürfen der Fischer zufolge setzt sich der Werkschutz des Stahlkomplexes aus Milizionären zusammen. Den Lateinamerika Nachrichten liegt nun ein Dokument der brasilianischen Bundesregierung vor, das diesen Verdacht bekräftigt.
Lesen Sie den kompletten Artikel in der aktuellen Ausgabe der Lateinamerika Nachrichten
Text: // Ana Malavazi und Christian Russau
Lateinamerika Nachrichten LN. Ausgabe: Nummer 427 - Januar 2010


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Euer FDCL.