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Kolumbienkampagne Berlin

Das FDCL unterstützt die Kolumbienkampagne Berlin:

 

Die Kolumbienkampagne wurde Ende 2000 als eine Initiative von Einzelpersonen ins Leben gerufen und ist an das Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile-Lateinamerika e.V. (FDCL) angebunden.


Sie ist an das internationalen Kolumbien-Netzwerks "Red de Hermandad y Solidaridad con Colombia" (red) angeschlossen, einem Netzwerk aus Basisinitiativen, Menschenrechtsgruppen, Gewerkschaften, Bauernorganisationen, Frauenorganisationen und Nichtregierungsorganisationen.


Seit 2001 hat die Kolumbienkampagne die Kampagne gegen Coca-Cola der kolumbianischen Gewerkschaft Sinaltrainal mit getragen. Aus der engen Zusammenarbeit mit der kolumbianischen Gewerkschaft haben sich erste Delegationen und die Entsendug europäischer Freiwilliger entwickelt.


Seit 2003 ist die Kolumbienkampagne Mitträger des Begleitprojektes „casa de solidaridad“ zur Unterstützung kolumbianischer Basisorganisationen. Präsenz und Mitarbeit europäischer BegleiterInnen sollen kolumbianischen Gemeinden und Organisationen Schutz vor paramilitärischer und staatlicher Verfolgung geben. Dabei versucht die Kolumbienkampagne, einen Austausch zwischen politisch engagierten Menschen aus Deutschland und Kolumbien anzuregen und gemeinsam Handlungsstrategien zu entwickeln.


Zentraler Baustein der Kolumbienkampagne ist die Berichterstattung zur Menschenrechtslage und zur Situation sozialer Bewegungen in Kolumbien. In den letzten Jahren wurden zahlreiche Veranstaltungen und Rundreisen mit AktivistInnen der Kampagne und kolumbianischen Gästen durchgeführt. Aus der Arbeit sind etliche Zeitungsartikel, mehrere Länder- und Reiseberichte, ein Artikelsammelband und eine Dokumentation der Internationalen Kampagne gegen Coca Cola entstanden. Zudem wurde die Wanderausstellung „Gesichter des Widerstandes“ erstellt, die in vielen Städten zu sehen war und weiterhin durch Deutschland tourt.


In den Jahren 2002 und 2005 hat die Kolumbeinkampagne Delegationsreisen in verschiedene Regionen Kolumbiens organisiert.



Menschenrechtsbegleitung in Kolumbien


Wir begleiten soziale Prozesse in Kolumbien

Es gibt die Möglichkeit, mit der Kolumbienkampagne als BegleiterIn nach Kolumbien zu gehen und dort die Arbeit sozialer Organisation direkt zu unterstützen. Dabei sollen politische Prozesse beobachtet und dokumentiert werden, um in Europa darüber zu berichten. Die praktische Ausrichtung des Begleitungeinsatzes hängt stark von Beruf, Ausbildung bzw. Studium und den Interessen und Erfahrungen der BegleiterInnen ab. Die BegleiterInnen sollen sich aktiv einbringen, wenn sie die kolumbianischen Partnerorganisationen oder ländliche Gemeinden begleiten. Das kann auf sehr vielfältige Weise geschehen: Die BegleiterInnen teilen den Alltag mit den Menschen vor Ort. Sie geben Englischunterricht, helfen beim Wiederaufbau von Häusern oder konstruieren einen Brunnen oder Solarzellen, wenn sie die entsprechenden Kenntnisse mitbringen. Begleitet werden auch Hilfs- und Untersuchungskommissionen in Kriegs- und Krisengebiete. Aus Deutschland waren bisher etwa 50 AktivistInnen in Kolumbien.


Hintergrund der Begleitung:

Hintergrund für unsere Begleitarbeit sind die systematischen Menschenrechtsverletzungen, von denen kolumbianische Gemeinden und soziale Organisationen betroffen sind. Im ganzen Land findet eine immer stärker werdende Militarisierung des öffentlichen Lebens statt. Durch das Verschwindenlassen von Menschen und durch die gezielte Ermordung von AktivistInnen durch paramilitärische Gruppen werden die sozialen Netze der Bevölkerung zerstört. Mitglieder der sozialen Bewegungen werden mit dem Tode bedroht. Die Kolumbienkampagne sieht die Notwendigkeit, die internationale Basissolidarität effektiver zu organisieren und dadurch den Aufbau der sozialen Bewegung in Kolumbien zu stärken.


Ziele der Begleitung:

  •   Kolumbianischen AktivistInnen Schutz vor Verfolgung bieten
  •   Internationale Präsenz in kolumbianischen Krisengebieten schaffen
  •   den Wiederaufbau sozialer Netze durch Begleitung und Assistenz unterstützen
  •   eine kritische Berichterstattung über den kolumbianischen Konflikt und den Krieg gegen die soziale Opposition in der deutschen Öffentlichkeit möglich machen
  • Kontakte zwischen AktivistInnen „von unten“ aufbauen und so internationale Zusammenarbeit fördern
  •   Menschen aus Deutschland internationalistische Erfahrungen ermöglichen


Anforderungen für den Einsatz

  • 12 monatiger Aufenthalt
  • Mindestalter 25 Jahre
  • sehr gute Spanisch Kenntnisse in Wort und Schrift
  • soziales, politisches oder gewerkschaftliches Engagement
  • Auslandserfahrung (mindestens ein mehrmonatiger Auslandsaufenthalt)
  • Hohes Maß an Selbstständigkeit, Verantwortungsbewusstsein, Teamfähigkeit, hohe Belastbarkeit, Erfahrung im Umgang mit Gruppenkonflikten
  • großes Interesse für die politische, historische und ökonomische Situation in Kolumbien und Lateinamerika

Kontakt: kolumbienkampagne(at)emdash.org

Seit 2002 unterstützt die Kolumbienkampagne die »Internationale Anti- Coca Cola-Kampagne«, die von der kolumbianischen Lebensmittelgewerkschaft SINALTRAINAL und  der Kampagne »Colombia Clama Justicia« (Kolumbien fordert Gerechtigkeit) initiiert  wurde. Außerdem ist sie am internationalen Begleitprojekt »Casa de Solidaridad« (Haus der  Solidarität) beteiligt.

Aktuelle Aktivitäten und Veröffentlichungen sind hier zu finden:
http://www.labournet.de/internationales/co/cocacola/

 


Photo-Ausstellung ab dem 29.10.2007

Photo-Austellung "Rostro de la Resistencia"

Die von der kolumbienkampagne berlin erstellte Photo-Austellung "Rostro de la Resistencia" basiert auf den Photographien des italienischen Photografs Oscar Paciencia. Er besuchte auf mehreren Reisen durch Kolumbien von Gewalt und Terror betroffene soziale Basisorganisationen und ländliche Gemeinden in Krisengebieten. Diese Ausstellung widmet sich einem Thema, das der Öffentlichkeit sonst verborgen bleibt: In Kolumbien wird seit mehr als vier Jahrzehnten Krieg geführt. Die Fotografien erzählen die Geschichte derer, die ihren Alltag in den Konfliktgebieten Kolumbiens verbringen. Diese Kolumbien-Ausstellung „rostro de la resistencia“ wandert ab dem 29.10.2007 durch Deutschland. Ausstellungseröffnung: Montag 29.10.07 um 19 Uhr, präsentiert von kolumbienkampagne berlin und Attac Saar: Café Casa Andina, Kronenstr. 1a, 66111 Saarbrücken [mehr].