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Das FDCL 2013: Veranstaltungen, Aktivitäten, Publikationen, Neues ...


Neue Publikation | JAGD NACH ROHSTOFFEN | Die Folgen des Bergbaus im Süden: Landraub, Armut, Umweltverschmutzung

 

mehr zum Booklet und download


Colombia’s dashed expectations Small-scale farmers are the clear losers in the first year of the US-Colombia Free Trade Agreement.

Das Kolumbien-USA FTA ist bereits seit einem Jahr in Kraft und Stephanie von Oxfam US hat es sich dieses Jahr mal genauer angeschaut, siehe die Links unten. Vieles davon kann auch auf das EU-Kolumbien-Abkommen übertragen werden.

Please see Stephanies blog on it, as well as summary in English of the research report and Oxfam’s press release.


Für die Kündigung des deutsch-brasilianischen Atomabkommens im Jahr 2014!

[Abaixo-assinado pela revogação do Acordo Nuclear Brasil-Alemanha em 2014!]

Während in Brasilien die Militärdiktatur herrschte, wurde am 27. Juni 1975 das „Abkommen zwischen der Föderativen Republik Brasilien und der Bundesrepublik Deutschland auf dem Gebiet der friedlichen Nutzung der Kernenergie” unterzeichnet, das am 18. November 1975 mit einer Dauer von 15 Jahren in Kraft trat. Neben der wissenschaftlichen Kooperation sah das Abkommen den Transfer deutscher Atomtechnologie nach Brasilien zum Bau von bis zu acht Atomkraftwerken, einer Wiederaufbereitungsanlage sowie einer Urananreicherungsanlage vor.
Alle 5 Jahre verlängert sich der Vertrag automatisch um weitere 5 Jahre, solange keiner der zwei Staaten bei einer Frist von einem Jahr von der Aufkündigung desselben Gebrauch macht. So könnte bis zum 18. November 2014 der Vertrag gekündigt werden, damit er zum Stichtag 18. November 2015 ausläuft.

[Weiterlesen....]


das war bereits in 2013


Di, 17.12.: Zwischen Enttäuschungen und Protesten - Soziale Bewegungen in Honduras nach den Wahlen

 

Ort: Veranstaltungsraum des FDCL, Im Mehringhof, Aufgang 3, 5.Stock, Gneisenaustraße 2a
10961 Berlin

Zeit: Dienstag, 17.12.2013, 19:30 Uhr

 

Am 24. November wurde in Honduras gewählt. Nach offiziellen Ergebnissen hat die Nationale Partei gewonnen. Doch das Land ist in Aufruhr: Die Oppositionspartei LIBRE und die Antikorruptionspartei PAC erkennen das Wahlergebnis nicht an. Tausende Menschen protestieren gegen den Wahlbetrug.

Seit dem Staatsstreich gegen die zuletzt demokratisch gewählte Regierung von Präsident Manuel Zelaya Ende Juni 2009 sind in Honduras kaum mehr rechtsstaatliche Verhältnisse eingekehrt. Kriminalisierungen sozialer Bewegungen, Morde an Menschenrechtsverteidiger_innen, kritischen Journalist/-innen oder Kleinbäuer_innen gehören seit dem Putsch zum traurigen Alltag. Nach der enttäuschten Hoffnung auf einen politischen Wandel bedeutet der Wahlausgang auch für die sozialen Bewegungen Angst vor einer neuen Welle der Repression.

Während die EU-Wahlbeobachtungsmission die Wahlen als transparent bezeichnet hat, haben mehrere internationale Delegationen hingegen Wahlbetrug, Repression und eine enorme Militarisierung beobachtet.

 

Die Journalistin Jutta Blume war als Teil einer Menschenrechtsdelegation während der Wahlen vor Ort und wird von der Situation vor, während und nach den Wahlen mit dem Fokus auf soziale Bewegungen berichten.

Die Reise von Jutta Blume wurde gefördert aus Mitteln des Kirchlichen Entwicklungsdienstes durch Brot für die Welt-Evangelischer Entwicklungsdienst

 

Veranstalter: CADEHO, Hondurasdelegation, FDCL



Sa. 23.11. und 26.-29.11. | AlimenTerre 2013 | Filmreihe zu Ernährung und Land in globalen Filmblick

 

Im  ACUD-Kino 

Veteranenstr.21, 10119 Berlin

jeweils um 19 Uhr - Eintritt 3 Euro

Dokumentarfilme und Gespräche

 

 

Die Filmreihe AlimenTerre geht zurück auf eine Kampagne gleichen Namens des Comité Français pour la Solidarité Internationale (CFSI) aus Frankreich. Aus der Kampagne entwickelte das CFSI ein gleichnamiges Filmfestival. Dieses findet jährlich in mehr als 100 französischen Städten statt und wurde über die Jahre in weitere Länder exportiert.

In diesem Jahr zeigen wir Dokumentarfilme zu unterschiedlichsten Themen, wie Nahrungsmittelspekulation, Landgrabbing, Überfischung, Klimawandel, Saatgut und Urbane Landwirtschaft.


// 23.11. * DER NAHRUNGSMITTELSPEKULANT (NL 2013, 46 Min., OmdUT)

Steigende Nahrungsmittelpreise verursachen zunehmend Unruhen in der Welt. Es war kein Zufall, dass – als der Arabische Frühling begann – Protestierende in Tunesien die Polizei mit Baguettes attackierten. Ist es wirklich Nahrungsmittelverknappung oder werden die plötzlichen Preissteigerungen durch Spekulanten ausgelöst? Kees Brouwer versucht eine Antwort zu finden, indem er sich selbst in die Rolle eines Spekulanten begibt.

Zu Gast: Regisseur Kees Brouwer


// 26.11. * SEED WARRIORS (CH 2010, 86 Min.,OmdUT)

Wie kann in Zukunft die Ernährung der Menschheit gesichert werden? Klimaerwärmung und fortschreitender Verlust der Biodiversität sind eine Gefahr für das Saatgut, das Grundlage unserer Ernährung ist. Menschen auf der ganzen Welt setzen sich für den Erhalt der Biodiversität ein. Durch die Eröffnung eines Saatgutbunkers im Permafrostboden Norwegens oder die Entwicklung von ertragreichen und dürreresistenten Maissorten – jenseits von genverändertem Saatgut.

Zu Gast: VertreterIn von Save Our Seeds


// 27.11. * CANNING PARADISE (AU/FR 2012, 90 Min., OmEngUT)

Jährlich werden weltweit rund 4 Mio. Tonnen Thunfisch gewonnen, meist von großen Fangflotten. Dies hat nicht nur Auswirkungen auf den rapide abnehmenden Thunfischbestand, auch die sozialen Kosten sind verheerend. In Papua Neuguinea soll - auch unterstützt durch die Politik der EU - das weltweite Zentrum des Thunfischfangs entstehen. Für die Bevölkerung bedeutet dies Landvertreibung, Verlust der Lebensgrundlage und traditioneller Lebensweisen.

Zu Gast: Regisseur Olivier Poullet (Videochat)


// 28.11. * URBAN ROOTS (USA 2011, 90 Min., Eng. Originalversion)

Detroit war früher ein Zentrum der Autoindustrie. Heute, nachdem die Fabriken geschlossen wurden, ist sie geprägt durch Arbeitslosigkeit, massiven Bevölkerungsschwund und fehlende Perspektiven. Doch das ist nur die eine Seite. In der ganzen Stadt sind unterschiedliche Gartenprojekte entstanden, die eine gesunde Ernährung ermöglichen, darüber hinaus aber auch neue solidarische Formen des Zusammenlebens und Arbeitens hervorbringen.

Zu Gast: Elisabeth Meyer-Renschhausen


// 29.11. * A RIVER CHANGES COURSE (Kambodscha 2013, 83 Min., OmEngUT)

Wie verändert sich das Leben der Menschen in einer Gesellschaft , wenn durch den rasanten wirtschaftlichen Wandel die traditionelle Lebensweise in Gefahr gerät? Im Film erleben wir drei kambodschanische Familien, die von der Landwirtschaft und dem Fischfang leben, in ihrem Alltag. Das Eindringen großer Unternehmen - Fischereibetriebe und Holzkonzerne – lässt ihr gewohntes Leben immer mehr ins Wanken geraten.

Zu Gast: Roman Herre, FIAN e.V. (Videochat)


*** VERANSTALTER FDCL e.V.

in Kooperation mit SOS Faims (Belgien) und Glopolis (Tschechien).


*** FÖRDERUNG AlimenTerre wird finanziell gefördert über: Brot für die Welt, Stiftung Umverteilen!, ENGAGEMENT GLOBAL im Auftrag des BMZ, Haushaltsmittel des Landes Berlin - Landesstelle für Entwicklungszusammenarbeit, Katholischer Fonds. Die Veranstaltungen werden zudem realisiert mit finanzieller Unterstützung der Europäischen Union. Die Inhalte der Veranstaltung liegen in der alleinigen Verantwortung der veranstaltenden Organisationen und können in keiner Weise als Sichtweise der Europäischen Union angesehen werden.

 



Mo, 25.11.2013: Die brasilianische Landlosenbewegung MST: Geschichte, Gegenwart, Herausforderungen für die Zukunft

Die brasilianische Landlosenbewegung MST: Geschichte, Gegenwart, Herausforderungen für die Zukunft

Informations- und Diskussionsveranstaltung mit Isis und Ana Justo von der brasilianischen Landlosenbewegung MST - Movimento dos Trabalhadores Rurais Sem Terra.

Ort: FDCL/LN-Versammlungsraum, im MehringHof, Aufgang 3, 5. Stock, Gneisenaustr.2a, 10961 Berlin
Zeit: Montag, 25.11.2013, 19:00 Uhr

Die Veranstaltung wird portugiesisch-deutsch konsekutiv verdolmetscht.

Zu Gast werden Isis und Ana Justo von der brasilianischen Landlosenbewegung MST - Movimento dos Trabalhadores Rurais Sem Terra sein. Sie werden sich in ihrem Vortrag der Geschichte und der Gegenwart der brasilianischen Landlosenbewegung ebenso wiedmen wie den Fragen der aktuellen politischen Konjunktur in Brasilien, den Erfolgen der sozialen Bewegungen, dem gegenärtigen Stand der Agrarreform in Brasilien, aber auch Fragen stellen, welche Herausforderungen auf die Landlosenbewegung zukommen. Isis und Ana Justo sind langjährige MST-Aktivistinnen und werden aus ihren Erfahrungen berichten.
Es moderieren und übersetzen für Euch: Wolfgang Hees und Christian Russau

Es freuen sich auf zahlreiche Gäste: die VeranstalterInnen "FreundInnen der brasilianischen Landlosenbewegung MST, Deutschland" und das "FDCL". Bis dann!


So. 24. Nov. 2013 | 17h | Kolumbien: Land ohne Frieden – Frieden ohne Land ? | Gespräch

Friedensverhandlungen in Kolumbien und die Landfrage


Sonntag, 24.11.2013
17:00 Uhr
Grünen Salon in der Volksbühne

»Kaufen Sie Land. Es wird keines mehr gemacht.« Mark Twain.



Unternehmen und Staaten haben schon lange Land als strategische Ressource entdeckt. Zur Erzeugung von Nahrungsmitteln und Energieträgern wird immer mehr Fläche benötigt, um den wachsenden Bedarf zu decken. Während sich Investoren in großem Umfang Land aneignen, sind zugleich weltweit Millionen KleinbäuerInnen in ihrer Existenz bedroht.
In Kolumbien ist diese Dynamik eng mit dem seit Jahrzehnten andauernden bewaffneten Konflikt verbunden. Unter dem Deckmantel der bewaffneten Auseinandersetzungen wurden mehr als fünf Millionen Menschen vertrieben, zwischen 6,6 und 10 Millionen Hektar Land wurden geraubt. Die Landfrage steht im Zentrum des bewaffneten Konfliktes. Bei ihren 2012 begonnenen Friedensverhandlungen haben Regierung und FARC-Guerilla das Thema Land an erster Stelle ihrer Agenda von fünf zentralen Punkten aufgeführt. Von den ausgehandelten Ergebnissen ist bisher nur der grobe Rahmen öffentlich bekannt.
Während die Regierung unter Präsident Santos schon vor dem offiziellen Verhandlungsbeginn ein Gesetz zur Landrückgabe auf den Weg gebracht hat, droht die Politik zur Förderung des Bergbaus und von agro-industriellen Großprojekten nicht nur die effektive Landrückgabe an die Opfer von Vertreibung zu konterkarieren, sondern auch der Umsetzung der mit der FARC-Guerilla vereinbarten Punkte im Weg zu stehen.


Über den aktuellen Stand der Verhandlungen, der Landrückgabe und die Forderungen von KleinbäuerInnen, Vertriebenen und Opferverbänden sprechen wir mit unseren kolumbianischen Gästen, die sich intensiv mit Landfragen  und den Friedensverhandlungen beschäftigen.


Abilio Peña ist bei der ökumenischen Organisation Justicia y Paz tätig, die in verschiedenen Regionen Kolumbiens Vertriebene bei der Rückkehr auf ihr Land begleitet und durch Beratung, Bildung und juristischen Beistand unterstützt.


César Jerez vertritt die Kleinbauernorganisation des Cimitarra-Tals, ACVC, die sich für eine kleinbäuerliche Schutzzone einsetzt. Ebenso ist er Sprecher von ANZORC, des landesweiten Zusammenschlusses von Initiativen für kleinbäuerliche Schutzzonen (zonas de reserva campesina).


Juan Pablo Soler arbeitet bei CENSAT – Agua Viva (Friends of the Earth Kolumbien) zu Umwelt- und sozialen Konflikten, die aufgrund von Bergbauprojekten entstehen, sowie zur Rolle von Bergbau für Landgrabbing.


Moderation: Bernd Pickert, Redakteur die tageszeitung (TAZ)

 

Grünen Salon in der Volksbühne
Sonntag, 24.11.2013
17:00 Uhr

Weydinger Straße 14-16
10178 Berlin
Tel. 030 24009-327
Tel. 030 24009-328
www.gruener-salon.de


Veranstalter: fdcl, kolko – Menschenrechte für Kolumbien e.V.

  

 

Die Europareise der kolumbianischen Gäste wird im Rahmen des “Hands off the Land” Projektes von TNI, FDCL, IGO Poland, FIAN International sowie FIAN Österreich, Deutschland und Niederlande organisiert.

 

Mit finanzieller Unterstützung der EU

 

 


Fr. 22.11. 13-16 h | Landnahme in Kolumbien. Ein kritischer Blick auf den Friedensprozess | Seminar mit 3 Gästen aus Kolumbien

mit:

Abilio Peña (Comisión Intereclesial de Justicia y Paz - CIJP, Colombia)


César Jerez (Asociación Campesina del Valle del Río Cimitarra - ACVC, Colombia)

Juan Pablo Soler (CENSAT/Friends of the Earth Colombia)


Moderation: Thomas Fritz

Übersetzung: spanisch - deutsch, simultan

Freitag, den 22.11.2013 von 13 – 16 Uhr
FDCL Veranstaltungsraum im Mehringhof, 5. Stock. Gneisenaustr. 2a, 10961 Berlin


Eintritt frei

um Anmeldung wird gebeten unter info@fdcl.org oder telefonisch unter 030-6934029



Land ist zweifelsohne eines der wichtigsten Themen in den Kolumbianischen Friedensverhandlungen. Der Konflikt führte zur Vertreibung von Millionen Menschen von ihrem Land, meistens aus wirtschaftlichen Interessen. In diesem Seminar wollen sich 3 Vertreter der kolumbianischen Zivilgesellschaft über die Landfrage in Kolumbien im Kontext des laufenden  Friedensprozess in Havanna zwischen Regierung und FARC-Guerilla mit uns austauschen.

Der bewaffnete Konflikt in Kolumbien wurde oft genutzt, um Kleinbäuerinnen und Bauern, die Indigene und Afro-Kolumbianische Bevölkerung von ihrem Land zu vertreiben. Viele Akteure haben in den letzten Dekaden ihren Vorteil aus dem Kriegschaos genutzt. Sie bedienten sich paramilitärischer und krimineller Banden, um die Kontrolle über riesige Landflächen zu erlangen, wo Goldminen, Erdölvorkommen oder Ölpalmenplantagen entstanden. Durch die neuen Freihandelsabkommen und die  Regierungsstrategie Kolumbiens auf die Bergbau und Agrarindustrie zu setzen wird die Nachfrage nach Land kaum abnehmen.

Das Seminar ist Teil einer größeren Delegationsreise durch Europa und möchte dazu beitragen einen Überblick über die Landproblematik im Kontext der Friedensgespräche zu vermitteln. Zunächst schaut jeder unserer kolumbianischen Gäste aus einer anderen Perspektive auf den Landkonflikt, um diese anschließend mit dem Publikum zu diskutieren. Welches sind die Hauptursachen der Landnahme in Kolumbien? Wie ist Landnahme mit dem Friedensprozess verlinkt und welche Auswegen werden zur Zeit diskutiert? Wie können wir sicherstellen, dass unsere Regierungen und Unternehmen nicht zum Komplizen bei Menschenrechtsverletzungen werden?


Programm



13:00 Begrüßung

13.15 Abilio Peña (Comisión Intereclesial de Justicia y Paz - CIJP, Colombia)

wird die Auswirkungen der Landnahme auf die afro-kolumbianische Bevölkerung schildern. Abilio Peña ist bei der ökumenischen Organisation Justicia y Paz tätig, die in verschiedenen Regionen Kolumbiens Vertriebene bei der Rückkehr auf ihr Land begleitet und durch Beratung, Bildung und juristischen Beistand unterstützt.

13:40 César Jerez (Asociación Campesina del Valle del Río Cimitarra - ACVC, Colombia) 

César Jerez vertritt die Kleinbauernorganisation des Cimitarra-Tals, ACVC, die sich für eine kleinbäuerliche Schutzzone einsetzt. Ebenso ist er Sprecher von ANZORC, des landesweiten Zusammenschlusses von Initiativen für kleinbäuerliche Schutzzonen (zonas de reserva campesina). ACVC ist eine Basisorganisation in der Magdalena Medio Region, die etwa 30.000 KleinbäuerInnen und Bauern repräsentiert. Die Organisation setzt sich für eine Agrarreform und gerechte Landverteilung  ein und unterstützt Projekte, die die Ernährungssouveränität und Sicherheit fördern.

14:05 Juan Pablo Soler (CENSAT/Friends of the Earth Colombia)

Juan Pablo Soler wird erklären, wie die Landnahme mit Bergbau- und Energieprojekten zusammenhängt. Er arbeitet bei CENSAT – Agua Viva (Friends of the Earth Kolumbien) zu Umwelt- und sozialen Konflikten, vor allem Kampagnen zum Waldschutz, Ernährungssouveränität, Wasserthemen und Bergbau.

14:30 Pause

14:45 Zusammenfassung und Diskussion. Moderation: Thomas Fritz

16:00 Ende der Veranstaltung

 

Veranstalter: FDCL e.V.

 

 

gefördert mit Mitteln der europäischen Union


Fr, 22.11.2013: »Grüne« Großprojekte und indigener Widerstand in Oaxaca (mit Dok-Film)

»Grüne« Großprojekte und indigener Widerstand in Oaxaca (mit Dok-Film)
Freitag, 22.11.2013; 19:00 Uhr
Versammlungsraum im MehringHof
Gneisenaustr. 2A, Im MehringHof, Aufgang 3,
1. Stock links, ein Stockwerk über dem Theater
10961 Berlin

Referent_innen:
Sara Méndez (Codigo DH) und Philipp Gerber (Educa Oaxaca)

Zudem zeigen wir den Dokumentarfilm (35 min.): »Wir sind Wind – Der Widerstand der Völker im Isthmus gegen das Windkraft-Megaprojekt«

Zahlreiche Großprojekte werden im südmexikanischen Oaxaca mit Beteiligung europäischer Firmen vorangetrieben, darunter Windenergieparks, Staudämme, Bergbauprojekte. Viele dieser Projekte werden als grüne Entwicklung verkauft. Doch die Projekte haben massive soziale und ökologische Auswirkungen auf die lokale indigene Bevölkerung.
Anhand des Widerstands gegen die Windparks im Isthmus von Tehuantepec thematisieren die VertreterInnen der Menschenrechtsorganisationen Codigo DH und Educa die Widersprüche dieser vermeintlichen Entwicklungsprojekte zur Abschwächung des Klimawandels und erläutern die Strategien der Gemeinden, welche für ihre Rechte kämpfen.

Die ReferentInnen beschreiben die soziale Situation in Oaxaca auch im nationalen Kontext: Im Dezember wird die Administration von Peña Nieto ihr zweites Regierungsjahr beginnen. Nach der Rückkehr der ehemaligen Staatspartei PRI an die Regierung kann also eine erste kritische Zwischenbilanz gezogen werden.

Eintritt frei.
Sprache: Spanisch mit Konsekutivverdolmetschung

Eine gemeinsame Veranstaltung von México vía Berlin, Carea, Lateinamerika Nachrichten und FDCL.


Mi. 13. Nov. 19h | Pupusas erobern Europa - Das Assoziierungsabkommen EU-Zentralamerika: Entwicklungsalternativen für El Salvador?

Vortrag und Diskussion im Rahmen der Rundreise des Bundestreffen der El Salvador Solidarität 2013:

 

 

Mi., 13. November 2013 um 19:00 Uhr

im FDCL Veranstaltungsraum

Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile-Lateinamerika, Gneisenaustr. 2a, 10961 Berlin (Mehringhof, Aufgang 3, 5. Stock)

 


Von Mai bis Juli 2013 verabschiedete das salvadorianische Parlament einstimmig neue internationale Handels- und Investitionsverträge. Kleine und große, rechte und linke Parteien waren sich einig - einige außerparlamentarische Gegenstimmen fanden kein Gehör.

Die Verträge für ein „Public Private Partnership“ PPP) mit den USA sowie ein Assoziierungsabkommen mit der EU (AdA) standen ganz im Kontext des Wahlkampfes, denn im Februar 2014 finden die nächsten Präsidentschaftswahlen in El Salvador statt. Die offizielle Begründung dazu lautete, dies sei zugunsten der „breiten Bevölkerungsmehrheit, der Nation und des Fortschritts“ verabschiedet worden. Es bleibt die Frage, ob es auch wirklich so ist.

Mit dem AdA wird ein weltwirtschaftlicher Zwerg (El Salvador) an den Riesen (EU) gebunden, denn El Salvador hat höchstens Pupusas, das Nationalgericht El Salvadors, um es auf dem internationalen Weltmarkt anzubieten. Wie ist es dazu gekommen?

Seit Jahren hat El Salvador die niedrigsten Wachstumsraten Mittelamerikas. Die Ursachen hierfür sollen die fehlende öffentliche Sicherheit und die niedrige Produktivität bzw. die zu geringen privaten Investitionen sein. Militarisierung, Privatisierung und Privatinvestitionen in Verbindung mit dem neuen PPP-Gesetz sollen dies ändern. Die neuen und alten internationalen Handels- und Investitionsverträge sind eine perfekte Zwangsjacke für den Staat und die Gesellschaft El Salvadors.


Die Gäste der diesjährigen El Salvador Rundreise sind Roger Blandino Nerio, ehem. „Comandante Jeremias“, nun in der FMLN für soziale Bewegungen zuständig sowie Saúl Baños, Leiter der Abteilung für wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte bei der Menschenrechtsorganisation FESPAD. Mit ihnen wollen wir den ökonomischen und politischen Einfluss Europas in El Salvador erforschen, die genannten Vertragswerke analysieren und der Frage nach den zukünftigen Spielräumen für Politik und Gesellschaft nachgehen.

 

Veranstalter:Ökumenisches Büro für Frieden und Gerechtigkeit e.V. , Lateinamerika Nachrichten, Forum Umwelt und Entwicklung, INKOTA-netzwerk und FDCL

   

 

 

 

 

 

 

gefördert von Brot für die Welt - Evangelischer Entwicklungsdienst und Katholischer Fonds

 

 

Mit finanzieller Unterstützung des BMZ

 

 


Montag, 4. November 2013: “Indigene Technologien - Alternative zur Entwicklungspolitik im Andenraum?”

Informations- und Diskussionsveranstaltung mit Dr. Alexander Herrera

Zeit: Montag, 4.11.2013, 19:00 Uhr
Ort: LN-FDCL-Veranstaltungsraum, Gneisenaustr. 2a, 10961 Berlin (Mehringhof, Aufgang 3, 5. Stock)


Veranstaltet von: Lateinamerika Nachrichten e.V. und FDCL

Verlassene Anbauterrassen und Bewässerungskanäle prägen das Landschaftsbild des armutsgeplagten Andenhochlandes. Globale und nationale Archäologien haben die Entwicklung dieser Kulturgeschichte seit über 100 Jahren erforscht. Erst seit wenigen Jahrzehnten bemüht man sich, diese „verlassene Infrastruktur“ in Peru, Ecuador und Bolivien wiederzubeleben. Der Vortrag soll den Werdegang dieser politischen Umsetzung des von der Archäologie produzierten Wissens kritisch beleuchten. Es geht darum, wie globale, nationale und lokale Akteure materielle Indigenität umdeuten, und die sich überlappenden Impulse der Internationalen Kooperation mit denen der aufstrebenden Tourismusindustrie in Peru zu vergleichen.

Dr. Alexander Herrera ist Marie Curie Fellow der Gerda Henkel Stiftung an der Kommission für Archäologie Aussereuropäischer Kulturen
Kontakt: alherrer(AT)uniandes.edu.co


Sa. 2.11. 10:15 h | Tagesseminar | Soziale Teilhabe: Wunschtraum oder Realität?

Zum Stand der wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechte in Peru

 

Tagesseminar im Mehringhof
Sonnabend, 02. November 2013
10:15 – 16:00 Uhr

 

Peru bemüht sich seit der Rückkehr zur Demokratie im Jahr 2000 um die  Dezentralisierung staatlicher Befugnisse. Zivilgesellschaftliche Organisationen
haben zum Gelingen dieser Reform beigetragen, sind aber von den Ergebnissen enttäuscht. Es gibt heute deutlich mehr Bürgerbeteiligung als früher, aber im Land herrschen weiterhin große soziale Unterschiede.
Bei der Dezentralisierung des Staates geht es um mehr als eine bloße Verwaltungsreform, sie sollte der Demokratisierung der Gesellschaft dienen und zur Entwicklung einer neuen demokratischen Kultur beitragen. Zu Beginn der Amtszeit von Präsident Ollanta Humala im Jahr 2011 formulierten verschiedene NGOs Vorschläge, um die stockende Dezentralisierung wieder in Gang zu bringen. Sie messen den Erfolg der Staatsreformen weiterhin an gesellschaftspolitischen Zielen und nicht an simpler Effizienzsteigerung der Verwaltung. Leider ist die Zentralregierung auf ihre Ideen bisher kaum eingegangen.

In Anknüpfung an das Tagesseminar in Berlin am 02. Juli 2011 zu den wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Menschenrechten wollen wir nun in einem weiteren Tagesseminar analysieren, ob Dezentralisierung und die Einbindung von sozial extrem benachteiligten Teilen der Bevölkerung, wie der indigenen und der Hochlandbevölkerung, in den Demokratisierungsprozess mittlerweile vorangekommen sind. Hat die Regierung des Präsidenten Humala ihr Versprechen eingehalten, die Inklusion massiv voranzutreiben?

 

Das Seminar ist eine gemeinsame Veranstaltung der Informationsstelle Peru, des FDCL und der Friedrich-Ebert-Stiftung.

Einzelheiten entnehmt bitte dem beiliegenden Flyer.

Rückfragen und Anmeldungen bitte an Mechthild Ebeling und/oder mich (berlin@infostelle-peru.de)

 

 

 

Mit finanzieller Unterstützung des BMZ


Di., 29.10.2013 | 19h30 | Newen Mapuche

Dokumentation mit anschließendem Publikumsgespräch  mit Llanquiray
Painemal

 

 

Chile 2008, 125 min./ spanisch, Regie: Elena Varela

 

Ort: Movimiento Kino, Kottbusser Damm 22, Saal 3

Dienstag, 29. Oktober, 19.30 Uhr

 

Veranstalter: Lateinamerika Nachrichten

 

 

Der Dokumentarfilm von Elena Varela berichtet über die Geschichte der Mapuche im Süden Chiles, über den Kampf um die Rückgewinnung ihres Landes, welches ihnen aufgrund der Unterdrückung durch den  chilenischen Staat enteignet wurde. Die Regisseurin Varela verfolgte mit ihren Recherchen das Ziel, den Kampf der Mapuche der letzten 10 Jahre zu erzählen. Wichtig ist ihr die Repression des chilenischen Staates zu verdeutlichen, der sich durch die Anwendung der Anti-Terror Gesetze gegen die Führer*innen der Bewegung richtet.
Während der Dreharbeiten verhaftete die Polizeit die Regisseurin und beschlagnahmte ihr Filmmaterial. Somit spürte Varela die politische Verfolgung am eigenen Leib. Sie erzählt die Geschichte aus Sicht ihrer persönlichen Erfahrungen.

 

Llanquiray Painemal ist Mapuche mit chilenischem Pass und lebt in Berlin. Sie ist Sozialwissenschaftlerin und Mitglied der der Mapuche-Solidaritätsgruppe des FDCL. Aufgrund ihrer Biographie beschäftigt sie sich seit Langem mit der Situation der Mapuche in Chile und Argentinien.

 

Mit finanzieller Unterstützung des BMZ

 


Montag, 28. Oktober 2013: "Im Schatten der Spiele. "Im Schatten der Spiele. Fußball-WM in Brasilien: Vertreibung, Verdrängung, Widerstand" (Vortrag und Diskussion)

Diskussion / Vortrag

"Im Schatten der Spiele. Fußball-WM in Brasilien: Vertreibung, Verdrängung, Widerstand"


Zeit: 28.10.2013 | 19:30 Uhr
Ort: USCHI nation, Reichenberger Str. 111 / Liegnitzer 12, 10999 Berlin
Mit: Cláudia Fávaro, Architektin, Mitglied des lokalen Basiskomitees Comité Popular da Copa aus Porto Alegre; Thomas Fatheuer, KoBra-Netzwerk und FDCL Berlin; Moderation: Susanne Schultz, Rosa-Luxemburg-Stiftung
Veranstaltet von: Lateinamerika Nachrichten und Rosa-Luxemburg-Stiftung.

Sprache: Portugiesisch mit Konsekutivübersetzung ins Deutsche

Eintritt: frei

Diskussion und Vorstellung des Dossiers «Im Schatten der Spiele. Fußball, Vertreibung und Widerstand in Brasilien» der Lateinamerika Nachrichten, das in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung entstanden ist: http://www.lateinamerikanachrichten.de/index.php?/archiv/ausgabe/471.html

Das Jahr 2014, Jahr der Fußballweltmeisterschaft in Brasilien, wirft seine Schatten voraus. Während sich mehrere hundert Millionen ZuschauerInnen weltweit darauf freuen, die Spiele zu verfolgen, droht Tausenden von Menschen in Brasilien die Zwangsräumung für die Bauvorhaben – wenn sie nicht schon vertrieben worden sind. Dazu kommt ein Immobilienboom sondergleichen: In den städtischen Ballungszentren explodieren die Preise für Wohnraum, sogar in den innerstädtischen Favelas. In ganz Brasilien haben sich unterdessen lokale Basiskomitees gegründet, um Widerstand gegen Vertreibung und Verdrängung zu leisten.

Wir wollen diskutieren, welche Strategien sie in Brasilien entwickeln und wie die Proteste in Deutschland bekannt gemacht und unterstützt werden können.

Die Veranstaltung wird konsekutiv übersetzt.


Mo. 28. Okt. 19h | Gesellschaftliche Kämpfe und Organisation: Der Aufbau einer alternativen besseren Gesellschaft |Vortrag und Diskussion

mit Yanina Venier

im FDCL Veranstaltungsraum

Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile-Lateinamerika, Gneisenaustr. 2a, 10961 Berlin (Mehringhof, Aufgang 3, 5. Stock)

 

www.kameradist-wagner.deDie argentinische Frente Popular Darío Santillán ist eine politisch und sozial tätige Organisation, die durch verschiedene Arbeitsschwerpunkte den Aufbau des Sozialismus des XXI. Jahrhunderts voranbringen möchte. Mit ihrer föderal aufgebauten nationalen Organisationsstruktur arbeitet  sie auch in verschiedenen internationalen Brigaden mit und ist Teil des lateinamerikanischen Projekts der Bolivarischen Allianz der Völker Unseres Amerika ALBA (Alba der Völker).

 

Bild: www.kameradist-wagner.de



Wo liegen die Probleme / Herausforderungen einer angemessenen Strategie, um eine gerechtere Gesellschaft aufzubauen?

Der Weg zum Sozialismus des 21. Jahrhunderts hat als Ausgangspunkt eine vorausgehende Praxis, wie die Entwicklung eines kritischen Bewusstseins und die Politisierung der sogenannten unteren Klassen, die es uns erlaubt, schon heute an die erwünschte bessere Gesellschaft zu denken.

Die Philosophie des buen vivir fügt zudem einen weiteren Aspekt als Teil der Kritik des kapitalistischen Modells hinzu, das in seiner größten strukturellen Krise  sein verheerendstes Gesicht zeigt: Plünderung, Ausbeutung und Vernichtung.

Yanina Venier


Dozentin und diplomierte Bildungswissenschaftlerin. Tätig vor allem in der Erwachsenenbildung, insbesondere in der Bildungsarbeit in geschlossenen Einrichtungen (Gefängnis) mit Männern, Frauen und Jugendlichen.
Darüber hinaus ist sie Mitglied des Koordinierungstisch der FPDS - NC, für die Provinz Córdoba. Mitarbeiterin in der Abteilung für Internationale Beziehungen und argentinische Delegierte innerhalb des Alba.

 

organisiert von:

"Grupo Solidario con América Latina" (LAG)  http://www.latin-amerikagruppene.no//Castellano

 

Mit finanzieller Unterstützung des BMZ

 

 


Mo., 28.10.2013 | 19h30 | Colonia Dignidad

Dokumentation mit anschließendem Publikumsgespräch mit Jan Stehle

 

Chile/Frankreich 2007, 52 min., spanisch/engl. UT, Regie: José Maldavsky

 

Ort: Movimiento Kino,

Kottbusser Damm 22, Saal 3

Montag, 28. Oktober 2013, 19.30 Uhr



Veranstalter: Lateinamerika Nachrichten

 

Jan Stehle ist Mitarbeiter des FDCL und promoviert an der FU Berlin zum Thema „Deutsche Außenpolitik und Menschenrechte – Der Fall Colonia Dignidad 1961-2013“.

 

Mit finanzieller Unterstützung des BMZ




Fr. 18. Oktober 2013 | 19 h | Kohle Killt – Was die kolumbianische Regierung nicht will, dass du es siehst! Infoabend mit Film

FDCL Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile-Lateinamerika, Gneisenaustr. 2a, 10961 Berlin (Mehringhof, Aufgang 3, 5. Stock)


Wir zeigen eine ca. 30 Minütige Collage aus Filmen zum Thema
Kohlebergbau in Kolumbien. Industrieländer wie Deutschland versuchen
ihre Versorgungssicherheit an wichtigen Rohstoffen über Importe aus
den Rohstoffländern zu sichern. Der Rohstoffboom zieht vor Ort jedoch
weitreichende negative Konsequenzen nach sich: Menschenrechte werden
verletzt, die Umwelt wird zerstört, Kleinbauern werden vertrieben.
Anschließend werden Mitglieder der “AG Bergbau in Kolumbien” für
eine Diskussion zur Verfügung stehen.


Veranstaltet von: AG Bergbau in Kolumbien, Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile-Lateinamerika, kolko e.V. – Menschenrechte für Kolumbien

 

gefördert mit Mitteln des BMZ und Landesmitteln der Stadt Berlin


18. Oktober 2013 – Die Schattenseiten der Kohle – Theaterperformance

15:00 Uhr an der Gedächtniskirche in Berlin
16:00 Uhr am Alexanderplatz in Berlin

Die Aufführung zeigt die schwerwiegenden sozialen und ökologischen Folgen auf, welche der Kohletagebergbau für die aktuelle Situation im Kolumbien hat. Die Performance macht deutlich, wie wichtig die Arbeit von Menschenrechtsorganisationen wie pbi in diesem Bereich ist.


Regisseurin: Rosmery Schoenborn; Darstellerinnen: Rosmery Schoenborn, Marta Lujan und Lorena Menzel, im Auftrag von PBI
Veranstaltet von: kolko e.V. – Menschenrechte für Kolumbien und Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile-Lateinamerika


Freitag, 18. Oktober 2013, 9.30 Uhr bis Samstag 19. Oktober,
19.00 Uhr in Hannover und Goslar
im Rahmen der Alternativen Rohstoffwoche


Do. 17.10.2013, 18.30 - 21 Uhr | Film und Diskussion | Goldige Zeiten oder bleierne Zukunft? Rohstoffreichtum und Revolte in Peru

Info- und Diskussionsveranstaltung zu Rohstoffkonflikten in Peru mit José de Echave

 

Wann? Do. 17.10.2013, 18.30 - 21 Uhr

 

Wo? Universität Hamburg, Hörsaal F im "Philosophenturm", Von-Melle-Park 6, 20146 Hamburg

 

Was? Kurzdokumentation: "Reichtum geht, Armut bleibt", 22 Minuten, anschließend Vortrag & Diskussion

 

Goldige Zeiten oder bleierne Zukunft? Rohstoffreichtum und Revolte in Peru


Als Gast der Veranstaltung berichtet der ehemalige Vizeminister für Umwelt, José de Echave, von den Rohstoffkonflikten in Peru. Der 55-jährige Ökonom gehörte der Regierung von Präsident Ollanta Humala an, dessen Mitte-Links-Bündnis seit Juli 2011 regiert. De Echave trat aus Protest gegen den Umgang der Regierung mit den Rohstoffrevolten zurück und ist nun einer ihrer bekanntesten Kritiker.

Peru ist eines der rohstoffreichsten Länder der Welt. Seine Bedeutung für den Weltmarkt steigt und dadurch rückt das lateinamerikanische Land verstärkt in den Fokus deutscher und europäischer Politik. Peru gilt aufgrund seines Wirtschaftswachstums als lateinamerikanischer Tigerstaat - die Basis dafür sind seine Bodenschächtze. Edelmetalle und Erdgas sind aber nicht nur Segen für das Land, sondern auch ein Fluch. Bergbau und Gasförderung sind wegen ihrer ökologischen Folgen die Hauptursachen für zahlreiche soziale Konflikte, die das Land immer wieder erschüttern. Steuert Peru goldigen Zeiten oder einer bleiernden Zukunft entgegen? Welche Politik verfolgt die Regierung Humala und wie lässt sich Rohstoffabbau ökologisch und sozial verträglich gestalten? Welche Verantwortung tragen Deutschland und Europa?

Der Vortrag von José de Echave wird übersetzt. Die Veranstalter sind das Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile-Lateinamerika (FDCL-Berlin), der Peruinitiative Hamburg und dem Lateinamerika-Zentrum der Universität Hamburg.

 

 

 

gefördert mit Mitteln des BMZ und Landesmitteln der Stadt Berlin


Do 17.10. 19:00 Uhr | Film: Goldfieber (Deutschlandpremiere)

Guatemala/USA 2013, Regie: J.T. Haines, Tommy Haines, Andrew Sherburne; 84' Originalversion mit deutschen Untertiteln, OT: Gold Fever

ACUD Kino, Veteranenstrasse 21, 10119 Berlin, www.acud.de


Gesprächsgäste: Andrew Sherburne (Regisseur, via Skype), Eva Kalny (Universität Hannover, Forschung zu sozialen Bewegungen in Guatemala; angefragt)

 

Veranstaltung im Rahmen der alternativen Rohstoffwoche

 

Rohstoffgeschichten - ALTERNATIVE ROHSTOFFWOCHE


Gold Fever 'Global Screening Day' am 17. Oktober 2013. Mehr als 50 Aufführungen auf allen Kontinenten!
Mit Gold lässt sich viel Geld verdienen. Doch profitieren nur die wenigsten - die Goldcorp Inc gehört zu den Profiteuren, ein kanadisches Bergbauunternehmen, das unter anderem die Mine Marlin bei San Marcos/Guatemala betreibt.

Die Versprechen nach Wohlstand für die ansässige Bevölkerung haben sich nicht erfüllt. Sie haben dagegen mit den Folgeschäden und Begleiterscheinungen des Goldabbaus zu kämpfen – Zerstörung der Natur, Verseuchung des Wassers, der Verlust der eigenen Territorien, das Auseinanderbrechen der Gemeinschaft.

Der guatemaltekische Staat stellt sich schützend vor das Unternehmen und geht massiv gegen den Protest der Bevölkerung vor.

Der Film begleitet und dokumentiert den Widerstand der Menschen, die sich nicht damit abfinden, dass die eigene Lebensgrundlage für immer zerstört werden soll. Unermüdlich kämpfen Diodora, Crisanta und Gregoria, Mitglieder der Gemeinde San Miguel Ixtahuacán, für ein Recht auf ein selbstbestimmtes Leben, frei von Repressionen und Krankheit durch die Kontamination der Landschaft.

Gold Fever ist eine Parabel auf das mörderische System des Kapitalismus, das einer Minderheit im Globalen Norden einen verschwenderischen Lebensstil ermöglicht, auf Kosten der rücksichtslosen Ausbeutung und irreparablen Zerstörung der Lebensgrundlage der Menschen im Süden. Die Dokumentation zeigt aber auch Menschen, die sich nicht in das System fügen, sich auflehnen und aktiv für ein besseres Leben kämpfen.

Auch wenn Goldcorp eine kanadische Firma ist - die Aktivitäten in Guatemala können getrost als international beschrieben werden. Goldcorp erhielt von der Weltbank für den Bau der Marlin Mine einen Kredit über 45 Millionen US-Dollar. Und mancher europäische oder bundesdeutsche Euro mag über institutionelle Anleger wie Banken oder Investitionsfonds durchaus einen Weg gefunden haben, über den Goldcorp sich an den Börsen in New York und Toronto finanziert.


Eintrittspreise
Normalpreis 5€; für Studierende, Schüler*innen, Renter*innen, Erwerbslose gilt der ermäßigte Tarif von 4,50€. Gruppentarife nach Vereinbarung.

Karten reservieren
Um Eintrittskarten für die Vorstellungen zu reservieren haben Sie verschiedene Möglichkeiten. * Per Telefon (täglich ab 16.30h) unter 030.4435 9498. * Per Email unter kino_kasse@acud.de. * Online über die Webseite des ACUD Kino (http://acud.de/kino_programm.php5). Dort bei der entsprechenden Veranstaltung einfach auf das Reservierungs-Icon (Rotes R in kleinem Kreis) klicken, um zum Bestellformular zu kommen.

Organisation und Förderhinweise
Die Filmreihe „Rohstoffgeschichten“ wird veranstaltet vom ACUD Kino in Kooperation mit dem Bildungswerk Berlin der Heinrich Böll-Stiftung und dem Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile-Lateinamerika e.V. (FDCL e.V.). Die Filmreihe „Rohstoffgeschichten“ wird finanziell gefördert von der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin, der Stiftung Umverteilen!, aus Mitteln des BMZ und der Stiftung Nord-Süd-Brücken sowie mit Haushaltsmitteln des Landes Berlin - Landesstelle für Entwicklungszusammenarbeit.

Weitere aktuelle Informationen zur Filmreihe finden Sie auf der Webseite des ACUD Kino (www.acud.de) sowie der Facebook-Seite (https://www.facebook.com/ACUDkino/events).

 

gefördert mit Mitteln des BMZ und Landesmitteln der Stadt Berlin


Mi., 16.10. | 19:30 h | Film und Diskussion | Land und Freiheit“ in Chiapas?

Doppelveranstaltung zu aktuellen sozialen Kämpfen in Südmexiko

16.10.2013 – 19:30 h
FDCL, Gneisenaustr. 2a, 10961 Berlin - (Im Mehringhof, Aufgang III, 5. Stock; U6/7 Mehringdamm)

 

WENN DAS LAND ZUR WARE WIRD
Die Zerstörung der Lebensgrundlagen der indigenen Bevölkerung in Südmexiko

(Dokumentarfilm BRD/MEX 2013)

Wenn das Land zur Ware wird – die Plünderung der natürlichen Ressourcen nützt nur Wenigen, vor allem großen Konzernen und Regierungen. Von diesem Raubzug sind insbesondere die Menschen im Globalen Süden betroffen, deren Lebensweise zerstört wird, die auf Selbstversorgung, Selbstorganisation und dem Versuch basiert, in Einklang mit der Natur zu leben. Die Menschen aber wehren sich.
Der neue Dokumentarfilm von Zwischenzeit e.V. thematisiert diesen Konflikt anhand des südmexikanischen Bundesstaates Chiapas. Er lässt betroffene Personen, widerständige Organisationen und auch Vertreter_innen aus Politik und Wirtschaft zu Wort kommen. Beispielhaft wird gezeigt, wie im Namen sogenannter „Entwicklungsprojekte“ - Ölpalmenplantagen, Tourismusprojekte u.a. - die Lebensgrundlage und die Umwelt vieler Menschen geraubt, ausgebeutet und zerstört werden.
Profiteur eines solchen Systems ist der Globale Norden, denn die Nachfrage nach Palmöl, Biosprit und exotischem Tourismus steigt.



"DIE KLEINE ZAPATISTISCHE SCHULE" (bebilderter Vortrag)


Die indigen geprägte Bewegung um die Zapatistische Befreiungsarmee EZLN kämpft seit ihrem Aufstand vom 1. Januar 1994 für die 13 Forderungen Unterkunft, Land, Arbeit, Ernährung, Gesundheit, Bildung, Information, Kultur, Unabhängigkeit, Demokratie, Gerechtigkeit, Freiheit und Frieden.
Für August 2013 lud sie Menschen aus Mexiko und weltweit in ihre rebellischen Gemeinden nach Chiapas ein um an der »Kleinen zapatistischen Schule« teilzunehmen. Das Thema dieser besonderen Schulung war »Die Freiheit laut den Zapatistas«.
Die Teilnehmer_innen teilten den Alltag in den zapatistischen Dörfern, konnten die Tätigkeiten auf den Mais- und Bohnenfeldern miterleben und die Alltagsrealität in den Gemeinden kennenlernen.
Das paternalistische Konzept von »Entwicklungshilfe« wurde radikal negiert: Hier unterrichteten aktive Menschen aus den Reihen der EZLN mit viel Kampferfahrung, wie sie ihre Autonomie in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Justiz, Produktion und Medien trotz Militarisierung, paramilitärischem Terror, Falschinformationen und Bestechungsgeldern seitens der Regierung im Alltag verwirklichen.

Referent_innen: Dorit Siemers und Luz Kerkeling, Gruppe B.A.S.T.A. / Zwischenzeit e.V.

 

Veranstaltung von: Lateinamerika Nachrichten in Kooperation mit FDCL e.V.

 

 

gefördert mit Mitteln des BMZ

 


Mi., 16. Okt. | 13:30 - 21:00 h | Tagung und Podiumsdiskussion | Vom Ressourcenfluch zur globaler Rohstoffgerechtigkeit? – Wege zu einer nachhaltigen, gerechten und solidarischen Rohstoffpolitik

13:30 Uhr bei der Friedrich-Ebert-Stiftung, Hiroshimastraße 17, 10785 Berlin (Link)

 

Die Veranstaltung setzt sich mit der bisherigen deutschen Rohstoffpolitik auseinander und greift Impulse aus dem globalen Süden (Peru, Philippinen) auf, um den Weg zu einer nachhaltigen, gerechten und solidarischen Rohstoffpolitik zu ebenen.

Das Veranstaltungsprogramm können Sie hier herunterladen:
www.fes.de/GPol/pdf/Rohstoffe_<wbr></wbr>VA_Flyer.pdf

Zur Veranstaltung anmelden können Sie sich bis zum 11.10. per Email an rohstofftagung@fes.de oder per Fax an 030-26935-9246.


im Anschluss 19:30 Uhr:

Podiumsdiskussion: Vom Ressourcenfluch zur globaler Rohstoffgerechtigkeit? – Wege zu einer nachhaltigen, gerechten und solidarischen Rohstoffpolitik
Podiumsdiskussion mit VertreterInnen der politischen Parteien.

 

Veranstaltet von: Friedrich Ebert Stiftung, Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile-Lateinamerika, Forum Umwelt und Entwicklung, philippinenbüro, PowerShift

 

 

gefördert mit Mitteln des BMZ und Landesmitteln der Stadt Berlin


Di., 15. Okt. | 19:30 h | Blei im Blut – Tödliche Profitgier in Peru

Foto: © David Vollrath / Der Fluss trennt Schmelze und Stadt

Filmreihe Rohstoffgeschichten

Ort: FDCL - Veranstaltungsraum, (Mehringhof, Aufgang 3, 5. Stock), Gneisenaustr. 2a, 10961 Berlin


Gast: José de Echave, CooperAcción, Peru.

 

4.000 Meter hoch in den peruanischen Anden liegt “La Oroya”. Die Stadt hat es zu einer traurigen Berühmtheit gebracht: La Oroya zählt zu den zehn am stärksten vergifteten Orten der Welt! Verursacher ist die riesige Schmelzhütte “Doe Run”, Tochter eines amerikanischen Mutterkonzerns. Fast alle der 30.000 Einwohner der Stadt sind vergiftet. Trotzdem wagt kaum eine Familie in La Oroya, gegen die Schmelzhütte zu protestieren. Ihre Arbeitsplätze hängen (in)direkt von ihr ab.


2009, Regie: Ralph Weihermann, 40 Minuten, deutschsprachige Version/Untertitel

 

José De Echave C. studierte Wirtschaft in Frankreich und erlangte 1989 dort ebenfalls seinen Doktortitel in Wirtschaftswissenschaften. Des Weiteren besitzt er einen Abschluss in Internationaler Wirtschaftspolitik und Entwicklung.
Seit 1990 befasst er sich mit den Problematiken des Bergbaus in Lateinamerika, sowie den daran anschließenden Themen zu Arbeitsbedingungen, Umweltauswirkungen und Menschenrechten.
Von August bis Dezember 2011 war er Vizeminister im Umweltministerium.
Er ist Gründer der Peruanischen NGO CooperAccion und zurzeit Herausgeber der Zeitschrift Actualidad Minera del Perú. Seit 1998 arbeitet er außerdem als Berater in den vom Bergbau betroffenen ländlichen Gemeinden sowie deren nationalen Organisationen.


Das Gespräch mit José de Echave im Anschluss an den Film wird übersetzt.


Veranstaltet von: Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile-Lateinamerika, ACUD-Kino, und Kampagne Bergwerk Peru

 

 

gefördert mit Mitteln des BMZ und Landesmitteln der Stadt Berlin

 

 

 

 


Di, 15.10.2013, 15:30 h | Bergbau und Land Grabbing Das Konzept des „Ordenamiento Territorial“ als Instrument gegen großflächige Landnahmen - Chancen und Grenzen

Workshop mit: José de Echave (CooperAcción, Lima, Peru)



Zeit: Di, 15.10.2013, 15:30 - 17:30 Uhr
Ort: FDCL, Mehringhof (Aufgang III, 5. Stock), Gneisenaustr. 2a, 10961 Berlin

Bis heute verfügt Peru auf nationaler Ebene über kein Raumordnungsgesetz (Ley de Ordenamiento Teritorial), auch wenn seit mehr als einer Dekade Schritte in diese Richtung unternommen werden. So wurde in vielen Regionen bereits zu ökologisch-ökonomischer Zonierung von Land gearbeitet, die ein wesentlicher Baustein der Territorialplanung ist, so etwa in der massiv vom Bergbau geprägten Region Cajamarca.

Gleichzeitig ist ein derartiges Gesetz eine wichtige Forderung vieler von Bergbauprojekten betroffenen Gemeinden und Regionen. Sie betrachten eine funktionierende Territorial- und Raumordnungspolitik als ein Instrument in ihrem Kampf gegen die zunehmende Vergabe von Bergbaukonzessionen.

Peru ist eines der rohstoffreichsten Länder der Welt. Doch Bergbau und Gasförderung sind wegen ihrer sozialen und ökologischen Folgen die Hauptursachen für zahlreiche soziale Konflikte. Besonders die familiäre Landwirtschaft gerät durch die extraktiven Minenprojekte unter Verdrängungsdruck. Derweil konzentrieren sich die Rohstoffstrategien Deutschlands und der EU vor allem auf die eigene Versorgungssicherheit und vernachlässigen die zunehmenden Landkonflikte in den Abbaugebieten.

Unser Gast José de Echave ist Perus ehemaliger Vizeminister und Gründer der Nichtregierungsorganisation CooperAcción. Der 55-jährige Ökonom gehörte der Regierung von Präsident Ollanta Humala an, dessen Mitte-Links-Bündnis seit Juli 2011 regiert. De Echave trat aus Protest gegen den Umgang der Regierung mit den Rohstoffrevolten zurück und ist nun einer ihrer bekanntesten Kritiker.

 

 

Diese Veranstaltung wird gefördert aus den Mitteln des Berliner Senats und von Engagement Global gGmbH im Auftrag des BMZ. Mit finanzieller Unterstützung der EU

 

 


Sa. 12.10.2013, 19 Uhr | Film: Die Lithium Revolution

(D 2012, Regie: Andreas Pichler und Julio Weiss, 52 Minuten, Deutschsprachige Fassung)

ACUD Kino, Veteranenstrasse 21, 10119 Berlin, www.acud.de

 

Gesprächsgast: Juliana Ströbele-Gregor (Bolivien-Expertin am Lateinamerika-Institut der FU-Berlin, Forschungsnetzwerk desiguALdades; Forschung zu Lithium, Schwerpunkt: Wertschöpfungsketten der Lithiumproduktion und Aktualisierung Stand des staatlichen Lithium-Programms in Bolivien)

Veranstaltung im Rahmen der alternativen Rohstoffwoche

 

Rohstoffgeschichten - ALTERNATIVE ROHSTOFFWOCHE

 

Die Lithium Revolution

Ansprüche und Erwartungen an den Rohstoff Lithium sind nicht gerade gering. Doch ist Lithium die Antwort auf die Energiekrise und der Schlüssel zur Zukunft, die gleichzeitige Lösung für globale Gerechtigkeitsfragen, ökologisches Wachstum und Elektromobilität? Annährungen gibt es in DIE LITHIUM REVOLUTION: Drei Geschichten aus drei Weltregionen, global vernetzt.

Im Andenraum liegen die aktuell bekannten größten Lithiumvorkommen: Bolivien verfügt über rund 50 Prozent der weltweiten nachgewiesenen Vorkommen des Rohstoffs. Ausbeutung und Industrialisierung der Lithiumvorkommen sollen dem Land Entwicklung bringen. Nicht mehr ausländische Konzerne sollen fördern, sondern der bolivianische Staat selber. Nicht mehr nur Förderung und Export der weitestgehend unverarbeiteten Rohstoffe, sondern die Produktion von Lithium-Batterien ist das Ziel, um mehr Wertschöpfung im Land zu leisten. Wie schnell kann Bolivien die benötigte Technologie entwickeln oder auf Technologietransfer über Kooperationen setzen, um die Hoffnungen auf Entwicklung einlösen zu können? Wo steht das Land im globalen Wettlauf?

Chinas Wirtschaftsleistung wächst unterdessen weiter und mit ihr die Ansprüche hunderter Millionen von Menschen auf mehr Konsum, Reisen und (Auto)Mobilität. Für das Land ist die Entwicklung neuer Technolgien für Mobilität und Energiespeicherung immens wichtig. Dementsprechend fördert die Regierung den Sektor und will China zum Weltmarktführer bei der Elektromobilität machen.

In Europa setzen vor allem Autokonzerne auf Lithium und die Elektromobilität. Die 2012 gegründete bundesdeutsche Rohstoffallianz – bestehend aus mehreren deutschen Großúnternehmen - hat die Beschaffung von Lithium in ihrem Cluster 'Spezialmetalle' als Ziel ausgewiesen.

Doch gibt es widersprüchliche Signale. Während man in Frankreich neue Fabriken für die Produktion von Lithium-Batterien einweiht, scheinen sich Konzerne wie Daimler und Evonik von gemeinsamen Vorhaben zu verabschieden und verweisen auf das defizitäre Geschäft mit Elektroautos. Und welche Rolle wird Lithium als Grundlage der Energiespeicherung bei der Energiewende spielen?


Eintrittspreise
Normalpreis 5€; für Studierende, Schüler*innen, Renter*innen, Erwerbslose gilt der ermäßigte Tarif von 4,50€. Gruppentarife nach Vereinbarung.

Karten reservieren
Um Eintrittskarten für die Vorstellungen zu reservieren haben Sie verschiedene Möglichkeiten. * Per Telefon (täglich ab 16.30h) unter 030.4435 9498. * Per Email unter kino_kasse@acud.de. * Online über die Webseite des ACUD Kino (http://acud.de/kino_programm.php5). Dort bei der entsprechenden Veranstaltung einfach auf das Reservierungs-Icon (Rotes R in kleinem Kreis) klicken, um zum Bestellformular zu kommen.

Organisation und Förderhinweise
Die Filmreihe „Rohstoffgeschichten“ wird veranstaltet vom ACUD Kino in Kooperation mit dem Bildungswerk Berlin der Heinrich Böll-Stiftung und dem Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile-Lateinamerika e.V. (FDCL e.V.). Die Filmreihe „Rohstoffgeschichten“ wird finanziell gefördert von der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin, der Stiftung Umverteilen!, aus Mitteln des BMZ und der Stiftung Nord-Süd-Brücken sowie mit Haushaltsmitteln des Landes Berlin - Landesstelle für Entwicklungszusammenarbeit.

Weitere aktuelle Informationen zur Filmreihe finden Sie auf der Webseite des ACUD Kino (www.acud.de) sowie der Facebook-Seite (https://www.facebook.com/ACUDkino/events).
 D 2012, Regie: Andreas Pichler und Julio Weiss, 52 Minuten, Deutschsprachige Fassung

 

gefördert mit Mitteln des BMZ und Landesmitteln der Stadt Berlin


Fr., 11. Okt. | 13 - 17 Uhr | Tagung | Brot oder Trog | Futtermittel: Die große Verschwendung von Land und Nahrung – Erfahrungen aus Südamerika

Zeit: Fr. 11.10.2013 von 13:00-17:30 Uhr
Ort: Brot für die Welt,
Raum: Amalie Sieveking 0.K.01 im Erdgeschoss, Caroline-Michaelis-Str.1, 10115 Berlin

 

mehr Infos auf http://fdcl.org/index.php?id=1657

Programm zum download in deutsch und spanisch

 

Die Teilnahme ist kostenlos.


Anmeldung erbeten unter info@fdcl.org oder telefonisch unter 030-693 40 29.

Sprachen: deutsch, spanisch (Simultanübersetzung)

Veranstalter:
Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile-Lateinamerika (FDCL) in Kooperation mit Brot für die Welt

 

 


Mi., 09.10.2013, 19:00 Uhr | Bolivien: Agrarreform, Landkonflikte und der "Fall TIPNIS"

Bolivia: Reforma agraria, conflictos de tierra y el "caso TIPNIS"

Ort:     FDCL, Gneisenaustr. 2a, 10961 Berlin (Im Mehringhof, Aufgang III / U 6/7 Mehringdamm)
Zeit:    Mittwoch, den 9.10.2013, 19:00 Uhr

mit: Enrique David Castañon Ballivian (Fundación Tierra / La Paz-Bolivien)

Sprache: spanisch ggf. mit konsekutiver Übersetzung


Bolivien produziert für den Export. Diese Feststellung gilt nicht nur für Bereiche wie die Ausbeutung der Gasvorkommen oder mineralischer Rohstoffe im Bergbausektor, sondern auch für die Landwirtschaft. Bolivien wird gemeinhin nicht – so wie Brasilien, Argentinien und Paraguay - als integraler Bestandteil der so genannten „Sojarepublik“ in Lateinamerika wahrgenommen. Gleichwohl werden bereits 37% der Ackerfläche in Bolivien durch Sojamonokulturen belegt – mit ähnlichen ökologischen und sozialen Folgen wie in den Nachbarländern. Die Abhängigkeit Boliviens von Nahrungsmittelimporten (bspw. Weizen) steigt, Landkonflikte verschärfen sich.
Was ist aus der von der durch Präsident Evo Morales geführten Regierung 2006 angekündigten und eingeleiteten Agrarreform geworden? Haben sich die Landbesitzverhältnisse in Bolivien nachhaltig verändert? Welchen Stellenwert und welche Perspektiven hat die kleinbäuerliche Landwirtschaft und ein an dem Leitbild der Ernährungssouveränität ausgerichtetes Agrarmodell in Bolivien?
Rohstoffe ausbeuten, um mit den Exporteinnahmen die finanziellen Mittel für soziale Programme und die weitere Entwicklung des Landes bereit zu stellen: Geht diese Rechnung auf und ist das neo-extraktivistische, exportorientierte Entwicklungsmodell in Bolivien alternativlos?
In letzter Zeit hatten insbesondere die Auseinandersetzungen um eine Verbindungsstraße zwischen Hochland und Tiefland, ein von Zentralregierung in La Paz vorangetriebenes Infrastrukturprojekt im Indigenen Territorium und Nationalpark Isiboro Sécure (TIPNIS), für Aufsehen gesorgt. Hier wurden und werden die Konfliktlinien exemplarisch sichtbar, die aufzeigen können, in welche Richtung die sogenannte "Neugründung Boliviens" gehen wird und welche Möglichkeiten der Konfliktlösung ergriffen werden.
Dieses thematische Feld und diese Fragestellungen wollen wir gemeinsam mit Enrique David Castañon Ballivian von der Fundación Tierra aus La Paz-Bolivien diskutieren.

 

Diese Veranstaltung wird gefördert aus den Mitteln des Berliner Senats und von Engagement Global gGmbH im Auftrag des BMZ. Mit finanzieller Unterstützung der EU

 

 

 

 


Di., 08.10.2013, 19:00 Uhr | Paraguay: Agrarmodell, Repression und Straflosigkeit im zweiten Jahr nach dem Massaker von Curuguaty

Paraguay: Modelo agrario, repression y impunidad en el segundo año después del masacre de Curuguaty


Ort:     FDCL, Gneisenaustr. 2a, 10961 Berlin (Im Mehringhof, Aufgang III / U 6/7 Mehringdamm)
Zeit:     Di., 08.10.2013, 19:00 Uhr

mit: Miryam Estela Duarte Rojas (CLOC-Vía Campesina Paraguay )

Sprache: spanisch ggf. mit konsekutiver Übersetzung


Ohne Zweifel ist Paraguay das Land in Lateinamerika, das am gravierendsten von der Expansion des Sojaanbaus betroffen ist. Die riesigen Felder mit den gentechnisch manipulierten proteinhaltigen Bohnen machen bereits drei Viertel der gesamten Nutzfläche aus. Der Großteil der Soja-Ernte landet als Futtermittel in den Futtertrögen für die europäische Massentierhaltung. Sowohl brasilianische Farmer als auch multinationale Konzerne wie Monsanto profitieren von diesem lukrativen Geschäft.
In Paraguay hat der Sojaanbau dramatische Folgewirkungen: Indigene und die kleinbäuerliche Landwirtschaft werden von ihrem Land vertrieben, der großflächige Einsatz von Pestiziden vergiftet Mensch und Umwelt, Landkonflikte verschärfen sich. 2,5 Prozent der Landbesitzer kontrollieren 85 Prozent des Grund und Bodens. In den letzten 30 Jahren haben Soldaten und Paramilitärs fast 100.000 Kleinbauern und Indigene von ihrem Land vertrieben und über hundert ihrer Sprecher ermordet. Keiner dieser Morde wurde bisher aufgeklärt. Dies gilt auch für das sogenannte Massaker von Curuguaty, bei dem am 15. Juni 2012 elf Landlose und Kleinbauern und sechs Polizisten starben. Eine Woche später, am 22. Juni, diente es der konservativen Parlamentsmehrheit als Begründung für ein politisches Schnellverfahren zur Absetzung des demokratisch gewählten Präsidenten Fernando Lugo. Nach diesem „parlamentarischen Putsch“ hat sich die Lage der Indigenen, Kleinbauern und Landlosen unter der De-facto-Regierung von Federico Franco wie auch unter der seit August diesen Jahres amtierenden Regierung unter Präsident Horacio Cartes, weiter verschlechtert. Die Arbeit der Bauernorganisationen wird kriminalisiert, führende Aktivisten werden willkürlich verhaftet. Die Agrarlobby kann wieder schalten und walten wie sie will – ganz im Einvernehmen mit der Regierung.
Über dieses bedrückende Panorama aber auch den Kampf für ein anderes Agrarmodell berichtet Miryam Estela Duarte Rojas. Sie ist Mitglied der nationalen Leitung des Movimiento Campesino Paraguayo (MCP), das wiederum in der Mesa Coordinadora Nacional de Organizaciones Campesinas (MCNOC) und der Coordinadora Latinoamericana de Organizaciones del Campo. (CLOC-VIA CAMPESINA) vertreten ist. Miryam war lange Jahre in einer Frauenorganisation des MCP engagiert und arbeitet heute in einer agrarökologisch orientierten Landwirtschaftsschule.

 

Diese Veranstaltung wird gefördert aus den Mitteln des Berliner Senats und von Engagement Global gGmbH im Auftrag des BMZ. Mit finanzieller Unterstützung der EU

 

 

 

 


Do., 03.10.2013 | 19h30 | Chile oder die Diktatur des freien Marktes

Dokumentation mit anschließendem Publikumsgespräch mit Nicole Jullian

 

 

Chile/Deutschland 2013, Regie: Diana Seiler

 

Ort: Movimiento Kino,

Kottbusser Damm 22, Saal 3

Donnerstag, 3. Oktober, 19.30 Uhr

 

Veranstalter: Lateinamerika Nachrichten

 


Chile ist ein reiches Land mit vielen Bodenschätzen und einer jungen Bevölkerung. Es gilt als Vorzeigeland Südamerikas, als Musterbeispiel für die Chancen, die eine konsequente Wirtschaftsliberalisierung Schwellenländern bieten kann - mit boomender Wirtschaft und wachsendem Wohlstand. Doch stimmt das wirklich? Die Filmemacherin Diana Seiler hat 40 Jahre nach dem Sturz Allendes ein Chile vorgefunden, das wieder an einem Scheideweg steht. Geht Privatisierung wirklich über alles?

 

Nicole Jullian, geboren in Chile, lebt seit 12 Jahren in Deutschland und studierte Politikwissenschaft in Tübingen.

Als Mitglied des Kollektivs "Kolumbien Kampagne" arbeitet sie unermüdlich, 

um die humanitäre Krise Kolumbiens in Deutschland und Europa sichtbar zu machen. Ihr Schwerpunkt liegt dabei in der  internen Vertreibung von Kolumbianer_innen.

 

Mit finanzieller Unterstützung des BMZ

 


Do., 26.09.2013 | 19h30 | Mi vida con Carlos | Mein Leben mit Carlos


Dokumentation mit anschließendem Publikumsgespräch mit Petra Schlagenhauf.

 

Chile und Spanien / Jahr: 2009. Dauer: 83 min. Genre: Dokumentation. Regie: Germán Berger-Hertz, Joaquim Jordà und Roberto Brodsky.


Ort: Movimiento Kino, Kottbusser Damm 22, Saal 3

Donnerstag, 26. September, 19.30 Uhr


Veranstalter: Lateinamerika Nachrichten



Carlos Berger Guralnik wurde am 11. September 1973 mit 70 anderen politischen Oppositionellen von Pinochets "caravana de la muerte", der Todeskarawane, in der chilenischen Atacamawüste ermordet. Der chilenische Filmemacher Germán Berger-Hertz, der einzige Sohn von Carlos, bricht in seinem Film "MEIN LEBEN MIT CARLOS" ein jahrzehntelanges Schweigen und begibt sich auf eine dramatische Spurensuche. Die Abwesenheit von Carlos begleitet diesen Film durchgehend. Germán Berger-Hertz trifft sich mit seinen, an viele Orte der Welt ins Exil geflüchteten Familienangehörigen, um sich dem Schmerz und dem Verlust zu stellen. Die zutiefst menschlichen Beweggründe der Protagonisten, ihre individuellen Lebensentscheidungen mit der Vergangenheit umzugehen, bezeugen auf sehr bewegende Weise ein in Vergessenheit geratenes Kapitel. Die Mutter von Germán Berger-Hertz, Carmen Hertz, spielte eine tragende Rolle in der Anklage Pinochets im Fall der Todeskarawane. Eine Politik, die versuchte, das Leben kritischer Personen total auszulöschen, ihre Spuren, ihre Körper. Somit ist die Rekonstruktion des einzelnen Lebens gleichzeitig der Versuch, auf diese Weise auch einen Teil der chilenischen Geschichte zu rekonstruieren.

Die grausame Geschichte eines Landes wird entlang einer mitreißenden persönlichen Spurensuche fühlbar und verdichtet sich durch exklusive private Archivbilder aus der Pinochet-Ära. "MEIN LEBEN MIT CARLOS" ist als Film gegen das "Verbrechen der permanenten Hinrichtung" zu verstehen, wie es im juristischen Sprachgebrauch heißt. Bis heute gab es keine abschließende Klärung der Ereignisse, es gab keine Anklage und der Leichnam ist bis heute verschwunden. Und das Vergessen bleibt der wahre Triumph der Gewalt. Die Geschichte der Familie Berger - ihr lebenslanger Versuch, eine Tragödie zu überwinden - spiegelt das Schicksal eines ganzen Landes wider.


 

Petra Schlagenhauf ist Rechtsanwältin und Vorstandsmitglied des FDCL. Sie war lange Jahre in der Chile-Solidarität aktiv und hat als Anwältin der Nebenklage verschiedene Opfer der chilenischen Diktatur in Verfahren vor der deutschen Justiz vertreten.

 


Mit finanzieller Unterstützung des BMZ

 

 


Mi, 25.09.2013: Abendveranstaltung in Stuttgart

Wir müssen den Amazonas retten!

Informations- und Diskussionsveranstaltung mit Padre Edilberto Sena, Santarém, Brasilien

Am 25.9.2013 um 19 Uhr laden POEMA e.V., ASW, Gegenströmung und FDCL zu einer Informations- und Diskussionsveranstaltung mit dem Umwelt- und Menschenrechtsaktivisten Padre Edilberto Sena aus Brasilien ein.

WO:   

Denkmacherei/ Die AnStifter, Werastraße 10, 70182 Stuttgart.  Anfahrt: U-Bahn-Haltestellen: Charlottenplatz, Olgaeck oder Eugensplatz

WAS:

Padre Edilberto Sena setzt sich als katholischer Priester in der Tradition der lateinamerikanischen Befreiungstheologie seit Jahrzehnten für die Erhaltung des Amazonas-Regenwaldes und die von Raubbau und Vertreibung betroffene Bevölkerung ein. Er ist Hauptkoordinator der „Bündnisses zur Verteidigung Amazoniens“ (Frente da Defesa da Amazônia) und Leiter des Rádio Rural de Santarém, das über Umwelt- und Menschenrechtsthemen in Amazonien informiert. Die ASW unterstützt schon seit einigen Jahren die wichtige Arbeit von Padre Edilberto beim Movimento Tapajós Vivo durch unseren langjährigen Partner Fórum da Amazônia Oriental (FAOR). Die Dachorganisation vernetzt ca. 300 NGOs im Osten Amazoniens. Durch Öffentlichkeits-, Netzwerk- und Advocacy-Arbeit soll die Bevölkerung an den Flüssen Xingu und Tapajós im Widerstand gegen die Zerstörung ihrer ökologischen, ökonomischen, kulturellen und sozialen Lebensgrundlagen gestärkt werden

In Stuttgart wird Padre Edilberto von seiner Arbeit berichten und die wesentlichen Probleme im Amazonas ansprechen: von Sojaplantagen, über Goldminen, Staudämme und illegale Abholzungen.

Der Vortrag wird konsekutiv übersetzt. Zu Beginn wird die 15-minütige Kurzfassung des Filmes „Count down am Xingu III“ gezeigt.


Und für alle FreiburgerInnen:

Am 27. September spricht Padre Edilberto auf Einladung der Brasilieninitiative Freiburg zum gleichen Thema um 19 Uhr, im Südwind, Lorettostrasse 42, Freiburg.


Mo., 23.09.2013 | 19 h | Die Strafprozesse in Argentinien und ihre Effekte auf die Gesellschaft

Die Argentinische Militärdiktatur und die Frage nach Menschenrechtsverletzungen.


Foto: Alejandra CarrerasOrt: FDCL – Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile-Lateinamerika e.V,Gneisenaustr. 2a, 10961 Berlin

(Im Mehringhof, Aufgang III, U-6/7 Mehringdamm) 

 

Ein Vortrag von Rosario Figari Layús, Universität Konstanz.

 

Seit dem in Argentinien frühere Amnestiegesetze vom argentinischen Obergerichtshof im Juni 2005 für nichtig erklärt wurden, sind mehrere Angehörige der Sicherheitskräfte wegen Menschenrechtsverletzungen vor Gericht gestellt worden. Rosario Figari Layús setzt sich mit den aktuellen Prozessen um die Strafverfolgung und Aufarbeitung der Diktatur in Argentinien auseinander. Ihr Interesse bezieht sich dabei auf die Auswirkungen solcher Prozesse auf die Gesellschaft.

Strafverfolgungen werden als die rechtsstaatliche Maßnahme angesehen um Grausamkeiten offenzulegen, Täter gerecht zu bestrafen und Menschenrechtsverletzungen vorzubeugen. Sie dienen innerhalb der Aufarbeitung und Entschädigung als Hauptinstrument um Opfern rückwirkend gerecht zu werden. Auch wenn diese Prozesse auf nationaler sowie internationaler Ebene große Relevanz erlangt haben, sind sie auch kritisch zu hinterfragen. Welche Rolle und gesellschaftliche Auswirkungen haben strafrechtliche Prozesse bei der Auseinandersetzung mit der Vergangenheit? Welche Erwartungen werden mit den strafrechtlichen Prozessen verbunden? Welche Effekte für die Opfer, die Täter und die Gesellschaft haben diese Prozesse zur Folge?

Rosario Figari Layús arbeitet im Forschungsprojekt „Narrative des Terrors und Verschwindens“ zu den Auswirkungen des Staatsterrorismus auf die argentinische Kultur und Gesellschaft. Das Projekt hat seinen Sitz an der Konstanz Universität und wird vom Europäischen Forschungsrat (ERC) finanziert.

 

Vor der Veranstaltung um 18:00 Uhr wird der Dokumentarfilm Un claro día de Justicia von Ana Cacopardo und Ingrid Jaschek gezeigt (2006, Orig. spanisch, 48 min.)

 

Veranstalter: Lateinamerika Nachrichten in Kooperation mit dem FDCL

 

Mit finanzieller Unterstützung des BMZ 

 


Di., 17.09.2013 | 19 h | 40 Jahre nach dem Putsch: Neoliberalismus in den Köpfen?

Umkämpfte Bildungspolitik in Chile

 

Ort: taz Café, Rudi-Dutschke-Str. 23, 10969 Berlin, U-Bahn Kochstr., Bus M29

 

Mit: Carlos Pérez Soto und Leonor Abujatum, Moderation: Eva Völpel (taz)

 

Die Militärdiktatur in Chile wurde weltweit nicht nur zum Symbol für schwerwiegende, bis heute kaum aufgearbeitete Menschenrechtsverletzungen. Sie ist auch Symbol dafür, wie eine Regierung erstmals ein neoliberales Wirtschaftsmodell kompromisslos und umfassend umsetzte.

 

Vertieft und stabilisiert wurde der neoliberale Umbau der Gesellschaft unter demokratischen Regierungen. Heute sind ehemals öffentliche Sphären wie die Bildungspolitik gefangen zwischen Privatisierung und einem bürokratischen Wettbewerbsdschungel. Auch in den Bereichen des Bildungssystems, die noch staatlich sind, machen sich systematisch konkurrente und individualistische Verhaltensmuster breit.

 

Die aufsehenerregenden Massenproteste der Studierenden in diesem Jahr haben das aktuelle System neoliberaler Bildungspolitik in Chile in Frage gestellt. Sie machten deutlich, dass die Achtung der Menschenrechte, der Zugang zu öffentlichen Gütern und die Forderung nach Wohlstand und gesellschaftlicher Teilhabe für alle weiter so akut sind wie vor 40 Jahren.

Wie ist die aktuelle Phase neoliberaler Bildungspolitik zu analysieren? Inwiefern können soziale Bewegungen an dem „Modell Chile“ nicht nur als ökonomischem Modell, sondern auch als hegemonialer Form des Denkens rütteln? Und schließlich: Welche Strategien vertreten die ProtagonistInnen der Bildungsproteste heute, kurz vor den Präsidentschaftswahlen im November.

 

Carlos Pérez Soto ist einer der bekanntesten linken Theoretiker in Chile. Ursprünglich ausgebildet als Physiker unterrichtet er an verschiedenen Universitäten in Chile u.a. marxistische Theorie, Grundlagen der Psychologie und der Antipsychiatrie sowie die Geschichte des Tanzes. Er steht im intensiven Austausch mit den sozialen Bewegungen und ist an den Bildungsprotesten beteiligt. Zurzeit beschäftigt er sich mit den Perspektiven einer neuen Linken in Chile und entwickelt Vorschläge gegen die Kommerzialisierung von Bildung und Gesundheitsdiensten sowie für die Demokratisierung des Wissens.

Leonor Abujatum ist Mitglied der Revolución Democrática und steht in ständigem Austausch mit der chilenischen Studierendenbewegung. Sie hat Spanische Philologie, Neuere Geschichte und Politikwissenschaften studiert und promoviert als Stipendiatin der Rosa-Luxemburg-Stiftung am Institut für Romanistik der Universität Potsdam über „Erinnerungen chilenischer Romane als Beitrag zur Vergangenheitsaufarbeitung“.

Die Veranstaltung wird konsekutiv spanisch-deutsch übersetzt.

 

Veranstalter: Medico international, Rosa Luxemburg Stiftung, Lateinamerika Nachrichten, die Tageszeitung und FDCL

 

 

gefördert mit Mitteln des BMZ

 

 

 


Di., 17.09.2013 | 19 h | Einsatz für die Menschenrechte in Mexikos Norden: zwischen staatlicher Repression und organisierter Kriminalität

Vortrag und Diskussion mit der Menschenrechtsaktivistin Alma Rosa García Guevara

 

Ort: FDCL, Gneisenaustr. 2a, 10961 Berlin

(Im Mehringhof, Aufgang III, 5. Stock; u-6/7 Mehringdamm)

 

 

Der Bundesstaat Coahuila zählt zu den Regionen Mexikos, in denen Gewalt und organisierte Kriminalität in jüngster Vergangenheit massiv zugenommen haben. Dennoch genießt diese Region auf internationaler Ebene wesentlich weniger Aufmerksamkeit als der Süden des Landes. Probleme wie das gewaltsame Verschwindenlassen von Menschen, Straflosigkeit sowie Menschenrechtsverletzungen gegen Migrant/innen bestimmen den Alltag in Coahuila.

Auf zivilgesellschaftlicher Seite sind Nichtregierungsorganisationen (NRO) jedoch sehr aktiv, um Menschenrechtsverletzungen zu dokumentieren und auf internationaler Ebene bekannt zu machen, und um den Opfern Hilfestellung zu leisten.


Die Menschenrechtsaktivistin Alma Rosa García Guevara berichtet über die Lage in Coahuila und stellt die Arbeit drei bekannter NRO vor Ort vor. Sie ist seit über zehn Jahren im Menschenrechtsbereich tätig und arbeitet im „Centro Diocesano para los Derechos Humanos Fray Juan de Laríos“, das Angehörige von als verschwunden geltenden Personen unterstützt.


Peace Brigades International (pbi) bietet bedrohten Menschenrechtsverteidiger/innen in Mexiko seit über zehn Jahren unbewaffnete Schutzbegleitung an und ist vor Kurzem in den nördlichen Bundesstaaten Coahuila und Chihuahua tätig geworden.

 

Eine Veranstaltung von Peace Brigadas Internacional gemeinsam mit dem FDCL.

 

Der Vortrag und die Diskussion werden übersetzt.


Nähere Informationen: www.pbi-deutschland.de 




Di., 10.09.2013 | 19:30 h | Informationsveranstaltung | Colonia Dignidad: Eine unaufgearbeitete Geschichte

Eine deutsche Sektensiedlung, die Verbrechen der chilenischen Diktatur und die Rolle der Bundesregierung.

 

Dienstag, 10. September 2013 | 19:30

Veranstaltungsraum im Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile-Lateinamerika e.V. (FDCL)
Mehringhof, Gneisenaustr. 2a, Theateraufgang, 5. Stock
U-Bhf. Mehringdamm (U6/U7)

 

 

40 Jahre nach dem Putsch vom 11. September 1973

 

Die Aufarbeitung der Menschenrechtsverletzungen der chilenischen Militärdiktatur ist bis heute prekär: Nur wenige Täter wurden bisher strafrechtlich belangt. Fast gänzlich straflos und unaufgearbeitet ist das deutsch-chilenische Kapitel Colonia Dignidad. Die von deutschen Staatsbürgern gegründete Sektensiedlung arbeitete eng mit der chilenischen Militärdiktatur und ihrer Geheimpolizei DINA zusammen. In der Colonia Dignidad wurden hunderte chilenische politische Gefangene gefoltert, viele von ihnen wurden ermordet. Auch Siedlungsbewohner wurden ausgebeutet, missbraucht und gequält. Jahrzehntelang ergriffen weder Chile noch die Bundesrepublik ausreichende Maßnahmen um diese öffentlich bekannten Menschenrechtsverletzungen zu beenden. Die Siedlung besteht bis heute unter dem Namen „Villa Baviera“ und wird durch Haushaltsmittel des Auswärtigen Amts unterstützt. Viele der Haupttäter sind bis heute nicht zur Rechenschaft gezogen worden, einige von ihnen leben heute in Deutschland. Menschenrechtsgruppen und Opfervereinigungen fordern derweil ein Ende der Straflosigkeit und umfassende Aufarbeitungsmaßnahmen, wie z.B. den Bau einer Gedenkstätte am Eingang zur Siedlung.

 

Informationsveranstaltung mit

Erick Zott war Mitglied der Bewegung der Revolutionären Linken (MIR) und wurde im Januar 1975 von der chilenischen Geheimpolizei DINA festgenommen. Fast zwei Jahre lang wurde er an verschiedenen Haftorten festgehalten und gefoltert, u.a. auch in der Colonia Dignidad. Nach seiner Freilassung ging er ins Exil nach Österreich, wo er bis heute lebt. 1977 sagte er im Verfahren vor dem Bonner Landgericht (Colonia Dignidad ./. Amnesty International) aus.

Dieter Maier ist Menschenrechtler und Autor verschiedener Bücher zur Colonia Dignidad. 1977 hat er als Mitarbeiter von Amnesty International die Broschüre „Colonia Dignidad, ein Folterlager der chilenischen Geheimpolizei DINA“ mitverfasst.

Jan Stehle ist Mitarbeiter des FDCL und promoviert an der FU Berlin zum Thema „Deutsche Außenpolitik und Menschenrechte – Der Fall Colonia Dignidad 1961-2013“

 

 

  Mit finanzieller Unterstützung des BMZ 

 

 


Di., 10.09.2013 | 18 Uhr: Dokumentarfilm „Colonia Dignidad“ von José Maldavsky (2007, 52 min, spa mit engl UT)

im Anschluss:


Di. 10. September 2013, 10.30 Uhr | Demonstration von der Botschaft Chiles zum Auswärtigen Amt | Gerechtigkeit für die Opfer der Colonia Dignidad! | Treffpunkt: Chilenische Botschaft, Mohrenstraße 42


 

40 Jahre nach dem 11.September 1973 fordern wir:


Die Beschleunigung der strafrechtlichen Verfahren gegen Täter der Colonia Dignidad in Chile und Deutschland
Die Freigabe aller geheim gehaltener Aktenbestände in Chile und Deutschland
Eine angemessene Aufarbeitung sowie erinnerungspolitische Maßnahmen, darunter die Errichtung einer Gedenkstätte in Chile

download Aufruf


Mo. 09.09. | 19 h | 40 Jahre nach dem Putsch in Chile: Schlaglichter auf 40 Jahre Solidaritätsarbeit

Gesprächsabend zum 40 Jahrestag mit musikalischer Begleitung

 

 

Ort: Mehringhoftheater (Gneisenaustr. 2a, HH, U-Bhf Mehringdamm)
Montag, 09. September 2013, 19 Uhr

 

Mit: Peter Kranz, Petra Schlagenhauf, Erick Zott, Dieter Maier

 

Musikalische Begleitung: Cirilo Adriazola

 

 

1973 beginnt die gemeinsame Geschichte der Lateinamerika Nachrichten (LN) und des Forschungs- und Dokumentationszentrums Chile-Lateinamerika e.V. (FDCL). Im Juni wird die Zeitschrift gegründet, damals noch unter dem Namen Chile-Nachrichten. Sie soll der einseitigen Berichterstattung der westdeutschen Medien gegen die demokratisch gewählte Regierung des Sozialisten Salvador Allende etwas entgegensetzen. Wenige Monate nach dem Putsch vom 11. September 1973 entsteht das FDCL, in dem die eingehenden Informationen gesammelt werden. Weil es sehr schnell um ganz Lateinamerika geht, ist die Umbenennung der Zeitschrift in die „Lateinamerika Nachrichten“ 1977 nur logisch.


2013: LN und FDCL werden 40. Das heißt: 40 Jahre Berichterstattung, Dokumentations- und Öffentlichkeitsarbeit. 40 Jahre kritische Solidarität mit Bewegungen und Menschen in Lateinamerika, die sich gegen ungerechte Verhältnisse zur Wehr setzen und für eine andere, bessere Welt eintreten. 40 Jahre Kampf gegen Menschenrechtsverletzungen, Straflosigkeit und für Wahrheit und Gerechtigkeit für die Opfer der Militärdiktaturen.


Grund genug im Rahmen eines Gesprächsabends rückblickend wie bilanzierend Schlaglichter auf die Geschichte der beiden Vereine, wie auch auf die der Solidaritätsbewegung zu Chile zu werfen.

 

 

Petra Schlagenhauf ist Rechtsanwältin und Vorstandsmitglied des FDCL. Sie war lange Jahre in der Chile-Solidarität aktiv und hat als Anwältin der Nebenklage verschiedene Opfer der chilenischen Diktatur in Verfahren vor der deutschen Justiz vertreten.

Peter Kranz ist Pfarrer der Luthergemeinde in Berlin-Spandau. Er war im Juni 1973 Mitgründer der Chile-Nachrichten (heute: Lateinamerikanachrichten) und später erster Geschäftsführer des FDCL.

Erick Zott war Mitglied der Bewegung der Revolutionären Linken (MIR) und wurde im Januar 1975 von der chilenischen Geheimpolizei DINA festgenommen. Fast zwei Jahre lang wurde er an verschiedenen Haftorten festgehalten und gefoltert, u.a. auch in der Colonia Dignidad. Nach seiner Freilassung ging er ins Exil nach Österreich, wo er bis heute lebt.

Dieter Maier ist Menschenrechtler und hat verschiedene Bücher zur Colonia Dignidad veröffentlicht. Vor Kurzem erschien von ihm „Pinochet – Eine Täterbiographie in Chile“ (Schmetterling Verlag). Seit Mitte der 70er Jahre war er in der Frankfurter Chile-Solidarität aktiv.

 

Mit finanzieller Unterstützung des BMZ


Di. 03.09.2013 / 19h | LESUNG | Im Schatten des Nachbarn | Politthriller von Juan Riquelme Lagos

im FDCL Veranstaltungsraum, Gneisenaustr. 2a, 10961 Berlin - Mehringhof, aufgang III, 5. Stock

 

Der Chile-Roman zum vierzigsten Jahrestag des Putsches

Was macht eine Diktatur mit den Menschen, die in Angst leben müssen?
Wie verändern sich die Menschen, wenn diese Angst alle Bereiche ihres Lebens durchdringt? Wie verschiebt sich das eigene Wertesystem durch diese Angst?
Mit großer Sprachkraft und subtilem Humor zeichnet Juan Riquelme Lagos das Bild einer sich verändernden Gesellschaft. Lagos‘ Roman steht damit inhaltlich, aber auch künstlerisch, in einer Reihe mit den großen Romanen über Diktatur und individuelles Erleben. Seine Protagonisten sind keine Helden, keine klassischen Widerstandskämpfer, es sind die Menschen von nebenan, die Unscheinbaren, die sich unter dem Druck von Polizeistaat und chilenischem Faschismus radikal verändern.
Die Gesellschaft mutiert …
Ein Jahr nach dem Putsch gegen Allende zieht Julian, ein junger linker Chilene, mit seiner Frau und der gemeinsamen kleinen Tochter in eine Straße, in der fast nur Angehörige der Luftwaffe wohnen. Kaum hat er sich dort eingelebt, taucht ein neuer Nachbar auf: ein Agent der Geheimpolizei Pinochets …
Aus dem Spanischen übersetzt von Alexander Zuckschwerdt
Erscheint im August 2013

 

Vita
Juan Riquelme Lagos wurde 1953 in Chile geboren. Er studierte zunächst Gitarre und Gesang, später auch Filmregie und Drehbuch. Unter anderem war er Musiker in der chilenischen Gruppe Aillarehue und bei Trarilonco in Paris. Die politische Lage während der Diktatur Pinochets zwang ihn 1983, Chile zu verlassen. 1984 kam er nach Berlin und wurde Mitglied der Gruppe Prueba general. Zwischen 1987 und 1991 produzierte er drei Alben mit der Band Mezcla.
Nach vielen Jahren künstlerischer Arbeit als Musiker, Sänger, Kulturmanager und Musikproduzent begann er zu Schreiben. Es entstanden die Werke Homo Chilensis (2005), Marta, zehn Tage mit vier Nächten (2006), Inocencia. Sieben Geschichten über einen Anfang (2012) [Kulturmaschinen Verlag] und Im Schatten des Nachbarn (2013) [Kulturmaschinen Verlag].



Wednesday, 14.08.2013: "Mega-Dams in Malaysia, Honduras, Turkey and Brazil"

Protest against the mega-dam in Baram. Photo: SAVE Rivers
Protest against the Ilisu-dam in Turkey. Photo: GegenStrömung
Protest against the Belo Monte dam in Brazil. Photo: Amazon Watch

 

 "Mega-Dams in Malaysia, Honduras, Turkey and Brazil"

Baram in Sarawak, Malaysian Borneo – the Agua Zarca Dam, District Intibucá, Honduras – Ilisu in Turkey – Belo Monte in Brazil: The event will focus on mega-dams built and planned in Malaysia, Honduras, Turkey and Brazil - and the resistance against these dams.

With June Rubis from SAVE Rivers (Malaysia), Jutta Blume (CADEHO, JournalistInnendelegation) and Heike Drillisch and Christian Russau. Organized by INFOE, GegenStrömung, FDCL, urgewald and KoBra.

 

Time: Wednesday, 14.08.2013, 19 h

Place: FDCL, Gneisenaustr. 2a, 10961 Berlin

Language: English

 

SAVE Rivers is a coalition of indigenous organizations, and affected communities and focuses on stopping the mega-dam in Baram (Sarawak highlands). She has worked on their advocacy campaign, and assisted in mobilizing communities by giving talks in the affected rural areas.

June RUBIS has over ten years of conservation experience in Borneo, with a background in wild orang utan research. She currently works for LEAP (Land Empowerment Animals People) as Manager, Civil Society Initiatives & Wildlife Conservation. For the past couple of years, she has focused on indigenous organizing and advocacy, and youth and women's rights. She has worked with the indigenous coalition, SAVE Rivers, in Sarawak, Malaysian Borneo, fighting to stop the twelve mega-dams in the state.

Background information about the Agua Zarca Dam in Hoduras you can find at International Rivers, about Ilisu at GegenStrömung and about Belo Monte at GegenStrömung as well.

Entrance: free of charge

 


Freitag, 9.8.2013, 19:00 Uhr Urbane Kämpfe, "Resistência Popular" und die jüngsten Proteste in Rio de Janeiro und Brasilien

Urbane Kämpfe, "Resistência Popular" und die jüngsten Proteste in Rio de Janeiro und Brasilien
Abendveranstaltung am Freitag, dem 9. August 2013, 19:00 Uhr
Ort: FDCL, Gneisenaustr.2a, 10961 Berlin

Durch das Los, WM und Olympia im eigenen Lande auszutragen, haben Klassenkonflikte in Brasiliens Städten in den letzten Jahren neue Dimensionen angenommen. Räumungen oder permanente militärische Besetzung und stadtplanerisch gelenkte Verdrängungsprozesse sind Bestandteile einer autoritären Stadtumstrukturierung von oben im Interesse nationalen und internationalen Investitionskapitals. Ob eher progressiv oder konservativ, Verflechtungen von Bausektor, ÖPV-Mafia und Regierungen aller Verwaltungsebenen sind die Basis einer die grundlegenden Bedürfnisse der Menschen hinten anstellenden Politik der ökonomischen Verwertung um jeden Preis. Erneute Fahrpreiserhöhungen und der Confederations-Cup wurden in diesem Szenario zu Ventilen, die zu facettenreichen und schlagkräftigen Aufständen in ganz Brasilien führten.
Wie kam es zu dieser Dynamik und wer waren und sind die Akteure? Welche Bedeutung spielen die Proteste für die Bewohner_innen urbaner Peripherie?
Wie hat sich das politische Klima verändert? Lässt sich etwas über die Perspektiven sagen und gibt es einen Zusammenhang zwischen den zunehmenden
globalen Aufständen wie der Türkei und den Arabellionen?

Erfahrungsaustausch mit Timo, der in der Nordstadt Rio de Janeiros lebt, in Basisbewegungen in den Favelas der Maré aktiv und in der Anarchistischen
Föderation Rio de Janeiros (FARJ) organisiert ist.

Moderation steen thorsson


Di, 30.7., 19:30 | Film | Wo der Tod Teil der Landschaft ist

(Doku Österreich 2012, 37 Min., Spanisch/Deutsch) mit Vokü + Buchpräsentation: Honduras: Stimmen gegen den Ausverkauf des Landes

 

Ort: New Yorck 59 (Bethanien, Mariannenplatz 2, linker Seitenflügel)

 

Film

Seit dem Putsch sind in Honduras indigene Gemeinschaften von Flussprivatisierungen, Bergbaukonzessionen und Tourismusprojekten betroffen. Kritische Journalist_innen werden bedroht, verfolgt, getötet. Vor den Präsidentschaftswahlen im November 2013 spitzt sich die Lage dramatisch zu. Der Film handelt vom zivilen und indigenen Widerstand in Honduras: Zwei Monate mit der Menschenrechtsorganisation COPINH (Ziviler Rat der sozialen und indigenen Organisationen von Honduras).


Buch


2012 verbrachten Journalist_innen aus Deutschland und Österreich zwei Monate in Honduras bei den Radios der zwei großen indigenen Organisationen COPINH und OFRANEH. Dabei entstanden zahlreiche Interviews und Fotos, die eine hierzulande weitgehend unbekannte Perspektive auf die Geschehnisse in Honduras wiedergeben. Das Buch zeigt eine Gesellschaft, die von Todesdrohungen, Morden und dem Zusammenbruch von  Demokratie und Rechtsstaat geprägt ist.  Die Interviewten stehen für eine Bevölkerung, die sich seit 2009 im Widerstand befindet. Landkonflikte um die natürlichen Ressourcen und Privatisierungen in allen Bereichen stehen dabei im Vordergrund.

 

Flyer Begleitprogramm

 

Mit finanzieller Unterstützung des BMZ


Di, 23.7., 19:00 | Deutsches Fleisch frisst Paraguays Wald

Deutsches Fleisch frisst Paraguays Wald
Ort: Laika, in Berlin-Neukölln in der Emser Straße 131
S+U Neukölln, Hermannstraße (Ringbahn) / Bus 171, 246, 277, N79
Das Laika ist barrierefrei zugänglich.

Das Sechs-Millionen-Land Paraguay ist vom Sojaanbau geprägt. Es ist der viertgrößte Sojaexporteur der Welt. Die riesigen Felder mit den gentechnisch manipulierten proteinhaltigen Bohnen machen bereits drei Viertel der gesamten Nutzfläche aus.
Die expandierenden Sojamonokulturen zerstören nicht nur Ökosysteme und Biodiversität sondern vertreiben Kleinbauern und -bäuerinnen vom Land und in die Armut. Einen Beitrag zur Ernährungssicherung leistet der Sojaanbau in Paraguay nicht, landet doch der Großteil der Ernte als Futtermittel in den Futtertrögen für die europäische Massentierhaltung.
Zudem vergiften die eingesetzten Pestizide Mensch und Umwelt: Neben einigen Pestiziden, die in der EU gar nicht mehr zugelassen sind, wird in den Sojaplantagen das durch großflächige Besprühungen (mit dem Flugzeug) eingebrachte Glyphosat verwendet.  Die gentechnisch veränderte Soja ist resistent gegen dieses,  von Monsanto patentierte und weltweit am häufigsten eingesetzte Unkrautvernichtungsmittel. Dessen Gefährlichkeit wird mittlerweile nicht nur in den Sojaanbau-Ländern Lateinamerikas, sondern auch in der EU und Deutschland heftig und kontrovers diskutiert.

Elias Diaz Pena, Geschäftsführer von Friends of the Earth Paraguay, berichtet von den Auswirkungen des Futtermittelanbaus in seinem Land.
Heike Moldenhauer, Leiterin des Gentechnikreferats beim BUND e.V./Friends of the Earth Germany, ergänzt die Erfahrungen von vor Ort mit Einblicken
in die Folgen des weltweiten Glyphosateinsatzes.

Veranstaltet von: BUND-Jugend, Bundesgeschäftsstelle des BUND und FDCL

Sprache: spanisch-deutsch mit konsekutiver Verdolmetschung

Weitere Infos zur Veranstaltung:
http://www.bund.net/service/speakers_tour/
Information zum Thema Futtermittel:
Brot oder Trog - Futtermittel, Flächenkonkurrenz und Ernährungssicherheit



2. Juli 2013 19 Uhr | Ausstellungseröffnung | „Gegen die Unsichtbarkeit“ | Honduras

Ausstellungseröffnung mit Vortrag und Diskussion zur aktuellen Menschenrechtslage in Honduras
(Deutsch/Spanisch)


Referent_innen: Johannes Schwäbl, Jutta Blume
Ort: Haus der Demokratie, Robert-Havemann-Saal, Greifswalder Str. 4

 

Vier Jahre nach dem Putsch und kurz vor den Präsidentschafts- und Parlamentswahlen in Honduras spitzt sich die Situation in dem mittelamerikanischen Land weiterhin zu. Die aktuelle Regierung höhlt demokratische Strukturen weiter aus und startete den großangelegten Ausverkauf des Landes. Aktivist_innen von Basisorganisationen und Kandidat_innen der neugegründeten Linkspartei LIBRE sehen sich konstanten Drohungen ausgesetzt und werden ermordet. In der Veranstaltung geben Mitglieder der Honduras-Delegation aktuelle Informationen zur Menschenrechtslage und der Situation in Honduras kurz vor den Wahlen. Was sind die aktuellen Konflikte und Probleme in Honduras und welche Aussichten auf Veränderungen bestehen?

 

Fotoausstellung vom 2.-31. Juli
Ort: Haus der Demokratie (Berlin), Greifswalder Str. 4, Foyer und Robert-Havemann-Saal
Werktags von 10:00 - 17:00 & nach Vereinbarung

 

Flyer Begleitprogramm

 

Organisiert von: Lateinamerika Nachrichten / FDCL und CADEHO

 

Mit finanzieller Unterstützung des BMZ


Mi. 03.07.2013 |19:00 Uhr | Gefängnisse und Strafsystem in Chile

Zeit: Mittwoch, den 03.07.2013 um 19:00
Ort: FDCL, Im Mehringhof (Aufgang III, 5.Stock), Gneisenaustr. 2a, 10961 Berlin (U-6/7 Mehringdamm)

In dem Vortrag geht es darum, das Thema der Gefängnisse in Chile vor dem Hintergrund einer kritischen Sicht auf das geltende Strafrechtssystem in den Blick zu nehmen. Dabei soll aufgezeigt werden, wie das Gefängnissystem in enger Anbindung an das herrschende ökonomische Modell in Chile sukzessive gestärkt und als zentrales Instrument der sozialen Disziplinierung und Bestrafung genutzt und missbraucht wurde und wird.

Vor dem Hintergrund einer Analyse des chilenischen Gefängnissystems in den Jahren 2000 bis 2010 konzentriert sich das Forschungsinteresse auf eine Politik, die auf eine Ausweitung und Intensivierung des Strafrechts- und Gefängnissystems ausgerichtet ist. Diese Politik manifestiert sich u.a. in Errichtung von mehr Haftanstalten, einer Verschärfung und Ausweitung strafrechtlicher Tatbestände und einem dauerhaften Verbleib der Inhaftierten in den Strafvollzugsanstalten.

Marion Silva ist Sozialarbeiterin und arbeitet seit 10 Jahren in der öffentlichen Institution Gendarmerie von Chile. Auf dieser täglichen Praxis gründet ihre detaillierte Analyse und Infragestellung des chilenischen Strafrechtssystems - eines Systems, das eine Gefängnisordnung ermöglicht und erhält, mit der der soziale Ausschluss bestimmter inhaftierten Gruppen zementiert wird.

CASTELLANO

Esta exposición aborda la temática carcelaria chilena desde una perspectiva crítica al sistema penal vigente, descubriendo como se ha ido fortaleciendo el recurso cárcel en estrecha relación con el modelo económico hegemónico, evidenciando su uso y abuso como principal medio de castigo social.

El problema de investigación, que surge del análisis de la situación carcelaria chilena en el decenio 2000 -2010, se centra en la expansión del sistema penal: una política carcelaria concentrada en la construcción de más penales, una legislación más punitiva, la extensión del número de encarcelamientos y el fortalecimiento de la retención de la población penal por parte de la institución penitenciaria.
 
Marion Silva, Trabajadora Social, lleva diez años trabajando en esta institución pública llamada Gendarmería de Chile, su discurso disidente surge desde la práctica cotidiana que le permite desmenuzar y cuestionar este sistema como productor y perpetuador de un orden carcelario que potencia la exclusión social de determinadas poblaciones detenidas en estos espacios.

Spanisch mit deutscher Übersetzung / Español con traducción al alemán

 

Veranstalter: Lateinamerika Nachrichten in Kooperation mit dem FDCL

 

Mit finanzieller Unterstützung des BMZ


Fr, 28.6., 19 Uhr | Film: ¿Quién dijo miedo?

(Doku Honduras/Argentinien 2010, 90 Min., Spanisch/Englisch)
Ort: FDCL/LN (Mehringhof, Aufgang 3, 5.Stock, Gneisenaustraße 2a)

 

Am 28. Juni 2009 wurde der honduranische Präsident Manuel Zelaya durch einen zivil-militärischen Putsch entmachtet und nach Costa Rica ausgeflogen. In der Folge wurden zahlreiche Menschen verhaftet, bedroht und ermordet. Die Einführung des Mindestlohns, die Integration in das alternative Wirtschaftsbündnis ALBA und eine geplante verfassunggebende Versammlung waren den Eliten des Landes ein Dorn im Auge. Der Film zeigt die Ereignisse von vor vier Jahren und macht den Widerstand der Bevölkerung gegen den Putsch sichtbar.

 

 

http://quiendijomiedofilm.blogspot.de/

 

 

 

Flyer Begleitprogramm

 

Veranstalter: Lateinamerika Nachrichten in Kooperation mit dem FDCL

 

Mit finanzieller Unterstützung des BMZ


SOMMERFEST AUF DER MEHRINGHOF-DACHTERRASSE AM SAMSTAG, DEM 15. JUNI

Auch dieses Jahr möchten wir Euch herzlich einladen zu unserem gemeinsamen Sommerfest von FDCL, Lateinamerika Nachrichten, FIAN Berlin, BLUE 21, GegenStrömung und KoBra

am Samstag, dem 15. Juni 2013 ab 11:00 Uhr auf der Dachterrasse im MehringHof, Gneisenaustr. 2a, Berlin-Kreuzberg.

Fern ab und hoch über dem Projektalltag wollen wir in entspannter Atmosphäre feiern, quatschen, essen und trinken...

Zeitgleich finden im MehringHof die 11. Linken Buchtage statt mit Lesungen, Vorträgen, Diskussionen...

Und bei uns auf der Dachterrasse gibt es Kaffee, Kuchen, Getränke, Salate...

Wir freuen uns auf euch!


Mittwoch, 12. Juni 2013, 20.00 Uhr: Premiere des neuen Dokumentarfilmes „Count – Down am Xingu III“ (76 min)

Wir möchten Sie recht herzlich für

Mittwoch, 12. Juni 2013, 20.00 Uhr: Premiere des neuen Dokumentarfilmes „Count – Down am Xingu III“ (76 min) einladen.

Zeit und Ort: Mittwoch, 12.06.2013, 20.00 Uhr, ins Kino Babylon, Berlin – Mitte (Info / Reservierung tel. 030.2425969), Rosa Luxemburg Str. 30, www.babylonberlin.de Eintritt: 7,- / ermäßigt 5,- €).

Im Zentrum des Filmes steht der Konflikt um den drittgrößten Staudamm der Welt - Belo Monte - im brasilianischen Amazonasgebiet und um die größte Goldmine Brasiliens. Eine spannende Reportage über rebellierende Bauarbeiter, Korruptionsverdacht, Energie-und Rohstoffhunger. Und europäische Firmen, die an der fortschreitenden Zerstörung Amazoniens kräftig verdienen. Dabei wird das Filmteam begleitet von einem Mann, der sich später als Zuträger des brasilianischen Geheimdienstes zu erkennen gibt. Mit dem aktuellen Film setzen Martin Kessler und neuewut ihre dokumentarische Langzeitbeobachtung über Belo Monte (seit 2008) fort.

Nach der Filmvorführung findet eine Diskussion statt. Nach der Premiere geht der Film auf Tournee in Deutschland und Österreich.Wer Interesse hat, den Film in seiner Stadt / oder Organisation zu zeigen, sende bitte eine mail unter: termine(at)neuewut.de.

Eine Kurzfassung des Filmes ( 16 min) gibt es auf  www.youtube.de und www.neuewut.de. Deutsche Version: http://www.youtube.com/watch?v=4F4Qh8hK_hM
Portugiesische Version: http://www.youtube.com/watch?v=vqsS6H1_Bmo
Die DVD (mit deutscher Lang- und Kurzfassung) kommt Anfang Juni  heraus und kann  für 19,90 € / Institutionen 29,90 € zzgl 3,60 € Versand bei uns bestellt werden : bestellung@neuewut.de .
Weitere Infos : www.neuewut.de / Facebook: http://www.facebook.com/pages/neueWUT-Martin-Ke%C3%9Fler-Filmproduktion/177882528990484


Party am 7. Juni ab 21 Uhr | 40 JAHRE Lateinamerika Nachrichten (LN) und Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile-Lateinamerika e.V. (FDCL)

// Ort: Berlin, Mauersegler / Gartenhaus / Bernauer Str 63 / Mauerpark - Zugang von hinten über Flohmarkt
// Im Rahmen der Partyreihe The Black Atlantic Nightliner feat. El Baile de las Eliminatorias!
Fiesta + WM-Quali Südamerika Live
// Eintritt: 4 Euro

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23 de mayo 2013 | PRESENTACIÓN DEL LIBRO | “PERÚ: MITO Y REALIDAD”

23 de mayo 2013 | 19:00 horas

Veranstaltungsraum im Mehringhof, Aufgang 3, 1. Stock, Gneisenaustraße 2a, 10961 Berlin.

 

El Colectivo César Vallejo invita a todos los interesados a la presentación-discusión del libro “Perú: mito y realidad” (2013), Tectum Verlag, del Dr. Julio Roldán. Las definiciones sobre el Perú son variadas, ellas las comprobamos leyendo lo siguiente: “Para mí, el Perú es un chiste” (Nicolás de Piérola); “El Perú es un organismo enfermo, donde se le aplica el dedo brota pus” (Gonzales Prada); “El Perú soy yo” (Augusto Leguía); “El Perú es todavía una nacionalidad en formación” (J. C. Mariátegui); “El Perú es un problema; pero también una posibilidad” (Jorge Basadre); “El Perú es un Estado multinacional” (Martínez de la Torre); “El Perú es un país terrible, donde todo está por hacerse” (Vargas Llosa); “El Perú es un burdel” (Pablo Macera).

 

Presentación a cargo de Olenka Bordo y Eleonora Roldán.

Conducción a cargo de Ewa Kowalanska.

 

 

Organisiert vom AK Lateinamerika der Stipendiaten der Rosa Luxemburg Stiftung und des Forschungs- und Dokumentationszentrums Chile – Lateinamerika (FDCL)
 

 


Di. 21.05.2013 |19:00 Uhr | Ecuador nach den Wahlen - Extraktivistisches Entwicklungsmodell versus Indigene Bewegungen?

Ort: FDCL, Im Mehringhof (Aufgang III, 5.Stock), Gneisenaustr. 2a, 10961 Berlin (U-6/7 Mehringdamm)

Sprache: spanisch mit konsekutiv dolmetschen

Im Februar diesen Jahres ist Rafael Correa erneut zum Präsidenten Ecuadors gewählt worden. 56% der Bevölkerung entschieden sich für seine Regierung der „Bürgerrevolution“, die mit einem Teil der gut fließenden Einnahmen aus der Rohstoffausbeutung (vor allen Dingen Öl und Bergbau) soziale Programme für die Ärmsten finanziert. Während seines Besuchs in Deutschland im April diesen Jahres bestätigte Correa die Fortführung des extraktivistischen Entwicklungsmodells. Es wird in dieser Legislaturperiode weitere Zulassungen von Mega-Minen in den Bergregionen des Andenstaates und Ölförderungen in der Amazonasregion geben. Unter der Rohstoffausbeutung leidet vor allen Dingen die ländliche, indigene Bevölkerung Ecuadors, denen ein Mitspracherecht oft verweigert wird. Umweltschützer und Kritiker dieses Entwicklungsmodells kanzelt der alte neue Präsident regelmäßig als infantil, naiv oder subversiv ab.

Die Menschen gehen jedoch zunehmend auf die Straße, um ihre Rechte einzufordern. Ein wichtiger Player dieser innerlinken Opposition ist der indigene Dachverband CONAIE, der nach eigenen Aussagen ein Drittel der Bevölkerung des Andenstaates repräsentiert. Die indigene Organisation hat sich von einem Unterstützer der Regierung Correas (2006 hoben sie ihn, gemeinsam mit anderen linken Akteuren in den Sattel) zu einem ihrer schärfsten Kritiker entwickelt.

Das FDCL und die Rosa-Luxemburg-Stiftung laden zu einer Veranstaltung mit Ampam Karakras von der CONAIE ein, um über die Herausforderung nach den Wahlen, vor allen Dingen im Hinblick auf die Fragen Territorium und Extraktivismus zu diskutieren.


Mit finanzieller Unterstützung des BMZ



Di., 14.5. 19:30 | „Schrei nach Land“ Ölpalmen, Landgrabbing und Repression in Honduras

Film und Vortrag mit Giorgio Trucchi (Korrespondent der Nahrungsmittelgewerkschaft REL-UITA, Nicaragua)

Veranstaltungsraum im FDCL, Gneisenaustr. 2a, 10961 Berlin, Aufgang 3, 5. Stock

Rund um den Globus nimmt die agroindustrielle Massenproduktion immer weiter zu. Von großen Agrarunternehmen werden auf dem Weltmarkt gefragte Produkte auf riesigen Flächen in Monokulturen produziert.

Ein Beispiel für die globalisierte Produktion von agrarischen Rohstoffen ist Palmöl. Palmöl ist als „Allroundmaterial“ in jedem zweiten Supermarktprodukt enthalten, vor allem in Lebensmitteln, Kosmetika und Reinigungsmitteln. Der Boom der Agrotreibstoffe führte in den letzten Jahren zur starken Ausdehnung der Produktion für Biodiesel.

In Honduras will sich der Palmölkonzern Dinant des Agroindustriellen Miguel Facusse mit allen Mitteln neue Flächen aneignen. In den letzten Jahren wurden 88 Kleinbauern, Gewerkschafts-vertreter und Rechtsanwälte ermordet, die sich für den Landbesitz der Kleinbauern am Unterlauf des Rio Aguan einsetzten. Bewaffnete Sicherheitskräfte des Konzerns Dinant waren direkt in die Gewalttaten gegen die Bauernorganisationen verwickelt. Zuletzt wurden im Februar 2013 zwei Bauernaktivisten gefoltert und ermordet. Diese Missachtung von Menschenrechten in Honduras ist eine Folge des Militärputsches von 2009, mit dem sich Großgrundbesitzer und Konzerne zu den unbeschränkten Herrschern über das Lands machen wollten.

 

Extreme Menschenrechtsverletzungen und die Verbreitung von Monokulturen geschehen nicht einfach so ohne Einfluss von außen. Über Kreditanträge von Agro-Konzernen wie Dinant entscheiden die Vertreter der Bundesregierung als wichtige Anteilseigner der Weltbank mit. Genauso wichtig wie die Einmischung in finanzpolitische Entscheidungsstrukturen ist die öffentliche Thematisierung solcher Menschenrechtsverletzungen.

 

 

Giorgio Trucchi lebt und arbeitet seit vielen Jahren in Zentralamerika. Er ist Journalist/Korrespondent für die Nahrungsmittel-Gewerkschaft REL-UITA. In seinem Dokumentarfilm „Schrei nach Land“ zeigt er die Bedrohung, Unterdrückung und Kämpfe der Kleinbauern in der Region Bajo Aguan / Honduras und berichtet in seinem Vortrag über die Auswirkungen von Monokulturen, agroindustrieller Massenproduktion, das Engagement der Bauernorganisationen für den Erhalt ihres Landes, für Nahrungsmittelsicherheit und gegen die Vergiftung der Anbauflächen und die Kriminalisierung des Widerstandes.


Veranstalter: Inkota, FDCL, CADEHO, Lateinamerika Nachrichten

unterstützt von Lingua-Transfair

 

Mit finanzieller Unterstützung des BMZ und der EU

 

 


Fr.10.05.13 ab 15:30 Uhr symbolische Elbblockade | Keine Kohle aus Kolumbien nach Moorburg – stopp Vattenfall Schiffsdemo

FDCL und LN waren dabei!

Unser Kampagne richtet sich gegen das Kohlekraftwerk Moorburg ganz grundsätzlich.
Es ist ein Klimakiller, Feinstaub und Schadstoffen würden ganze Stadtteile betroffen machen.
Gegenstrom 13 richtet sich im Besonderen gegen den geplanten Kohleimport aus Kolumbien wegen der fatalen sozialen, wie ökologischen Umstände und Folgen des Kohleabbaus dort.

http://www.gegenstrom13.de/elbblockade-2/elbblockade/

weitere Bilder:

https://linksunten.indymedia.org/de/node/85975 
https://www.dropbox.com/sh/0pnw3xdzbsogp75/vmOZDszZyy 
http://www.graswurzel.tv/p228.html

26.-28. April 2013 | Seminar „Bergbau und Menschenrechte in Kolumbien“

Anmeldung unter: bergbauinkolumbien@gmail.com

Veranstaltungsraum im FDCL, Gneisenaustr. 2a, 10961 Berlin

Programm

Veranstalter: AG Bergbau Kolumbien in Zusammenarbeit mit FDCL

 

gefördert von: Brot für die Welt, Katholischer Fonds

mit Mitteln des BMZ und der Europäischen Union

 


25. April 2013: Gegenanträge auf Nicht-Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat für Münchener-Rück-Aktionärsversammlung eingereicht.

Der Dachverband der kritischen Aktionärinnen und Aktionäre stellt gemeinsam mit der Kooperation Brasilien (KoBra), GegenStrömung, infoe, dem Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile-Lateinamerika (FDCL) und weiteren Organisationen auf der Münchener-Rück-Aktionärsversammlung am 25. April einen Gegenantrag auf Nicht-Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat der Münchener Rück. Nach Ansicht der Organisationen verstößt der weltgrößte Rückversicherer durch seine Beteiligung am Belo-Monte-Staudammprojekt gegen UN- und internationale Richtlinien. Die 25%-Beteiligung an der Rückversicherung des umstrittenen Staudamm Belo Monte in Brasilien sei ein Skandal, so das deutsche Organisationsbündnis gegen Belo Monte.


Dienstag, 23.4.2013 Abendveranstaltung in Berlin

"Die Prozessakten des Falls Belo Monte werden in Volltext von der Bundesstaatsanwaltschaft (MPF) veröffentlicht." Photo: MPF

Alles was Recht ist?
Wie die Justiz für und gegen den brasilianischen Megastaudamm Belo Monte kämpft


Abendveranstaltung mit Helena Palmquist (Pressesprecherin Bundesstaatsanwaltschaft in Pará) und Verena Glass (Repórter Brasil/Movimento Xingu Vivo Para Sempre) am 23. April, 19:30 Uhr, in Berlin.

Ort: Heinrich-Böll-Stiftung, Berlin, Raum: Beletage, 10117 Berlin, Schumannstr. 8

Der Bau des künftig drittgrößten Staudamms der Welt Belo Monte im brasilianischen Amazonas ist heftig umstritten: Nicht nur Befürworter/innen und Kritiker/innen oder Profiteure und Betroffene des Staudamms stehen sich unversöhnlich gegenüber, auch die brasilianische Politik und Justiz kämpfen juristisch um das Megaprojekt. Verschiedene Institutionen der Bundesstaatsanwaltschaft und Gerichte verhängten im Lauf der letzten Jahre eine Reihe von Baustopps, die bislang aber immer wieder von höheren Gerichtsinstanzen aufgehoben wurden.
 
Besonders das Ministério Público Federal do Pará (Bundesstaatsanwaltschaft in Pará) hat in bislang 15 eingereichten Klagen gegen den Bau des Staudamms internationale Bekanntheit erlangt. Eklatante Defizite in vorausgegangenen Planungsverfahren, wie z.B. bei Umweltverträglichkeitsprüfungen und der Berücksichtigung der Rechte von traditionellen Gemeinschaften sowie ungenehmigte Bautätigkeiten veranlassten das Ministério Público Federal do Pará, mehrere zwischenzeitige Baustopps juristisch durchzusetzen.
 
Durch diese Klagen wird die brasilianische Regierung immer wieder in Verlegenheit gebracht. So wird sichtbar, dass die Regierung gegen eigene Gesetze verstößt und es an der Umsetzung einer sonst modernen Gesetzgebung vor allem in peripheren Gebieten erheblich mangelt. Nachbesserungen vonseiten der Bauleitung sowie die von der Regierung unterstrichene nationale Bedeutung des Staudamms ließen höhere Gerichte stets die Baustopps wieder aufheben.
 
Mit seiner Tätigkeit hat sich das Ministério Público Federal do Pará in Brasilien nicht nur Freunde gemacht. So warf die brasilianische Bundesanwaltschaft AGU (Advocacia-Geral da União) dem Bundesstaatsanwalt Felício Pontes im Jahr 2012 die Aufwiegelung des indigenen Xicrim-Volkes vor, leitete ein Disziplinarverfahren gegen ihn ein und wollte ihm die Zuständigkeit für das Projekt entziehen. Insgesamt vier Klagen wurden bereits gegen den Staatsanwalt in Pará wegen des auch unter Rechtsexperten heftig umstrittenen Projekts Belo Monte eingereicht.
 
Helena Palmquist ist Pressesprecherin des Ministério Público Federal do Pará und wirdaus der Perspektive der Staatsanwaltschaft vom aktuellen Stand und den Auswirkungen des sich im Bau befindlichen Megaprojektes aus erster Hand berichten. Verena Glass von der Organisation Repórter Brasil ist aktiv beim Netzwerk Xingu Vivo und wird aus zivilgesellschaftlicher Perspektive über den Kampf gegen den Staudamm berichten.

Im Anschluss laden wir Sie auf einen Ausklang mit Getränken und Brezeln ein.

Sprache:    
Portugiesisch/Deutsch mit Simultanübersetzung

Eine Kooperation der Heinrich-Böll-Stiftung mit GegenStrömung, INFOE, ASW, Urgewald, KoBra, Kritische Aktionäre, FDCL und anderen.

Mit freundlicher Unterstützung durch Misereor.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich

Eintritt frei


Kundgebung, Samstag, 23.3.: Protest gegen die Wahl des Präsidenten der brasilianischen Menschenrechtskommission

Kundgebung, Samstag, 23.3.: Protest gegen die Wahl des Präsidenten der brasilianischen Menschenrechtskommission / Protesto contra a escolha do presidente da Comissão de Direitos Humanos do Brasil

[Wann] Samstag, 23. März 2013
[Uhrzeit] 15:00 bis 16:30 Uhr
[Wo] Platz des 18. März, an der Westseite des Brandenburger Tors

Der Abgeordnete Marco Feliciano wurde in Brasília zum Vorsitzenden der Menschenrechtskommission im brasilianischen Parlament gewählt. Der evangelikale Pastor ist wiederholt durch rassistische und homophobe Äußerungen auffällig geworden. Dagegen protestieren wir!


Mi. 20.03.13 |19:00 | Guatemala: Ausweitung des Agrarkapitalismus

Veranstaltungsort: Mehringhof – Veranstaltungsraum - Gneisenauerstr. 2a, Berlin- Kreuzberg

 

Die Veranstaltung wird auf Spanisch stattfinden. Bei Bedarf wird eine simultane Übersetzung ins Deutsche organisiert.

 

Guatemala: Ausweitung des Agrarkapitalismus

Welche Folgen land grabbing die Landbevölkerung und für ein Land wie Guatemala als Ganzes hat, führt der Referent Alberto Alonso Fredejas in der Veranstaltung eindrucksvoll und anschaulich vor Augen. Fredejas, der selbst seit vielen Jahren in dem betroffenen Gebiet lebte und arbeitete, ist Aktivist und Forscher des Institute of Social Studies, Den Hagues und des Transnational Institute, Amsterdam. Am Beispiel von Agrobusiness und land grabbing in Guatemala stellt er die Prozesse von Vertreibung aber auch die Formen des Widerstandes dar. Dabei geht er auf die Faktoren und Akteure dieser Prozesse ein. Die Widerstandsbewegungen gegen land grabbing stehen im Mittelpunkt der Diskussion. Ziel der Veranstaltung ist es zudem, Instrumente einer kritischen Analyse von land grabbing für Lateinamerika aufzuzeigen. Es wird der Film „Desalojos en el Valle del Polochic“ gezeigt. Der Film zeigt die Probleme von land grabbing, gegen den die indigene Gruppe Q´eqchi Widerstand leistet.

 

Guatemala: Capitalismo agrario flexible en expansión

¿Cuáles son las consecuencias del control corporativo sobre la tierra y otros bienes naturales para grupos sociales rurales y para las sociedades latinoamericanas? Esta cuestión será tratada por Alberto Alonso Fredejas, activista e investigador del Institute of Social Studies de la Haya y del Transnational Institute de Amsterdam, concentrándose en el ejemplo de la industria del monocultivo y land grabbing en Guatemala. Tratará sobre los factores, formas y actores en torno a estos fenómenos. Se proyectará la película „Desalojos en el Valle del Polochic“ que muestra los problemas que enfrenta la población Q´eqchi contra la gran industria del monocultivo y su lucha contra el despojo. Organisiert von AK Lateinamerika der Stipendiaten der Rosa Luxemburg Stiftung und das Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile – Lateinamerika (FDCL)


Di 19.03.2013 | 19:00 Uhr | Das Freihandelsabkommen der Europäischen Union mit Peru und Kolumbien – Fluch oder Segen?

Ort: FDCL im Mehringhof, Gneisenaustraße 2 a, 2. Hof rechts, 5. Stock | U 6 & U 7 Mehringdamm

 

Nachdem das Europäische Parlament dem Freihandeslabkommen der EU mit Peru und Kolumbien bereits zugestimmt hat, muss es nun den Weg durch die Parlamente der 27 EU-Mitgliedsstaaten nehmen. In diesen Wochen wird es dem Deutschen Bundestag zugeleitet, nach der 1. Lesung und der Behandlung in den Ausschüssen soll es im 2. Quartal vom Bundestag ratifiziert werden.
Nichtregierungsorganisationen in Europa, Peru und Kolumbien beklagen Mängel in dem Abkommen, z.B. fehlende Umweltstandards, die Festschreibung der Rolle Kolumbiens und Perus als rohstoffexportierende Länder, fehlende Sanktionsmöglichkeiten bei Menschenrechtsverletzungen sowie die Gefahr, dass das Abkommen ein Schlupfloch für Geldwäsche und Steuerhinterziehung sein könnte.


Die Informationsstelle Peru und das Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile – Lateinamerika (FDCL) laden zu einer Diskussionsveranstaltung zum Freihandelsabkommen ein. Thorsten Schulz (FDCL) wird in seinem Input den aktuellen Diskussionsstand und das weitere Verfahren darstellen, anschließend wird in der Diskussion Zeit sein, anstehende Fragen zu klären und Meinungen auszutauschen.


Dienstag, 05. März 2013: Versenkte Milliarden - versenktes Entwicklungsmodell?

Brasilien: Die Auseinandersetzungen um das ThyssenKrupp Stahlwerk. Die Geschichte des Stahlwerks ist ein Wirtschaftskrimi, aber auch ein Beispiel dafür, dass sich die lokale Bevölkerung zur Wehr setzt. In der Bucht von Rio steht das Primat der Ökonomie vor den Gesundheits- und Umweltrechten der Bevölkerung zur Debatte.
Es diskutieren: Sandra Quintela (PACS, Brasilien), Christian Russau (FDCL), Katja Maurer (medico international). Moderation: Andreas Behn (Brasilien-Korrespondent der taz).

Dienstag, 05. März 2013, 19.00 Uhr

Ort: taz-Café, Rudi-Dutschke Str . 23, 10969 Berlin

Eintritt frei


Martes, 5 de Febrero 19:00 | Chile desde 2011 - El punto de quiebre de la hegemonía neoliberal|debate con Nelson Aramburu

Lugar: FDCL, Mehringhof, 5. piso, Gneisenaustr. 2a, 10961 Berlin | debate en español

Nelson Agustín Aramburu, varias veces prisionero político y ex director del CODEPU Puerto Montt, preside actualmente la Agrupación de ex PP de la V región y es dirigente de la Comisión Ética Contra la Tortura.
Su exposición abordará las nuevas realidades de los movimientos pro derechos humanos y sociales después de las grandes movilizaciones de 2011.
Los derechos humanos en los tiempos presentes: los atropellos, particularmente contra las comunidades mapuches, los implicados, las impunidades. Las vinculaciones del movimiento pro Derechos Humanos con el Movimiento Social.
Los nuevos movimientos sociales: los jóvenes actores, los sectores ausentes (¿aún?), las viejas estructuras anquilosadas y sin representatividad. Las nuevas luchas en Magallanes, Aysen y Freirina, o cuando pobres de derecha e izquierda pelean codo a codo. Asambleas, redes, coordinaciones y comisiones de trabajo, todas horizontales. Sus objetivos declarados: el lucro a la balanza.

 

Veranstalter: Lateinamerika Nachrichten in Kooperation mit dem FDCL

 

Mit finanzieller Unterstützung des BMZ

 


So. 27. Jan., 18:30 | Awka Liwen - Rebelde Amanecer (Aufstand im Morgengrauen) | Film & Gespräch mit Osvaldo Bayer

Argentinien 2010; Regie: Osvaldo Bayer, Mariano Aiello, Kristina Hille; 77 Minuten, OmdtUT

Die Geschichte der Feldzüge gegen die indigene Bevölkerung Argentiniens: eine Geschichte der Enteignung von 30 Millionen Hektar fruchtbarsten Landes, der Entstehung nationaler Gründungsmythen und historischer, gesellschaftlicher Kontinuitäten bis heute. Um die "zivilisierte (weiße) Bevölkerung" in den ländlichen Räumen vor der "Barbarei" durch indigene Stämme zu schützen, wurden diese ermordet und ihrer Länder beraubt. Von den Feldzügen, die im Jahr 1879 mit der sogenannten "Eroberung der Wüste" ihren Höhepunkt erreichten, profitierte in erster Linie eine kleine, sehr reiche Minderheit. Und wann immer diese Land-Oligarchie ihre Interessen in Gefahr sah, wehrte sie sich mit allen Mitteln, sogar mit Hilfe von Militärdiktaturen.

Im Anschluß an den Film Gespräch mit Osvaldo Bayer (konsekutiv aus dem Spanischen gedolmetscht).

Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei. Interessierten empfehlen wir Karten über das ACUD Kino zu reservieren: online (www.acud.de), telefonisch (030.44359498) oder per Email (kino_kasse@acud.de).

Eine Veranstaltung des Bildungswerks Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung in Kooperation mit ACUD Kino und Lateinamerika Nachrichten e.V.
Die Veranstaltung wird realisiert aus Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin.